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Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz

Komplexe Algorithmen im Zusammenspiel mit Politik und Gesellschaft

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[…] auch die digitale Wirtschaft und das Zeitalter der Digitalisierung [haben] dem Menschen zu dienen […] und nicht umgekehrt. Das Ganze ist kein Selbstzweck.

Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland a. D.

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Megosztás

Auf einen Blick

  • Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Teil unseres Alltags und wird bereits in Bereichen wie Medizin, Verwaltung, Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Wirtschaft und Mobilität eingesetzt.
  • Alle heute existierenden KI-Systeme gehören zur sogenannten schwachen KI. Eine starke KI, die nahezu jede Aufgabe lösen könnte, die auch Menschen lösen können, existiert bislang nicht.
  • KI ist weit mehr als Chatbots und Bildgeneratoren. Sie umfasst sehr unterschiedliche technische Ansätze – von Robotik bis zu Generativer KI.
  • KI eröffnet große Chancen für Innovation und Wohlstand, bringt aber auch Herausforderungen für Demokratie, Arbeitswelt und Datenschutz mit sich.
  • Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt auf einen nüchternen und verantwortungsvollen Umgang mit KI. Chancen sollen genutzt, Risiken begrenzt und demokratische Prinzipien gewahrt werden.

 

Inhalt

1. Was ist Künstliche Intelligenz?

2. Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

2.1 Unterteilung nach technischen Ansätzen

2.2 Methodische Ansätze datengetriebener KI

3. Chancen, Herausforderungen und Anwendungen Künstlicher Intelligenz

3.1 KI in Verwaltung und Staat

3.2 KI in Wirtschaft und Arbeitswelt

3.3 KI in Bildung, Öffentlichkeit und Demokratie

3.4 KI im Medizin‑ und Gesundheitsbereich

3.5 KI in Sicherheit, Militär und Verteidigung

4. Regulierung und Gestaltung: Welche KI soll unsere Gesellschaft prägen?

4.1 Effizienz vs. Transparenz

4.2 Sicherheit vs. Freiheit

4.3 KI und Ethik

4.4 Welche Art der Regulierung brauchen wir?

5. Unsere Haltung zu KI: Die Konrad-Adenauer-Stiftung im Themenfeld

6. Unsere Angebote und Projekte zum Thema

7. Publikationen, Veranstaltungen und Medienbeiträge zum Thema


 

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unseren Alltag bereits heute: sie schreibt Texte, erkennt Bilder, unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei Diagnosen, optimiert Verkehrsflüsse und wird in Wirtschaft und Verwaltung eingesetzt. Vieles davon geschieht im Hintergrund digitaler Systeme und bleibt im Alltag oft unsichtbar. Gleichzeitig wird kaum eine Technologie derzeit so kontrovers diskutiert: Ist KI ein Motor für Innovation und Wohlstand oder eine Bedrohung für Arbeitsplätze, demokratische Prozesse und gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Zwischen Euphorie und Sorge liegt die eigentliche Herausforderung: KI ist weder Heilsbringerin noch Untergangsszenario, sondern eine Technologie, die bestehende Entscheidungs- und Machtstrukturen verändert. Daraus ergeben sich zentrale Fragen: Welche Aufgaben übernimmt die KI bereits heute? Wo werden Entscheidungen automatisiert und wo müssen Menschen die Kontrolle behalten? Und welche Regeln braucht es, um Transparenz, Verantwortung und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen?

Diese Themenseite bietet Orientierung: Sie erklärt grundlegende Funktionsweisen, zeigt konkrete Anwendungsfelder und ordnet Chancen und Risiken ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Künstliche Intelligenz so gestaltet werden kann, dass sie gesellschaftlichen Nutzen entfaltet und zugleich demokratisch kontrollierbar bleibt.

 

1. Was ist Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz beschreibt Technologien, die Aufgaben ausführen können, für die sonst menschliche Denkprozesse nötig wären: etwa das Lernen aus Beispielen, das Erkennen von Mustern oder das Treffen einfacher Entscheidungen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen von KI:

  • Schwache KI: Diese Systeme sind auf klar begrenzte Aufgaben spezialisiert. Beispiele sind Sprachassistenten, Empfehlungsalgorithmen, Spamfilter oder Navigationssysteme. Sie arbeiten zuverlässig, aber nur innerhalb ihres festgelegten Aufgabenbereichs. Alle heute existierenden KI-Systeme gehören zu dieser Kategorie.

  • Starke KI: Diese Form von KI wäre in der Lage, umfassend zu verstehen, flexibel zu lernen und nahezu jede geistige Aufgabe zu lösen, die auch ein Mensch bewältigen kann. Eine solche starke KI existiert aktuell nicht; sie ist ein langfristiges Ziel der Forschung.

 

2. Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

KI ist kein einzelnes Verfahren, sondern ein Zusammenspiel unterschiedlicher technischer Ansätze.

 

2.1 Unterteilung nach technischen Ansätzen

KI lässt sich grob aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: nach ihren methodischen Grundlagen (z. B. symbolisch oder datengetrieben) sowie nach konkreten Systemen wie der Robotik. Diese drei Bereiche lassen sich wiederum in feinere Teilmengen gliedern. In der Praxis werden sie häufig kombiniert, weshalb auch von hybrider KI die Rede ist.

Grafik mit der Unterteilung Künstlicher Intelligenz nach technischen Ansätzen Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Künstliche Intelligenz unterteilt nach technischen Ansätzen.
  • Robotik: KI gesteuert in physischer Form, z. B. in Fertigungsrobotern, Servicerobotern oder autonomen Systemen. Robotik verbindet KI‑gestützte Wahrnehmung (Sensorik), Entscheidungslogik sowie physische Umsetzung durch Mechanik und Elektronik.

    • Sensorik: Ermöglicht die Wahrnehmung der Umwelt durch die Verarbeitung von Sensordaten wie Kamerabildern, Lidar‑Informationen oder Audiosignalen. KI wird hier etwa zur Objekt‑, Situations‑ oder Umgebungserkennung eingesetzt.

    • Mechanik und Elektronik: Umfasst die physischen und elektronischen Komponenten von Robotern, z. B. Aktoren, Antriebe, Steuerungen und Energieversorgung. Sie sorgen dafür, dass KI‑basierte Entscheidungen in reale Bewegungen und Handlungen übersetzt werden können.

    • Autonome Systeme: Systeme, die auf Basis von Sensorik und Entscheidungslogik selbstständig handeln können, ohne dauerhaft menschlich gesteuert zu werden. Dazu zählen etwa autonome Fahrzeuge, Drohnen oder mobile Serviceroboter, die sich eigenständig orientieren und auf ihre Umwelt reagieren.

  • Symbolische und regelbasierte KI: KI, die mit Logik, Regeln oder Wissensdatenbanken arbeitet. Sie kommen etwa in Expertensystemen, Planungssoftware oder Entscheidungsunterstützung zum Einsatz.

    • Wissensrepräsentation und Wissensgraphen: Anwendungen, die Wissen strukturiert abbilden, damit Maschinen Zusammenhänge verstehen können, z. B. in Suchmaschinen oder Frage-Antwort-Systemen.

    • Planungs‑ und Optimierungsalgorithmen: KI, die Prozesse verbessert. Wird z. B. in der Routenplanung, für logistische Abläufe, Energieoptimierung oder Verkehrssteuerung eingesetzt.

  • Datengetriebene KI: KI‑Systeme, die auf statistischen Verfahren und maschinellem Lernen basieren und Muster aus großen Datenmengen erkennen. Sie werden u. a. zur Sprach‑ und Bilderkennung, Textanalyse, Prognose, Empfehlung oder Generierung von Inhalten eingesetzt und lernen ihr Verhalten nicht über explizite Regeln, sondern durch Training mit Beispieldaten. Je mehr Daten und je besser das Training, desto präziser werden die Ergebnisse.

 

2.2 Methodische Ansätze datengetriebener KI

Die heute verbreitete KI ist größtenteils datengetrieben. Dazu zählen Maschinelles Lernen, Deep Learning und insbesondere Generative KI. Die Begriffe bezeichnen unterschiedliche Ebenen und Ansätze innerhalb der KI.

Grafik zu methodischen Ansätze datengetriebener KI Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Methodische Ansätze datengetriebener KI als Mehrebenenmodell.
  • Maschinelles Lernen (ML): Ein Teilbereich datengetriebener KI: Systeme lernen eigenständig aus Beispielen.

    Typische Merkmale:

    • erkennt Muster statt explizit programmiert zu werden
    • benötigt Trainingsdaten (z. B. Bilder, Texte, Messwerte)
    • kann klassifizieren oder Vorhersagen treffen
    • Grundsatz: Je mehr Daten, desto genauer die Ergebnisse

  • Deep Learning (DL): Ein spezieller Bereich des maschinellen Lernens mit künstlichen neuronalen Netzen.

    Typische Merkmale:

    • besonders leistungsfähig bei Bildern, Sprache und Text

    • nutzt viele Ebenen („Schichten“), die Schritt für Schritt komplexere Merkmale erkennen

    • ist Grundlage moderner Durchbrüche wie autonomem Fahren, Sprachmodellen oder medizinischer Bildanalyse

  • Generative KI: Ein Teilbereich des Deep Learning, der neue Inhalte erzeugen kann.

    Typische Merkmale:

    • erstellt Texte, Bilder, Musik, Videos oder Code

    • kombiniert gelernte Muster zu neuen Inhalten

    • wird in Kreativbereichen, Bildung, Forschung und Wirtschaft eingesetzt

Datengetriebene KI lässt sich neben der hierarchischen Gliederung zusätzlich hinsichtlich ihrer Eigenschaften unterscheiden in sogenannte „Große“ und „Kleine Modelle“:

  • Große Modelle:

    • sehr viele Parameter (Konfigurationsvariablen)

    • hoher Rechen‑ und Energiebedarf

    • oft zentral betrieben (Cloud, Konzerne)

    • z. B. große Sprach‑ oder Bildmodelle

  • Kleine Modelle:

    • deutlich weniger Parameter (Konfigurationsvariablen)

    • effizienter, günstiger, robuster

    • lokal einsetzbar (Edge, Geräte)

    • oft spezialisiert auf konkrete Aufgaben

 

3. Chancen, Herausforderungen und Anwendungen Künstlicher Intelligenz

Die gesamtgesellschaftliche Wirkung von Künstlicher Intelligenz ist enorm und steht im Mittelpunkt jeder KI-Diskussion. Ihre Bedeutung erschöpft sich nicht in einzelnen Anwendungen, sondern entfaltet sich überall dort, wo KI zentrale Strukturen von Wirtschaft, Staat und öffentlicher Kommunikation prägt. Entscheidend ist daher weniger, dass KI eingesetzt wird, sondern wie, in welchem Umfang und unter welchen normativen Rahmenbedingungen.

 

Chancen und Herausforderungen auf einen Blick

Potenziale

Risiken

✅Steigerungen bei der Produktivität und neue Geschäftsmodelle

❌Desinformation und Deepfakes

✅Effizientere Prozesse in der Verwaltung

❌Risiken bei Datenschutz und Überwachung

✅Medizinische Fortschritte und bessere Diagnostik

❌Diskriminierung durch verzerrte Daten

✅Individuelle Lernangebote und breiterer Zugang zu Wissen

❌Wandel von Arbeitsplätzen und Qualifikationsanforderungen

✅Unterstützung von Forschung und Innovation

❌Machtkonzentration bei wenigen Technologieanbietern

✅Stärkung von Resilienz und Sicherheitsfähigkeit

❌Ethische und rechtliche Fragen autonomer Systeme

 

3.1 KI in Verwaltung und Staat: Effizienz und Rechtsstaatlichkeit

In Politik und öffentlicher Verwaltung kommt KI vor allem dort zum Einsatz, wo große Datenmengen verarbeitet, Abläufe standardisiert oder Entscheidungen vorbereitet werden müssen. Sie ist ein wichtiges Instrument beim Thema Staatsmodernisierung und kann maßgeblich zum Abbau von Bürokratie beitragen.

Sie verspricht:

  • effizientere Verfahren

  • schnellere Auswertungen und

  • eine bessere Nutzung knapper personeller Ressourcen

Anwendungen reichen von der automatisierten Bearbeitung von Anträgen über digitale Assistenzsysteme bis hin zu Prognose‑ und Planungstools.

Typische Einsatzfelder sind:

  • Bürgerkommunikation: Chatbots beantworten Standardfragen

  • Dokumentenbearbeitung: Automatisierte Erfassung und Analyse von Anträgen

  • Interne Prozesse: Vorprüfung von Vorgängen, Protokoll‑ und Berichtserstellung

  • Datenanalyse: Prognosen für Verkehrs‑, Schul‑ oder Ressourcenplanung

  • Smart Cities: Verkehrssteuerung, Energie‑ und Umweltmonitoring

  • Kriminalität und Innere Sicherheit: Erkennen von Betrugs‑ oder Cyberrisiken

Gerade im staatlichen Kontext ist der Einsatz von KI jedoch mit hohen Anforderungen verbunden. Staatliches Handeln muss nachvollziehbar, überprüfbar und rechtlich verantwortbar bleiben. KI-gestützte Systeme stellen diese Prinzipien vor neue Herausforderungen, insbesondere wenn Entscheidungslogiken nicht transparent sind oder sich die Verantwortung zwischen Mensch und System verschiebt.

 

🟦 Analyse:

Wie KI dazu beitragen kann, Verwaltungsverfahren effizienter zu gestalten und gleichzeitig Rechtsstaatlichkeit, Transparenz und Datenschutz zu wahren, analysiert die Publikation „Mehr Handlungsfähigkeit für die öffentliche Verwaltung mit Künstlicher Intelligenz“. Sie beleuchtet konkrete Einsatzmöglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den erfolgreichen KI-Einsatz im öffentlichen Sektor.

 

3.2 KI in Wirtschaft und Arbeitswelt: Produktivität und Wandel

Ökonomisch gehört KI zu den wirkungsvollsten Innovationstreibern der Gegenwart.

Sie:

  • steigert Produktivität

  • beschleunigt Innovationsprozesse und

  • ermöglicht neue Geschäftsmodelle.

KI‑gestützte Analyse‑ und Prognoseverfahren erlauben es, komplexe Märkte besser zu verstehen, Lieferketten robuster zu gestalten oder Forschung und Entwicklung effizienter zu organisieren. Besonders in wissensintensiven Branchen wirkt KI als Multiplikator menschlicher Fähigkeiten.

Anwendungsbeispiele aus Wirtschaft und Industrie sind:

  • Intelligente Produktion

    • Qualitätskontrolle: KI erkennt Fehler in Bauteilen per Bildanalyse

    • Predictive Maintenance: Wartungsbedarf wird vorhergesagt

    • Digitale Zwillinge: Produktionsabläufe werden virtuell simuliert

  • Robotik in der Fertigung

    • Roboter erkennen und montieren Bauteile selbstständig

    • Flexible Schweiß‑, Lackier‑ oder Montageprozesse

  • Kollaborative Roboter (Cobots)

    • Unterstützung bei Montagearbeiten

    • Entlastung bei schweren oder monotonen Tätigkeiten

    • hochrelevant für kleine und mittlere Betriebe

  • Autonome Logistik

    • Selbstfahrende Transportsysteme in Fabriken und Lagern

    • KI‑basierte Routen‑ und Materialplanung

  • Humanoide Robotik (Pilotprojekte)

    • Erste Tests für Logistik‑ und Unterstützungsaufgaben

    • Forschung und Demonstrationen, z. B. auf Industriemessen

Diese Beispiele zeigen: Künstliche Intelligenz verändert die Ökonomie in erheblichem Maße und wirkt damit unmittelbar auf die Arbeitswelt ein. Wo KI Prozesse automatisiert, optimiert oder unterstützt, verändern sich Tätigkeitsprofile, Qualifikationsanforderungen und Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Bei vielen Beschäftigten gehen diese Entwicklungen mit Sorgen und Unsicherheiten einher. Häufig genannt werden die Angst vor Arbeitsplatzverlust, vor zunehmender Leistungsüberwachung, vor Entwertung bestehender Qualifikationen oder vor einem wachsenden Anpassungsdruck im Arbeitsalltag. Besonders betroffen sind dabei Tätigkeiten, die stark standardisiert, datenbasiert oder wiederholbar sind.

Gleichzeitig betonen die meisten arbeits‑ und wirtschaftswissenschaftlichen Expertinnen und Experten, dass KI nicht zu einem flächendeckenden Abbau von Arbeit, sondern zu einem Strukturwandel führt. Automatisiert werden vor allem einzelne Aufgaben, nicht ganze Berufe. Zugleich entsteht in vielen Bereichen ein steigender Bedarf an analytischen, kreativen, koordinierenden und sozialen Kompetenzen. KI wirkt dort zunehmend als Werkzeug zur Unterstützung menschlicher Arbeit, etwa in der Entscheidungsfindung, der Wissensverarbeitung oder der Prozesssteuerung.

Bildung, kontinuierliche Weiterbildung und die gezielte Qualifizierung von Beschäftigten werden zu Schlüsselfaktoren für einen sozial verträglichen Wandel. Ohne entsprechende politische und betriebliche Flankierung besteht jedoch die Gefahr neuer Formen wirtschaftlicher Ungleichheit oder einer wachsenden Abhängigkeit von wenigen daten‑ und kapitalstarken Akteuren.

Auch ökologische Aspekte gewinnen an Bedeutung. Während KI Effizienzgewinne und personelle Ressourceneinsparungen ermöglicht, gehen leistungsfähige Modelle mit einem hohem Energie‑ und Ressourcenverbrauch einher.

 

3.3 KI in Bildung, Öffentlichkeit und Demokratie: Information und Einfluss

Sehr komplex sind die Bedeutung und der Einsatz von KI für demokratische Öffentlichkeit und politische Meinungsbildung.

Algorithmische Systeme:

  • strukturieren Informationsräume

  • entscheiden über Sichtbarkeit und Reichweite von Inhalten und

  • beeinflussen, welche Themen öffentliche Aufmerksamkeit erhalten

Mit dem Aufkommen generativer KI verschärft sich diese Entwicklung: Texte, Bilder oder Videos lassen sich in großer Zahl, mit geringem Zeitaufwand und schwer unterscheidbar von menschlich erzeugten Inhalten produzieren.

Diese Entwicklung birgt erhebliche Risiken für demokratische Prozesse. KI‑gestützte Desinformation, Deepfakes oder emotionalisierte, zielgruppenspezifische Inhalte können Vertrauen in Medien, Institutionen und politische Akteure untergraben, selbst wenn sie später widerlegt werden. Hinzu kommt das gezielte Micro‑Targeting, bei dem politische Botschaften mithilfe von KI stark auf einzelne Gruppen oder Emotionen zugeschnitten werden. Öffentliche Gegenrede und Transparenz werden dadurch erschwert.

Die Grenze zwischen legitimer politischer Kommunikation und gezielter Manipulation wird unschärfer. Damit steht nicht nur die Qualität öffentlicher Debatten, sondern auch die Legitimität demokratischer Entscheidungsprozesse auf dem Spiel.

 

🟦 Analyse:

Welche Auswirkungen KI-generierte Inhalte und insbesondere Deep Fakes auf demokratische Wahlen haben können, untersucht die Studie „Der Einfluss von Deep Fakes auf Wahlen“. Sie analysiert Risiken für politische Meinungsbildung und diskutiert mögliche Gegenmaßnahmen.

 

Zugleich kann KI aber auch gesellschaftliche Teilhabe fördern und den Bildungssektor gezielt stärken, etwa durch:

  • barrierefreie Zugänge zu Informationen

  • Übersetzungsdienste oder

  • individualisierte Bildungsangebote

Vor allem im Bereich der schulischen oder universitären Bildung ruhen viele Hoffnungen auf dem Einsatz von KI: Sie verändert Lehren und Lernen grundlegend, indem sie personalisierte Lernangebote ermöglicht, Lehrkräfte von Routinetätigkeiten entlastet und den Zugang zu Bildung erleichtert. Die intensive Beschäftigung mit KI und eine angemessene Vermittlung von Medien- und KI-Kompetenz kann zudem die Fähigkeit Deepfakes und Desinformationen zu erkennen, schärfen und damit die Resilienz einer demokratischen Öffentlichkeit stärken.

Dennoch bringt ihr Einsatz im Bildungssektor neue Herausforderungen mit sich, z. B. wenn es um den verantwortungsvollen Umgang mit KI‑Tools und um die Gefahr wachsender Bildungsungleichheiten geht. Expertinnen und Experten betonen daher, dass KI den Unterricht sinnvoll unterstützen, aber nicht den menschlichen Faktor ersetzen kann. Das gilt sowohl für die Kreativität und Gestaltung des Unterrichts durch Lehrkräfte als auch für die erbrachten Leistungen von Kindern und Jugendlichen.

 

🟦 Analyse:

Welche konkreten KI-Methoden bereits heute im Bildungsbereich eingesetzt werden können und welche Potenziale sich für personalisierte Lernprozesse, individuelle Förderung und Bildungsorganisation ergeben, zeigt die Analyse „KI-Methoden für konkrete Herausforderungen in der Bildung“.

 

3.4 KI im Medizin‑ und Gesundheitsbereich: Präzision und Verantwortung

Der Gesundheitssektor ist für KI-Anwendungen ein ideales Testfeld mit enormem und vielfältigem Potenzial.

KI‑gestützte Systeme unterstützen bereits heute bei:

  • Bildgebung und Diagnostik: Hilfestellung bei CT‑, MRT‑ oder Hautkrebsanalysen

  • klinischen Entscheidungen: Risikobewertungen bei komplexen Fällen

  • Medikamentenentwicklung: Schnellere Wirkstoffsuche durch Datenanalyse

  • Public Health: Vorhersage von Krankheitsausbrüchen

  • Krankenhausorganisation: Planung von Kapazitäten und Ressourcen

  • digitalen Gesundheitsanwendungen: Apps zur Symptom‑ oder Therapiebegleitung

KI kann medizinische Forschung erheblich beschleunigen, Diagnostik präziser und Prozesse effizienter machen.

Allerdings gilt der Medizin- und Gesundheitsbereich als besonders sensibel. Entscheidungen betreffen individuelle Gesundheit, intime Daten und hohe ethische Standards. Fehlerhafte Modelle, verzerrte Datengrundlagen oder mangelnde Transparenz können somit gravierende Folgen haben.

 

🟦 Analyse:

Wie Künstliche Intelligenz und digitale Gesundheitsanwendungen Diagnostik, Versorgung und Gesundheitsmanagement verändern können, beleuchtet die Publikation „Bits und Bytes für die globale Gesundheit“. Dabei werden sowohl Potenziale als auch ethische, regulatorische und gesellschaftliche Herausforderungen betrachtet.

 

3.5 KI in Sicherheit, Militär und Verteidigung: Resilienz und Souveränität

Künstliche Intelligenz ist auch im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu einem wichtigen strategischen Faktor geworden. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Bedeutung von Drohnen, digitaler Aufklärung und KI-gestützten Systemen für moderne Konflikte deutlich vor Augen geführt. Viele Staaten investieren daher verstärkt in eigene KI-Kompetenzen, um ihre Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit zu stärken und technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.

 

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Auslandsinfo Spotlight: Drohnen, KI und Zeitenwende

Ulrike Franke über die Zukunft der Kriegsführung

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Der sicherheitspolitische Nutzen von KI geht dabei weit über autonome Waffen und Drohnensysteme hinaus. Sie unterstützt die Analyse großer Informationsmengen, die frühzeitige Erkennung von Risiken sowie die Bewältigung komplexer Krisen- und Bedrohungslagen. Dadurch kann KI einen Beitrag zur Resilienz von Staat und Gesellschaft sowie zur Handlungsfähigkeit in sicherheitspolitischen Krisensituationen leisten.

Typische Einsatzfelder sind:

  • Innere Sicherheit

    • Erstellung von Gefahrenanalysen und Lagebildern

    • Schutz kritischer Infrastrukturen

    • Unterstützung von Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement

    • Erkennung von Betrugs-, Extremismus- und Sicherheitsrisiken

  • Cybersicherheit

    • Identifizierung und Analyse von Cyberangriffen

    • Schutz staatlicher und privater IT-Systeme

    • Auswertung großer Datenmengen in Echtzeit

    • Stärkung digitaler Resilienz und technologischer Souveränität

  • Äußere Sicherheit und Verteidigung

    • Aufklärung und Auswertung von Satelliten- und Sensordaten

    • Unterstützung militärischer Planungs- und Entscheidungsprozesse

    • Einsatz autonomer und teilautonomer Systeme

    • Vernetzung und Analyse komplexer militärischer Lagebilder

 

🟦 Analyse:

Welche Bedeutung Künstliche Intelligenz für Verteidigungsfähigkeit, Resilienz, Cybersicherheit und technologische Souveränität besitzt, diskutiert die Analyse „Mehr KI für Verteidigung und Resilienz“. Sie zeigt auf, welche strategischen Konsequenzen sich für Deutschland und Europa aus der zunehmenden sicherheitspolitischen Bedeutung von KI ergeben.

 

Gleichzeitig wirft ihr Einsatz besondere ethische, rechtliche und sicherheitspolitische Fragen auf. Der Umgang mit autonomen Systemen verdeutlicht exemplarisch, wie wichtig menschliche Kontrolle, klare Verantwortlichkeiten und die Wahrung rechtsstaatlicher sowie ethischer Grundsätze bleiben.

 

4. Regulierung und Gestaltung: Welche KI soll unsere Gesellschaft prägen?

Die vielfältigen Wirkungen Künstlicher Intelligenz machen deutlich, dass ihr Einsatz nicht allein eine technische Frage ist. KI berührt grundlegende gesellschaftliche Werte und politische Ordnungsprinzipien. Regulierung wird damit zu einer zentralen Gestaltungsaufgabe: Sie soll Risiken begrenzen, ohne Innovation zu ersticken, und Vertrauen schaffen, ohne technologische Entwicklung vorschnell zu verengen.

Dabei ist Regulierung von KI kein Zustand, sondern ein dauerhafter Aushandlungsprozess. Sie bewegt sich in Spannungsfeldern, in denen zentrale gesellschaftliche Normen miteinander konkurrieren. Diese Normenkonflikte offen zu benennen, ist Voraussetzung für eine realistische und verantwortungsvolle KI‑Politik.

 

4.1 Effizienz vs. Transparenz

Ein zentraler Konflikt besteht zwischen Effizienz und Transparenz. KI‑gestützte Systeme entfalten ihre Leistungsfähigkeit häufig gerade durch ihre Komplexität. Je schneller und leistungsfähiger sie werden, desto schwieriger ist es, ihre Entscheidungswege vollständig nachzuvollziehen. Gleichzeitig sind Transparenz und Erklärbarkeit zentrale Voraussetzungen für demokratische Kontrolle, insbesondere dort, wo KI Entscheidungen vorbereitet oder trifft, die erhebliche Auswirkungen auf Menschen haben. Regulierung muss hier abwägen: Nicht jede Anwendung erfordert maximale Erklärbarkeit, doch überall dort, wo Verantwortung, Rechte oder staatliche Entscheidungen betroffen sind, darf Effizienz nicht auf Kosten der Nachvollziehbarkeit gehen.

 

4.2 Sicherheit vs. Freiheit

Ein weiterer grundlegender Zielkonflikt zeigt sich zwischen Sicherheit und Freiheit. KI kann dazu beitragen, Bedrohungen früher zu erkennen, Betrug aufzudecken oder kritische Infrastrukturen zu schützen. Gleichzeitig birgt sie das Risiko weitreichender Überwachung, tiefgreifender Profilbildung und eines schleichenden Verlusts informationeller Selbstbestimmung. Gerade im sicherheitsrelevanten Bereich stellt sich daher die Frage, wo Schutz legitimer Interessen endet und wo unverhältnismäßige Eingriffe in Freiheitsrechte beginnen. Eine demokratische KI‑Gestaltung muss diese Grenze bewusst ziehen und immer wieder überprüfen.

 

4.3 KI und Ethik: Verantwortung im digitalen Zeitalter

Ein zentrales ethisches Risiko liegt in der Diskriminierung durch verzerrte Daten oder algorithmische Vorannahmen. Wenn KI bestehende Ungleichheiten reproduziert oder verstärkt, kann dies zu Benachteiligung bestimmter Gruppen führen. Ebenso problematisch ist der Einsatz von KI in Bereichen, in denen Überwachung, Profilbildung oder biometrische Erfassung stattfinden und Grundrechte wie Privatheit oder Freiheit eingeschränkt werden können.

 

4.4 Welche Art der Regulierung brauchen wir?

Unter Einbeziehung der oben genannten Spannungsfelder zielen aktuelle Regulierungsansätze darauf ab, Risiken kontextabhängig zu bewerten. Nicht jede KI‑Anwendung ist gleich problematisch. Entscheidend sind Einsatzgebiet, Wirkungstiefe und mögliche Folgen für Grund‑ und Menschenrechte. Regulierung wird so weniger als pauschales Verbot verstanden, sondern als Rahmen, der klare Mindeststandards setzt, Verantwortlichkeiten definiert und besonders sensible Anwendungen strengen Anforderungen unterwirft.

Damit wird deutlich: Die entscheidende Frage lautet nicht, wie viel Regulierung, sondern welche Art von Regulierung notwendig ist. Eine KI, die gesellschaftlichen Nutzen entfalten soll, braucht Regeln, die Innovation ermöglichen und zugleich Missbrauch, Diskriminierung und Manipulation wirksam begrenzen. Regulierung ist damit keine Bremse technischer Entwicklung, sondern eine Voraussetzung für ihre demokratische Legitimation und nachhaltige Akzeptanz.

Im Zusammenhang mit Regulierung wird KI zunehmend auch als Frage technologischer Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Souveränität diskutiert. Die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme konzentriert sich derzeit auf wenige globale Akteure, insbesondere in den USA und China. Für Europa stellt sich deshalb die Herausforderung, eigene Innovations- und Technologiefähigkeiten zu stärken und gleichzeitig seine Werte und regulatorischen Standards zu bewahren.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Europäische Union mit der KI‑Verordnung (EU AI Act) einen risikobasierten Regulierungsansatz. Ziel ist es, Innovation zu fördern und zugleich den Schutz von Grund‑ und Menschenrechten sicherzustellen. KI‑Anwendungen werden je nach potenziellem Risiko unterschiedlich behandelt: Während Systeme mit geringem Risiko kaum reguliert werden, unterliegen Hochrisiko‑Anwendungen strengen Transparenz‑, Dokumentations‑ und Kontrollpflichten; besonders problematische Praktiken sind verboten.

 

EU AI Act: Risikobasierter Ansatz

 

Grundprinzip: Je höher das Risiko einer KI-Anwendung, desto strenger die regulatorischen Anforderungen.

 

🟩 Minimales Risiko: Keine oder nur geringe Anforderungen

🟨 Begrenztes Risiko: Transparenzpflichten

🟧 Hohes Risiko: Strenge Maßstäbe und Kontrollen

🟥 Unvertretbares Risiko: Verbot

 

International unterscheiden sich die Ansätze deutlich. Während die EU auf verbindliche Regeln setzt, verfolgen die USA auf Bundesebene primär einen marktorientierten Ansatz mit freiwilligen Leitlinien, der jedoch im Zusammenspiel mit dem föderalen System zu einem teils uneinheitlichen regulatorischen Gefüge in den einzelnen Bundesstaaten führt. China hingegen baut als nichtdemokratischer Akteur ein System auf, das staatliche Kontrolle mit gezielter Förderung verbindet. Der europäische Weg ist damit auch eine bewusste wertepolitische Entscheidung: Er soll Vertrauen in KI stärken, demokratische Kontrolle sichern und verantwortungsvolle Innovation im Binnenmarkt ermöglichen.

 

5. Unsere Haltung zu KI: Die Konrad-Adenauer-Stiftung im Themenfeld

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung ist KI weit mehr als ein Technologiethema. Sie ist Teil unserer Zukunft, die wir gemeinsam gestalten. Wir verfolgen ihre Entwicklung offen und interessiert, zugleich aber mit nüchternem Blick: Weder Hype noch pauschale Verunsicherung werden uns beim Thema zielführend voranbringen. Entscheidend ist ihre konkrete Ausgestaltung sowie eine sachliche Auseinandersetzung mit Chancen, Risiken und Einsatzmöglichkeiten.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht daher die Frage: Wie können wir die Potenziale von KI für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt nutzen, ohne Freiheit, demokratische Kontrolle und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden.

 

Dabei leiten uns die folgenden Grundgedanken:

 

  • KI muss dem Menschen dienen: Technologischer Fortschritt ist kein Selbstzweck. Künstliche Intelligenz sollte Menschen unterstützen, ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

  • Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bleiben der Maßstab: Auch im KI-Zeitalter müssen Entscheidungen nachvollziehbar, Grundrechte geschützt und staatliches Handeln demokratisch kontrollierbar bleiben. 

  • Innovation und Verantwortung gehören zusammen: Die Chancen von KI können nur genutzt werden, wenn Innovation ermöglicht, Risiken offen benannt und Verantwortlichkeiten klar geregelt werden.

  • Regulierung braucht Augenmaß: KI benötigt klare Regeln. Diese sollten Risiken wirksam begrenzen, ohne Innovation und Wettbewerbsfähigkeit unnötig einzuschränken.

  • Europa muss technologisch handlungsfähig bleiben: KI ist auch eine Frage von Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Souveränität. Europa sollte eigene technologische Kompetenzen stärken und gemeinsame europäische Antworten auf die Herausforderungen des KI-Zeitalters entwickeln.

 

Die genannten Leitgedanken sind für uns keine abstrakten Prinzipien. Sie werden dort konkret, wo KI Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verändert und politische Gestaltung erforderlich macht. Deshalb konzentrieren wir uns mit unserer Arbeit auf jene Themenbereiche, in denen sich die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz besonders deutlich zeigen. Inhaltliche Schwerpunkte setzen wir vor allem bei:

  1. Demokratie, Medien und politische Kommunikation: Wir analysieren die Auswirkungen von KI auf öffentliche Debatten, politische Meinungsbildung und demokratische Prozesse. Dabei befassen wir uns unter anderem mit Desinformation, Polarisierung, dem Wandel des Journalismus sowie den Möglichkeiten und Herausforderungen von KI für die parlamentarische Praxis.

  2. Recht, Ethik und Governance: Ein sehr breites, aber wichtiges Themenfeld stellen die rechtlichen, ethischen und politischen Rahmenbedingungen von KI dar. Dazu gehören Fragen der Regulierung, der europäischen KI-Governance sowie der Verantwortung und Transparenz beim Einsatz intelligenter Systeme, die wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

  3. Verwaltung und Staat: KI hat das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zur Staatsmodernisierung zu leisten. Effizientere Verfahren, schnellere Bearbeitungszeiten und nutzerfreundlichere Verwaltungsangebote können dazu beitragen, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in staatliches Handeln zu stärken. Deshalb beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz in Verwaltung und öffentlichem Sektor sowie mit der Frage, wie Effizienzgewinne, Rechtsstaatlichkeit und Bürgernähe miteinander verbunden werden können.

  4. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur sowie Sicherheit und Verteidigung: Darüber hinaus setzen wir uns mit den Auswirkungen von KI auf Bildungssysteme, das Gesundheitswesen, die Energie- und Digitalinfrastruktur sowie sicherheits- und verteidigungspolitische Fragestellungen auseinander. Dabei interessieren uns sowohl die Potenziale dieser Technologien als auch die gesellschaftlichen, ethischen und politischen Anforderungen an ihren verantwortungsvollen Einsatz.

Mit Workshops, Seminaren, Vortragsveranstaltungen, Publikationen sowie nationalen und internationalen Dialogformaten schaffen wir Räume für Orientierung, Wissenstransfer und gesellschaftlichen Austausch. Unser Ziel ist es, zu einer faktenbasierten Debatte über die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz beizutragen und Impulse für ihre verantwortungsvolle Gestaltung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu setzen.


Unsere Angebote und Projekte zum Thema

Ausgewählte Publikations- und Webseitenprojekte

Über einzelne Publikationen zu bestimmten Aspekten Künstlicher Intelligenz hinaus hat die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Reihe unterschiedlicher Publikations- und Webseitenprojekte zum Thema durchgeführt, von denen wir Ihnen hier eine Auswahl präsentieren.

3 Jahre ChatGPT – eine Zwischenbilanz

 

Vor drei Jahren stellte OpenAI die Anwendung ChatGPT einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Anlässlich dieses Jubiläums haben wir mit verschiedenen Expertinnen und Experten sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu Ihren Perspektiven auf ChatGPT gesprochen. Sie berichten von den Vor- und Nachteilen, den Chancen und Risiken der Anwendung.

 

Mehr erfahren über die ChatGPT-Interviews

Web3 und Blockchain

 

Das Internet entwickelt sich ständig weiter: von Web1 über Web2 zu Web3. Web1 war das statische Internet, Web2 brachte soziale Netzwerke und Interaktivität, und Web3 könnte mehr Sicherheit, Privatsphäre und Nutzerautonomie bringen. Die Grundlage von Web3 ist die Blockchain-Technologie, die über dezentrale Strukturen Innovationen wie Smart Contracts, Token oder Krypto- und Digitalwährungen hervorbrachte. Für die Entwicklung der Künstlicher Intelligenz könnte sie zudem zu mehr Datenschutz beitragen und die digitale Souveränität fördern. Im Folgenden finden Sie dazu Grundlagenstudien und Einblicke in konkrete Anwendungsfelder.

 

Mehr erfahren über Web3 und Blockchain-Technologien

Quantencomputer und deren Bedeutung für die Gesellschaft

 

Ob ökonomisch oder im gesellschaftlichen Kontext – Quantencomputing besitzt große Potenziale. Die Technologie der Quantencomputer stellt einen bedeutenden technischen Fortschritt dar. Unsere Publikationen zu dieser bahnbrechenden Zukunftstechnologie setzen sich mit den Potenzialen von Quantencomputern, deren Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten auseinander.

 

Mehr erfahren über die Quantencomputing-Publikationen

Künstliche Intelligenz und Menschenrechte

 

Mit einer dreiteiligen Publikationsserie möchten wir aufzeigen, dass Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur die Produktivität einer Wirtschaft vorantreibt, sondern auch Individuen dazu befähigt, ihre eigenen Rechte einzufordern und durchzusetzen. Im Rahmen zweier Experteninterviews und einer interaktiven Webpublikation widmen wir uns den rechtlichen Implikationen, dem Design-Aspekt bei der Mensch-Maschine-Interaktion und verdeutlichen anhand von Beispielen, wie KI im jetzigen Entwicklungsstadium Menschenrechte stärkt.

 

Mehr erfahren über Künstliche Intelligenz und Menschenrechte


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Kapcsolat Leonie Mader
Leonie_Mader
Referentin für Künstliche Intelligenz
Leonie.Mader@kas.de +49 30 26996-3319
Analysen und Argumente
NongAsimo, stock.adobe.com
2025. november 26.
Elolvasom
Analysen und Argumente
KI-geniert mit Adobe Firefly, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
2025. március 18.
Elolvasom

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Publikationen, Veranstaltungen und Medienbeiträge zum Thema

So vielschichtig wie das Thema, so breit und facettenreich unsere Beiträge!

Ob Experteninterview, Fachpublikation oder heiße Debatte – klicken Sie sich durch und finden Sie garantiert das für Sie passende Format!

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Publikációk a témában

Portrait

Von ChatGPT zur europäischen KI-Strategie

Bausteine für eine verantwortungsvolle Digitalisierung

Drei Jahre ChatGPT NongAsimo, stock.adobe.com

Drei Jahre ChatGPT – eine Zwischenbilanz

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Was vor zwei Jahren nur die Großen machen konnten, wird bald auch für öffentliche Institutionen erschwinglich sein

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Agenten können zu Resultaten kommen, aber es braucht immer noch die Einschätzung von Expertinnen und Experten, ob etwas Sinn ergibt und wirklich neu ist.

Portrait

ChatGPT in der Versicherungswirtschaft

KI gibt es nicht zum Nulltarif

Portrait

ChatGPT im Krankenhaus

Mit künstlicher Intelligenz können wir die Effizienz extrem steigern – und das müssen wir auch.

Portrait

ChatGPT im Journalismus

KI schafft einen Innovationsschub im Journalismus. Es ist aber nicht damit getan, nur ChatGPT zu öffnen und sich Texte umformulieren zu lassen.

Portrait

ChatGPT aus Sicht eines Dolmetschers

Immer da, wo menschliche Interaktion ins Spiel kommt, wo es um Interpretation und Sinn geht, kommt ChatGPT an seine Grenzen.

Portrait

ChatGPT aus Sicht des EU-Parlamentes

Die Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 war ein echter Wendepunkt

Portrait

ChatGPT aus ökonomischer Perspektive

Für OpenAI ist das aktuell ein Verlustgeschäft

Portrait

ChatGPT aus ökologischer Perspektive

Wir haben noch nicht gelernt, den Verbrauch zu erfassen und einzuschätzen

Portrait TH Köln, 2025

ChatGPT aus juristischer Sicht

Die Möglichkeiten der KI sind enorm – die Gefahren aber auch.

Portrait Britta Matthes

ChatGPT aus Arbeitsmarkt-Perspektive

Viele Unternehmen in Deutschland haben noch gar nicht die richtigen Voraussetzungen dafür, KI produktiv einzusetzen.

Kas.de

„Ein Mittel des Friedens und des Dialogs“

Zur Aktualität der Katholischen Soziallehre unter Papst Leo XIV.

Kas.de

Mehr als ein Hype

TikTok und andere Social Media in der Journalistenausbildung

Cover ktsimage

Beyond Fragmentation: Policy Options for Digital Harmonization

Reflexionen des zweiten KAS-WISC Rundtischgesprächs zu digitalem Handel

Kas.de

Von der Kohle zur KI

Nordrhein-Westfalen als innovatives Industrieland der Zukunft

Quantentechnologie und Deutschlands Sicherheitspolitik Generiert mit der KI Adobe Firefly, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Quantentechnologie und Deutschlands Sicherheitspolitik: Eine Geopolitische Notwendigkeit

Schlüsseltechnologie mit enormem Potenzial für militärische und zivile Anwendungen

Coverbild Politsnack KI KAS

Conrad – Ein Quantensprung in der politischen Kommunikation

Firefly Ein futuristisches Schachspiel auf einem lebendigen, hochmodernen Schachbrett symbolisiert KI-geniert mit Adobe Firefly, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

KI-Robotik als Wettbewerbsvorteil

Mit intelligenten Maschinen an die Spitze

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Publikációk a témában

Gruppenfoto Beke-Bramkamp

Chance und Herausforderung: KI im Gesundheitsbereich

Werkstattgespräch „KI im Krankenhaus“

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Médiatéka

IKPK24

IKPK24: Dr. Katja Munoz zu Künstlicher Intelligenz in Wahlkämpfen

Im Interview erläutert Dr. Katja Munoz, Research Fellow GDAP, die Auswirkungen von KI auf die Demokratie, die Vulnerabilitäten und wie KI in Europa und Deutschland genutzt wurde.

Elolvasom
Erststimme #98: Lara & Elias (KI)

Ein Gespräch zum Thema „Künstliche Intelligenz“

Wie funktioniert eigentlich „Künstliche Intelligenz“ und wie berühren uns diese neuen Anwendungen im Alltag? Kann KI diese Fragen beantworten? Erfahren Sie hier mehr!

Elolvasom
Hi Ai – der KI-Kongress für alle

Künstliche Intelligenz ist Chance für unsere Demokratie

Auf unserem KI-Kongress haben wir gemeinsam mit unseren Partnern & spannenden Speakern die Multiperspektive von KI aufgezeigt.

Hi Ai – der KI-Kongress für alle

Künstliche Intelligenz & die neue Art, zu lernen

Wir müssen darüber sprechen, wie KI systematisch im Bildungssektor eingesetzt werden kann, um Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zu befähigen und zu fördern.

Hi Ai – der KI-Kongress für alle

AI meets Education auf unserem KI-Kongress

Im Bildungsbereich unterstützen KI-Assistenzen Lehrkräfte, jedoch ohne sie zu ersetzen. In Workshops und Panels konnten wir konkrete Take-aways identifizieren.

Digitaler Dependenz Index

Digitale Autonomie in der EU "kaum mehr als eine Illusion"

Deutschlandfunk Nova greift unsere neue Studie zur Abhängigkeit der Digitalwirtschaft auf.

Elolvasom
KI in der Medizin

Die KI-Strategie der Charité

KI in der medizinischen Behandlung und als elementares Werkzeug für die Digitalisierung - ein Gespräch mit Martin Peuker, CIO der Charité.

KI Made in Europe

Aleph Alpha: KI-Forschung aus Europa

Jonas Andrulis, CEO von Aleph Alpha, erklärt im Expertenvideo, wie KI-Forschung aus Europa die europäische Souveränität im digitalen Raum sichert.

KI und die EU

Kommentar zum EU KI-Weißbuch

Ein Interview mit Ronja Kemmer, MdB, über die Stellungnahme des Bundestages zum KI-Weißbuch der Europäischen Kommission.

Quantencomputing

Quantencomputer und ihre Bedeutung für die Gesellschaft

Ein Erklärvideo über die grundlegenden Prinzipien und Potenziale des Quantencomputing.

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