Die Zeitung erzählt die Geschichte der Präsidentschaftswahlen, genauer gesagt, stellt die Ereignisse der Wahlnacht dar, als eine friedliche Bürgerdemonstration gegen gefälschte Wahlergebnisse brutal durch Polizei- und Spezialkräfte niedergeschlagen wurde. Zwei Versionen der Ereignisse werden parallel dargestellt. Die erste Version zeigt, wie die Ereignisse durch das Regime interpretiert und in den staatlichen Massenmedien dargestellt sind. Die Zweite ist eine Zusammenstellung der Informationen der unabhängigen Medien, die lediglich als Internetportale existieren, z. B. Blogs, Webseiten der Opposition, Zeugenaussagen von Opfern, Leserkommentare.
Die Zeitung beschreibt die gesellschaftlich-politische Situation des Landes bis Mitte Januar 2011. Jetzt, zwei Monate nach der Razzia gegen die Opposition in Belarus, ist der Großteil der Hunderte von Inhaftierten freigelassen worden. Nichtsdestotrotz dauert die Welle politischer Repressionen an: die Büros demokratischer Parteien sowie NGO’s werden nach wie vor durchsucht und die Aktivisten der Opposition sowie einfache Bürger, die ihren politischen Willen auf dem Oktoberplatz ausdrückten, durch Polizei und KGB drangsaliert. Über 50 Personen, darunter einige Präsidentschaftskandidaten und Führer von Oppositionsparteien, stehen entweder unter Verdacht oder sind wegen „Massenunruhen“ angeklagt. Ein Teil der Personen befindet sich in Haft, unter Hausarrest oder Ausreiseverbot; mehreren droht nach dem Strafgesetzbuch der Republik Belarus eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren.
Wir rufen alle auf, Solidarität mit der belarussischen Zivilgesellschaft zu zeigen und fordern die sofortige Einstellung politischer Repressionen im Lande. Machen Sie mit!
Die Autorin des Projektes ist Marina Naprushkina, 29, politische Aktivistin und Künstlerin, die im Moment in Berlin arbeitet. Frau Naprushkina ist in Minsk geboren und aufgewachsen; sie absolvierte die A.Hlebau Kunstschule in Minsk und die Städelschule in Frankfurt/Main. Marina Naprushkina arbeitet in verschiedene Medien: Malerei, Video, Installationen. “Büro für Antipropaganda” ist eines ihrer wesentlichen Projekte, bei dem es ihr um die Erforschung der Mechanismen politischer Propaganda geht.
Marina Naprushkina wurde bei dieser Arbeit unterstützt von Olga Kopenkina, Yana Saturn, und Tobias Weihmann.
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erscheinungsort
Minsk Belarus