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Für Freiheit – und Antisemitismus?

Michael Blume

Verschwörungsmythologische Tendenzen in der Corona-Krise

Proteste gegen staatliche Maßnahmen zur Corona-Pandemie-Bekämpfung haben massiven Zulauf, besonders in Baden-Württemberg. Die Protestbewegungen lassen sich als „glokalistische Gruppen“ einordnen. Diese nutzen globale Medien und Erzählungen, um die politische Globalisierung als Verschwörung anzuprangern. Gleichzeitig stärken sie so regionale Identitäten. Unser Analysen und Argumente wirft einen Blick auf die Protestbewegungen und gibt Handlungsempfehlungen, wie sie sich eindämmen lassen.
  • Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hatten sog. „Corona-Proteste“, die sich gegen staatliche Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung wenden, massiven Zulauf. Hauptinitiator der Proteste in Deutschland ist die Stuttgarter Gruppe Querdenken 711.
  • Viele Parolen und Narrative der Corona-Protestbewegungen bedienen sich verschwörungsmythologischer und antisemitischer Motive und Narrative.
  • Die Protestbewegungen können als „glokalistische Gruppen“ eingeordnet werden. Diese nutzen globale Medien und Erzählungen, um die politische Globalisierung als Verschwörung anzuprangern und gleichzeitig lokale und regionale Identitäten zu stärken.
  • Die besondere Popularität glokalistischer Protestgruppen in Baden-Württemberg hat ihre Ursachen in spezifischen politischen, kulturellen und historischen Entwicklungen und Wahrnehmungen im Südwesten Deutschlands.
  • Aufklärung, Dialog, die Etablierung bürgernaher Medienformate und eine stärkere Einbindung in politische Entscheidungsprozesse können helfen, die Verbreitung von Verschwörungstheorien und glokalistischen Protestbewegungen einzudämmen.

Die ganze Analyse gibt es als PDF zum Download.

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Dr. Andreas Jacobs

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