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„Eine famose Idee“

Wulff würdigt „Adenauer-Exchange“ und übernimmt Schirmherrschaft für Alumni-Netzwerk

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des „Adenauer Exchanges” vom American Jewish Committee und der Konrad-Adenauer-Stiftung haben Alumni ein Netzwerk gegründet. Schirmherr ist der frühere Bundespräsident Christian Wulff.
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Wulff, der 1984 an dem jährlich stattfindenden Austauschprogramm teilnahm, sagte bei einer Festveranstaltung in Berlin: „Ich wünsche mir, dass die bis heute 800 Alumni einen aktiven dauerhaften Beitrag für Verständigung zwischen den Religionen und den Menschen leisten und so für eine bessere Welt sorgen.“ Das Verbindende aller Alumnis des Austauschprogramms sei, dass sie sich aufgerufen fühlen, gegen Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass, Phobien, Diskriminierung und Antisemitismus zu Felde zu ziehen und nicht zu schweigen, wenn sie in ihrem Umfeld genau das erlebten. Der „Exchange“ sei ein „phänomenales Programm“ sowie eine „famose Idee einander besser kennenzulernen“.

Ihm habe die Teilnahme an dem Austausch und der Aufenthalt bei seinen jüdischen Gasteltern damals eine vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ermöglicht. Er empfinde bis heute Dankbarkeit für die Chance eines Neubeginns nach 1945 und dafür, dass die Opfer der NS-Gewaltherrschaft sowie deren Nachkommen und Angehörige zur Versöhnung bereit waren. „Heute sind wir glücklich, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder gedeiht“, so der Bundespräsident a.D.. „Das ist ein unermessliches Geschenk für uns alle.“

"Wir haben aus der Geschichte gelernt"- 35 Years of AJC-KAS Partnership

Wulff schlug aber auch nachdenkliche Töne an. 70 Jahre nach Kriegsende nehme er ein abgeschwächtes Interesse der USA an Deutschland wahr. Hierzulande wiederum scheint die Erinnerung daran zu verblassen, in welchem ungeheuren Ausmaß Deutschland geholfen wurde. „Wir haben den Amerikanern viel zu verdanken.“ Das öfter auszusprechen wäre wichtig, da die transatlantischen Beziehungen weiter der Eckpfeiler der Demokratien der Welt seien. Das dürfe niemals vergessen werden.

Vor Wulff sprach der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering. Auch er betonte die Bedeutung des Adenauer-Exchanges für die deutsch-jüdischen Beziehungen. Das damals erste deutsch-amerikanisch-jüdische Projekt überhaupt sei eines der „wichtigsten Projekte“ der Konrad-Adenauer-Stiftung und ein „Flaggschiff“. Mit ihm gelinge es, Brücken zu bauen und gegenseitiges Vertrauen herzustellen. Angesichts weltweiter Krisen sei die Idee hinter dem Austausch aktueller und notwendiger denn je.

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Berlin Deutschland