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"Building Bridges between Islam and Judaism"

de Amos Helms

29. 08. 2003, Jerusalem

Seit Beginn der zweiten Intifada im Oktober 2000 und der anhaltenden gegenseitigen Entfremdung kamen viele Dialogmaßnahmen zwischen Israelis und Palästinensern zum Erliegen. Die alltäglichen Nachrichtenbilder von Gewalt und Blutvergießen prägten sich in den Köpfen auf beiden Seiten ein. Hoffnung auf Verbesserung wagte kaum einer zu schöpfen.

Dieser Alltag zerstörte jegliche Hoffnung und bietet die beste Grundlage für Terror und extremistische Weltanschauungen, die den Teufelkreis von Gewalt und Blutvergießen nur noch anheizen, anstatt ihn zu durchbrechen.

In der Folge der Entwicklung der letzten zwei Jahre hat sich das Image des Anderen auf beiden Seiten simplifiziert und verhärtet:

  • Für die Mehrheit der Palästinenser erscheint der typische Israeli als Soldat, der tagtäglich über das Alltagsleben der Palästinenser bestimmt und im Zweifelsfall vor Gewalt nicht zurückschreckt.

  • Umgekehrt nimmt die Mehrheit der Israelis die Palästinenser als unversöhnliches Volk dar, das mit willkürlichen Terroranschlägen jegliche vernunftgesteuerten Dialog zu vereiteln sucht.

Dass hinter jeder Uniform ein Mensch steckt und dass nicht alle Menschen in Willkür handeln, scheint undenkbar geworden zu sein.

In Anbetracht dieser schier hoffnungslosen Lage sieht die Konrad Adenauer Stiftung in Israel eine ihrer Hauptaufgaben, den Dialog der beiden Seiten nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern ihm auch eine verloren gegangene Vision zu verleihen.

Dies war auch der Anlass für die Veranstaltung „Building Bridges between Judaism and Islam“ der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit „Palestinian Vision“ und dem „Young Israeli Forum for Cooperation“.

Ziel der Veranstaltung war es, jungen Palästinensern im Alter von 18 – 25 Jahren nach anhaltenden Ausgangssperren die Möglichkeit zu bieten, die negativen Erfahrungen mit positiven Erfahrungen zu bereichern und ihnen ein anderes als das bisher bekannte Bild des „typischen Israelis“ zu vermitteln.

Die palästinensischen Teilnehmer kamen aus angrenzenden Wohngebieten um Jerusalem, die durch Checkpoints von der Stadt selbst getrennt sind. Eine Reise ins Stadtzentrum bedeutet einen großen zeitlichen Aufwand und immer psychischen Stress. Einer der drei Minibusse wurde am Checkpoint nicht durchgelassen.

Diese Alltagserfahrung erklärt die Tatsache, dass für viele der Teilnehmer dieser Besuch in der Weststadt Jerusalems zu den ersten Besuchen in ihrem Leben zählte. Dass dort ein israelisches Museum für islamische Kunst existiert, wiedersprach allen Erwartungen.

Genau dieser Ort wurde als Veranstaltungsort gewählt, um anhand des dort vermittelten Bildes des Islams eine westlich orientierte, israelische Sichtweise ihrer eigenen Kultur zu vermitteln, die sich auf die bewundernswerten Aspekte des Islams konzentriert. Die Teilnehmer erhielten dort Einsichten in ihre eigene Kultur, die sie bis dato weder gesehen noch für möglich gehalten hatten.

Der Islam, der täglich von Muezzin verkündet wird schien ganz und gar nicht zu dem zu passen, was sie im Museum zu Gesicht bekamen. Bilder, die nicht vom Kampf um einen souveränen palästinensischen Staat handeln, sondern die unterschiedlichen Ausprägungen des Islam in den verschiedenen Kulturen und Ländern widerspiegeln.

In der anschließenden Diskussionsrunde zwischen Palästinensern und Israelis wurden die ersten Eindrücke des Museumsbesuchs erörtert. Die Kommentare reichten von Bewunderung bis zur Ablehnung des Gesehenen. Einige Teilnehmer waren überrascht über inhaltliche Aspekte des Museums, andere vermuteten das Museum als Propagandawerkzeug der Israelis gegen die Palästinenser, den Islam in der dargestellten Form diskreditieren zu wollen und stellten die Rechtmäßigkeit der Darstellungsweise in Frage.

Nach dem ersten Teil der Diskussion, in der teilweise tiefsitzende Aggressionen ausgetauscht wurden, versachlichte sich die Diskussion zusehends. Nach 4 1/2 Stunden wurde die Diskussion mit Rücksicht auf die Dauer der Rückfahrt der Palästinenser infolge der Straßensperren beendet, aber eine Fortsetzung in einem zweiten Treffen vereinbart.

Die Gruppe von 22 Teilnehmern setzte sich aus zwei Dritteln Frauen und einem Drittel Männern zusammen.

Die Hälfte der Teilnehmer kamen aus streng religiösen Haushalten, deren Besuch in Jerusalem garantiert nicht ohne die Zustimmung der Eltern durchgeführt werden konnte. Dieses der Konrad –Adenauer-Stiftung und den Mitveranstaltern entgegengebrachte Vertrauen stellt eine Besonderheit dar, die den Erfolg der Veranstaltung erst garantierte.

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