Contributii la manifestari

Aktive Dorfgemeinschaften. Partizipation und Bürgergesellschaft

de Florian Schartau
Die Konrad-Adenauer-Stiftung beteiligte sich Anfang Mai 2010 am 17. Dorfsymposium des Interdisziplinären Arbeitskreises Dorfentwicklung in dem nordrhein-westfälischen Dorf Bleiwäsche. Das Symposium aus Wissenschaftlern, Planern und Bürgermeistern aus verschiedenen Dörfern und Städten widmete sich der Thematik „Aktive Dorfgemeinschaften. Partizipation und Bürgergesellschaft“. Partizipation und Bürgergesellschaft in Dörfern müssen sich neuen Herausforderungen wie der Alterung der Bevölkerung stellen. Dazu sei die Überprüfung vorhandener Instrumente zur Einbindung aller Akteure notwendig.

Revitalisierung von Dorfgemeinden

In seinem einführenden Vortrag stellte Stefan Krämer die Sieger des Wettbewerbs der Wüstenrot Stiftung mit dem Motto „Land und Leute – Kleine Gemeinden gestalten ihre Zukunft im demographischen Wandel“ vor und arbeitete dabei die Erfolgsfaktoren der einzelnen Gemeinden deutlich heraus. Roswitha Rüschendorf und Claudia Koch stellten bürgerschaftliches Engagement in Dorfentwicklungsprozessen aus den Perspektiven einer Bezirksregierung und eines Planungsbüros dar. Einen Einblick in die Praxis boten die Vorträge von Dr. Sabine Weizenegger, die die Umsetzung der Idee einer Bürgerbrücke darstellte und Reinhard Strengs, der am Beispiel eines Begegnungszentrums zeigte, wie eine Dorfgemeinschaft ihre Belange in die Hand nehmen kann.

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Dass und wie auch einzelne Personen die Entwicklung von Dörfern vorantreiben können, zeigte sich am Erfahrungsbericht von Johannes Liess, dem es weitgehend im Alleingang gelang, Lüchow, ein Dorf in der mecklenburgischen Peripherie, durch den Aufbau einer Schule und eines Dorfgemeinschaftshauses zu revitalisieren. Die kommunalpolitische Perspektive zeigte Prof. Dr. Ute Austermann-Haun am Beispiel von Lüdersen auf, wo einzelne Projekte im Verbund aus Politik, Bürgern und Vereinen umgesetzt wurden. Einen Ausblick auf neue Herausforderungen, vor denen Partizipation und Bürgergesellschaft stehen, gab Prof. Dr. Claudia Neu, die Erwartungshaltungen und weitere soziologische Befunde zur Dorfpartizipation erläuterte. Dass good governance auch langfristig erhalten und fortgeführt werden kann und somit nachhaltig und tragfähig werden kann, zeigte der abschließende Rückblick von Michael Pelzer (Weyarn) auf seine Gemeinde. Die Veranstaltung endete mit der Erarbeitung einer Resolution zu aktiven Dorfgemeinschaften. Ein Tagungsband zur Dokumentation des Dorfsymposiums wird zur Zeit erarbeitet.

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