Contributii la manifestari

Ein Kompass für das „pralle Leben“

6. Politischer Aschermittwoch der KAS

Der Aschermittwoch ist ein Übergangstag: von der Ausgelassenheit zur Einkehr, vom Überfluss zum Verzicht. Dies spiegelt sich in der Tradition des politischen Aschermittwoch wider: Während mancherorts nach den tollen Tagen auch politisch und verbal noch einmal auf den Putz gehauen wird, nutzen andere den Beginn der Fastenzeit, um sich auf Grundlagen zu besinnen. Ganz eindeutig zur letztgenannten Kategorie gehörte der 6. Politische Aschermittwoch der Konrad-Adenauer-Stiftung mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.

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CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe

Der aktive evangelische Christ sprach über den Wertekompass, der über die Hektik des Tagesgeschäftes hinaus hilft, die richtigen Abwägungen zu treffen. „Wir brauchen Maßstäbe und Prinzipien, die einen unverhandelbaren Kern haben“, sagte Gröhe vor rund 200 Zuhörern in der Akademie der KAS in Berlin. Dies sei den Gründungsmitgliedern der CDU wichtig gewesen. Die Besinnung auf christliche Traditionen habe den Neubeginn nach den Jahren des Nationalsozialismus erleichtert. Es sei eine große Herausforderung für die Union, diesen Grundwerten auch in der heutigen Lebensrealität Geltung zu verschaffen. „Aus den Anfangstagen der CDU können wir lernen, dass Rückbesinnung und Neuanfang keine Gegensätze sind, sondern sich einander bedingen“, sagte der Generalsekretär.

Entschieden sprach sich Gröhe gegen eine immer weitergehende Zurückdrängung der christlichen Wurzeln im öffentlichen Raum aus. Als Beispiel nannte er die Kommerzialisierung von Weihnachten, die Herabstufung des Religionsunterrichts zum Wahlfach oder die Verbannung von Kreuzen, wie sie jüngst für die Düsseldorfer Gerichte entschieden worden ist. „Diese Zurückdrängung christlicher Symbole lehne ich ab“, so Gröhe. Dies sei auch für das Gemeinwesen nicht wünschenswert.

Zugleich forderte der Generalsekretär dazu auf, die Grundlagen der christlich-demokratischen Politik stets auch „im prallen Leben“ zur Geltung zu bringen. Als Beispiel nannte er die Familienpolitik: „Der Satz ‚Wir stehen an der Seite der Familie’ bedeutet 2010 etwas anderes als 1980 oder 1960. Das merken heute auch ältere Parlamentskollegen, wenn sie sich einmal mit ihren Töchtern darüber unterhalten.“ Es sei daher äußerst zufriedenstellend, dass der Union im Bereich der Familienpolitik inzwischen wieder eine deutlich höhere Kompetenz zugetraut wird, als in den 90er Jahren.

Gröhe gestand ein, dass die Veränderungsprozesse mitunter schmerzhaft für die Union seien. Wer sich beklage, müsse allerdings stets auch selbst ein zeitgemäßes Konzept darlegen können, forderte er ein. Die christdemokratische Idee, dem Menschen etwas zuzutrauen und ihn zu einer aktiven Lebensführung zu befähigen, sei weiterhin faszinierend, so Gröhe: „Wir wollen weiterhin die Mitte der Gesellschaft stärken. Dazu müssen wir die Menschen zusammenführen, und nicht mit fragwürdigen Pauschalisierungen auseinandertreiben. Vor allem darf niemand abgehängt werden.“

Wie wichtig ein moralischer Kompass sei, habe zuletzt die Wirtschaftskrise in einem großen Maßstab gezeigt, so Gröhe. Dabei seien Freiräume im Wirtschaftssystem aus Gier missbraucht worden. „Wir haben uns nicht darum gerissen, in dieses System einzugreifen, bevor es an die Wand fährt“, betonte Gröhe. Es gelte aber auch weiterhin, an den Stellen im Wirtschaftssystem nachzubessern, wo die Regeln schlecht oder wirkungslos sind.

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