Detaje
Während in Deutschland viele Behördengänge noch immer mit Papierformularen, Terminvergaben und Wartezeiten verbunden sind, erledigen Millionen Bürgerinnen und Bürger in Polen zahlreiche Verwaltungsangelegenheiten bereits bequem per Smartphone. Mit der App mObywatel hat Polen gezeigt, wie digitale Staatsleistungen bürgernah, sicher und alltagstauglich umgesetzt werden können.
Deutschland hingegen zählt bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung seit Jahren nicht zu den europäischen Spitzenreitern. Die Folgen sind für Bürgerinnen und Bürger ebenso spürbar wie für Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
Gleichzeitig eröffnen neue europäische Initiativen vielversprechende Perspektiven. Mit der eIDAS-Reform und der Einführung der European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) entstehen die Grundlagen für digitale Identitäten, die europaweit anerkannt und genutzt werden können. Dresden nimmt in diesem Bereich bereits heute eine Vorreiterrolle ein und erprobt innovative Ansätze für eine moderne, digitale Verwaltung.
Doch was können Bund, Länder und Kommunen konkret vom polnischen Erfolgsmodell lernen? Wie gestalten Städte wie Wrocław und Dresden den digitalen Wandel in der Praxis? Und welche Weichen müssen auf europäischer Ebene gestellt werden, damit digitale Verwaltungsleistungen künftig einfacher, sicherer und grenzüberschreitend nutzbar werden?
Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren.
Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesem deutsch-polnischen Dialog zu beteiligen und mit uns über die Zukunft der digitalen Verwaltung in Europa ins Gespräch zu kommen.
Agjenda
Programm
18.00 Uhr Begrüßung
Ronny Heine
Konrad-Adenauer-Stiftung
Einführung:
Digitale Verwaltung als Standort- und Wettbewerbsfaktor Europas.
Bedeutung der eIDAS-Reform und EUDI Wallet
Dr. Markus Reichel MdB
Mitglied des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung
Dresden als Vorreiter: EUDI Wallet und digitale Verwaltung in der Praxis
Jan Pratzka
Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit der Landeshauptstadt Dresden
Das polnische Modell: mObywatel und digitale Staatsleistungen
Michał Kopański
II. Vize-Woiwode der Woiwodschaft Schlesien
Wrocław: Digitalisierung aus Sicht einer Großstadt
Małgorzata Krzeszowska
Direktorin des Büros für Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der Stadt Wrocław
Die europäische Perspektive: Digitale Identitäten und Verwaltung der Zukunft
Prof. Dr. Jürgen Anke
HTW Dresden
Podiumsdiskussion
Moderation: Dr. Markus Reichel MdB
Diskussion mit dem Publikum
20.00 Uhr Ende