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Die Wohnung als Gesundheitsstandort

Der demographische Wandel fordert Berlins Wohnlandschaft heraus

Ein Kind, das heute geboren wird, hat eine Chance von 50 Prozent 100 Jahre alt zu werden. Allerdings ist es ebenso wahrscheinlich, dass es die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens dement oder in seiner Lebensweise eingeschränkt sein wird. Der demographische Wandel ist für die Berliner Immobilienlandschaft eine Herausforderung. Experten aus Politik und Bauwesen diskutierten im Hauptstadtforum mit Marie-Luise Dött (MdB) über die Situation und Auswege.

Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zeigt die Notwendigkeit, über den demographischen Wandel und seine Folgen für den Immobilienstandort Berlin nachzudenken.

In den kommenden Jahren wird sich demnach der Anteil von Menschen, die über 65 Jahren alt sind, von 17 Millionen auf 24 Millionen erhöhen. Gleichzeitig wird sich die Zahl der Hochbetagten, also aller über 80 Jahren, Prognosen zufolge mehr als verdoppeln. Die meisten werden in ihrer Wohnung bleiben wollen. Über 800.000 seniorengerechte Wohnungen werden dann benötigt.

Jan Mücke, Staatssekretär im Bundesministerium, hat selbst schon vorgesorgt. In Berlin hat er sich bereits eine barrierefreie Wohnung gekauft, die ein Ärztehaus gegenüber hat. Die Kombination in eigenen Wänden zu bleiben und trotzdem gut betreut zu werden, ist ihm wichtig: „Nicht nur aus sozialer Sicht ist es schöner, wenn man im Alter in bekannter Umgebung bleiben kann. Es ist tatsächlich auch ökonomischer. Den Staat kommt es teurer zu stehen, wenn er Pflegeheimplätze bezahlt, als wenn er Wohnungen dem Alter anpasst.“ Sein Ministerium versuche in einer Vielzahl von Projekten private Investitionen in altersgerechte Umbauten durch finanzielle Anreize zu steigern. Doch die Resonanz sei noch nicht genügend.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Volkmar Vogel, unterstützt ebenfalls solche Projekte. Er plädiert für eine unkomplizierte Umsetzbarkeit: „Die Anforderungen an Menschen, die sanieren wollen und dafür Förderung erhalten wollen, sollten nicht zu umfassend sein. Wir sollten die Bürger nicht mit zu vielen Aspekten überfordern. Je mehr Vorschriften, umso schwerer wird es das Vorhaben umzusetzen.“ Auch betont er die Verzahnung von verschiedenen Projekten, die das gleiche Ziel haben, um zu mehr Effektivität zu gelangen. Dabei sei auf die Vielschichtigkeit des demographischen Wandels Rücksicht zu nehmen. „In jeder Region stellt er sich anders dar. Manche Orte haben das Problem nicht, manche nur wenig und in einigen ist die Situation schon gravierend“, sagte Vogel.

Ein Hindernis für die Entwicklung von adaptiven Wohnanlagen sieht Prof. Dr. Joachim Lang, der Direktor am Institut für Steuerrecht der Universität Köln ist, in der Erbschaftssteuer. Die aktuelle Gesetzeslage zwinge Anbieter von Wohneinrichtungen in Hinblick auf die Steuer statt auf die Bedürfnisse zu planen, damit die Bewohner und deren Erben keinen Nachteil aus dem Alterswohnen haben. „Wohnen mit ein paar Pflegeelemente kostet später Erbschaftssteuer, während viel Pflege in einer Wohneinrichtung aus dieser Steuer heraus fällt“, erklärte der Steuerexperte grob die komplizierten Zusammenhänge der Situation.

Positiv hingegen kann das Senioren-Wohnen allerdings von der heutigen Techniklage beeinflusst werden. In Verbindung mit modernen Technologien kann sich Dr. Heinrich Doppler eine perfekte Vor- Und Versorgung von älteren Menschen vorstellen. „Man könnte mit Kliniken ein Rund-um-Paket erstellen: Auf Basis eines Vorabchecks in einer Klinik, der alle körperlichen Defizite abklärt wird die Wohnung gebaut mit allen technischen Besonderheiten, die im Alltag helfen“, sagte der Leiter des Zentralverbandes für Elektrotechnik- und Elektroindustrie in Berlin.

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