Виступи на заходах

Saubere Spitzenleistungen im Sport sind möglich

Podiumsdiskussion auf dem X. Eichholzer Sportforum

Auch wenn ein gewisses Maß an Skeptik gegenüber Spitzenleistungen im Sport heute notwendig sei, so wünschten sich Vertreter aus Sport, Wissenschaft und Politik auf dem X. Eichholzer Sportforum mehr Vertrauen von der Öffentlichkeit und wandten sich gegen eine pauschale Kriminalisierung von Top-Athleten.

Marc Huster, ehemaliger Leichtschwergewichtler im Gewichtheben, hält es zwar für fragwürdig, wenn, wie etwa China, ganze Nationen einen Leistungssprung machen, und dennoch ist er überzeugt, dass „Spitzenleistungen ohne Doping möglich sind“. Für Prof. Dr. Joachim Mester, Leiter des Instituts für Trainingswissenschaft an der Sporthochschule Köln, kann es nicht sein, dass „jede gute Leistung unter Dopingverdacht gerät.“ Und Prof. Dr. Rudhard Klaus Müller, Vorstandsmitglied der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) forderte eine Versachlichung der Anti-Doping-Debatte. Man sollte „die Kirche im Dorf lassen“, schon um denjenigen Sportlern Respekt zu zollen, deren Leistungen sauber erbracht wurden.

In einer lebendigen Diskussion erörterte das Podium Ursachen und Lösungen der Dopingmisere. Der immer wieder formulierten Forderung nach schärferen Kontrollen setzte Müller den Appell entgegen, der Realität ins Auge zu blicken. Er sagte: „Doping wird es immer geben, schon weil wir nicht jeden Sportler jeden Tag kontrollieren können. Unsere Analytik ist gut. Die Beine der schwarzen Schafe werden immer kürzer.“ Er empfahl, dass Leistungen derjenigen Sportler, die keine regelmäßigen Doping-Trainingskontrollen vorweisen können, nicht mehr ernst genommen werden sollten.

Für Mester wird der Boden für den Griff zu nicht zugelassenen leistungsfördernden Mitteln schon in der Jugend bereitet. Heutigen Talenten fehle es oft an einer Grundfitness. Dieser Mangel könne legal nicht kompensiert werden, da in Deutschland oft ein zeitgemäßes Trainingswissen fehle. Mester sprach sich daher für strukturbildende Maßnahmen aus. Moderne Trainingsmethoden, das Studium der Fachliteratur oder eine bessere Verzahnung von Sport und Wissenschaft könnten dazu beitragen, dass sich der linear abnehmende Trend im Medaillenspiegel umkehrt.

Ähnlich äußerte sich Dr. Jürgen Wick, Fachbereichsleiter Ausdauersportarten am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig. Best Practise Methoden der Leistungsdiagnostik müssten besser zu Verbänden, Trainern und Athleten kommuniziert werden.

Für Lena Schöneborn, moderne Fünfkämpferin, sind auch die wirtschaftlichen Interessen der Sponsoren ein Grund, warum Sportler zu Doping greifen. Für sie sei es daher ein „Vorteil, dass meine Sportart noch nicht so populär“ ist. So verspüre sie nicht den Druck wie Sportler anderer Disziplinen.

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