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Vorbildliches Saarland

Ministerpräsident Peter Müller stellt seine Innovationsstrategie vor

Mit Statistiken kennt sich Saarlands Ministerpräsident Peter Müller gut aus. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn wenn es um die Messung von Erfolg und Fortschritt geht, dann hat sein Bundesland in den vergangenen Jahren ein paar beachtliche Zahlen vorzulegen: 2004 und 2006 war das Saarland laut der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ das dynamischste Bundesland, die Zahl der Patentanmeldungen liegen dort deutlich über dem Bundesdurchschnitt und bei der Arbeitslosenquote in den Bundesländern hat es sich in den letzten zehn Jahren vom neunten auf den fünften Platz verbessert. In der Vortragsreihe „ZukunftsBlicke“ hat Müller aber nicht nur über die beeindruckenden Zahlen, sondern auch über sein Erfolgsgeheimnis gesprochen: die Innovationsstrategie.

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Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller

Diese Strategie hat Müller mit seinen Ministern nach dem Sieg bei der Landtagswahl 1999 entwickelt. Der Handlungsdruck war damals enorm, das stark von der Montanwirtschaft geprägte Saarland drohte den Anschluss an zukunftsfähige Industriezweige zu verpassen. „Wir haben erkannt: Die Zukunft liegt nicht unter der Erde, sondern in den Köpfen der Menschen“, so Müller. Sein Bundesland habe mit der Subventionierung von nicht zukunftsfähigen Strukturen bittere Erfahrungen gesammelt. Um ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen, sei es daher Ziel der Strategie gewesen, die Handelnden in Bildung, Forschung, Wirtschaft und Politik miteinander ins Gespräch zu bringen. Das zur Verfügung stehende Geld ist in der ersten Phase der Strategie zunächst in die Stärkung der Forschung geflossen. „Wichtig war uns vor allem der Transfer von der Idee zum Produkt. Diesen wollten wir so einfach wie möglich machen“, erläuterte Müller.

Momentan befindet sich die Innovationsstrategie in ihrer zweiten Phase: Erfolgversprechende Felder werden definiert, konkrete Ziele werden beschlossen. Müller dazu: „Man darf sich in der Zielsetzung nicht verzetteln. Für diese Phase gibt es 130 Millionen Euro vom Land, hinzu kommen Gelder vom Bund und von der EU. Dieses Geld wollen wir möglichst gezielt einsetzen.“ Am Beispiel der Nanotechnologie zeigte Müller, wie das Maßnahmen-Bündel zur Förderung aussehen kann: In den saarländischen Schulen gibt es das Nano-Bionet, ein Mitmachlabor für Schüler, bei denen das Interesse für diese Technologie geweckt werden soll. Die Universität wiederum versucht gezielt, in den Innovationsbereichen Exzellenzcluster und Graduiertenschulen zu bilden. Daraus ergeben sich Uni-Ausgründungen, die der Wirtschaft zugute kommen. „Diese Cluster müssen nach einer Zeit dann auch finanziell auf eigenen Beinen stehen. Das Land kann nur eine Anschubfinanzierung leisten“, betonte Müller.

Was im Saarland bisher hervorragend geklappt hat, müsse sich bundesweit aber erst noch durchsetzen. „Das größte Problem ist die Angst der Gesellschaft vor Veränderungen. Es ist auffällig, dass wir bei jeder neuen Idee meist nur über die Risiken, aber nie über die Chancen sprechen“, sagte Müller. Deutschland sei nicht mehr das Land der Tüftler, wie der Ingenieur-Mangel belege. Auch der Mittelstand vernetze sich zu zögerlich, da er um seine Betriebsgeheimnisse fürchte. Das sind die Probleme, die Müller auch weiterhin angehen will, wie er zum Abschluss seines Vortrags betonte: „Ich wünsche mir, dass wir in absehbarer Zeit wieder zu einer Ermöglichungs-Gesellschaft, zu einer neugierigen Gesellschaft werden.“ Ein neugieriger Blick auf das Saarland ist dabei jedenfalls schon mal ein guter Anfang.

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