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Wirtschaftsspionage - Ein unterschätztes Risiko

Die Zahl ausländischer Spionageeingriffe auf deutsche Firmen ist beträchtlich. Besonders der deutsche Mittelstand verkennt oft die Gefahren, die von dieser Wirtschaftsspionage ausgehen. Wo sind Risiken besonders hoch? Wo kann man sie minimieren? - Ein Bericht zum Hauptstadtforum vom 29. November 2011.

Wie unterschätzt, haben die eingeladenen Experten anhand der Praxis gezeigt. Dass es die staatlich gelenkte und von Nachrichtendiensten fremder Staaten ausgehende Ausforschung von Unternehmen und Betrieben gibt, ist unbestritten. Wie viele Fälle es jährlich genau sind und wie hoch der Schaden insgesamt ist, kann jedoch nicht beziffert werden. Armin Schuster, Mitglied es Bundestages und Mitglied im Innenausschuss, sieht den Grund dafür darin, dass deutsche Unternehmen ihre immateriellen und ihre materiellen Werte nicht in gleicher Weise bilanzieren. Außerdem würden viele Unternehmen aus Angst vor einem Ansehensverlust davor zurückschrecken, Spionagevorfälle anzuzeigen. Die Dunkelziffer, so Schuster, wird daher weit über den offiziellen Zahlen liegen.

Doch nicht alle Unternehmen meiden es, die Probleme offen anzusprechen. Herbert Kurek, Referatsleiter für Wirtschaftsschutz im Bundesamt für Verfassungsschutz, nennt Unternehmensbeispiele, die gerade mit dem Ziel Aufmerksamkeit und damit das Bewusstsein für das Thema zu schaffen, mit ihren Fällen an die Öffentlichkeit gehen. Kurek lobt dieses Verhalten ausdrücklich, denn der Verfassungsschutz „kann erst aktiv werden, wenn sich jemand an uns wendet und wir sichere Anzeichen für Spionage haben“.

Und die Notwendigkeit, dass sich gerade die Kleinen und Mittelständischen Unternehmen schützen, ist groß. Eine kürzlich erschienene Umfrage unter 400 Unternehmern ergab, dass 10 % bereits Opfer von Spionageattacken wurden – und 65 % die Gefahr für das eigene Unternehmen in Zukunft deutlich zunehmen sehen.

Der Schlüssel zum Schutz liegt darin, die Gefahren, die beispielsweise von Internet und neuen Kommunikationstechniken ausgehen, ernst zu nehmen. Marie-Luise Dött sieht daher die Aufgabe der Politik gerade in der Schaffung von Öffentlichkeit und eines Problembewusstseins bei Kleinen und Mittelständischen Unternehmen. „Wir wollen noch keine Zwangsmittel und großen Gesetze, aber wenn die Unternehmen, die von staatlichen Stellen angebotene Hilfe nicht annehmen und sich gegen Spionage zur Wehr setzen, sehen wir uns gezwungen, tätig zu werden“, so Dött. In dieser Einschätzung war sich die Runde einig.

Auch Dr. Berthold Stoppelkamp, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.V., ist es ein großes Anliegen, die Unternehmen zu unterstützen, sich selbst besser zu schützen. Das Innenministerium und der Verfassungsschutz, so betonte er, biete jedem Unternehmen, das sich melde, kompetente und diskrete Hilfe an. Ein Anruf genüge – und das alles kostenlos und schon durch die Steuer bezahlt!

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Matthias Schäfer

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Leiter des Auslandsbüros in Shanghai/China

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