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Vier Jahre Krieg gegen die Ukraine: Die Auswirkungen der Besatzung und die Lehren für Europa

của Felix Kraft

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Europa-Union Kassel am 26.02.2026

Sechs ukrainische Frontsoldaten und Elwira Niewiera zu Gast in Kassel.

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Vier (eigentlich schon zwölf) lange und entsetzliche Jahre überzieht Russland nun schon die Ukraine mit Gewalt, Tod, Zerstörung und Raub. Ein Krieg vor unserer Haustür, ein Krieg auch gegen Europa. Über Nacht wurden und werden Leben zerstört oder ausgelöscht und Lebensplänen unvorstellbare Änderungen aufgezwungen. Nach Begrüßung und Einführung durch Felix Kraft, KAS, und Bozena Meske, Europa-Union, in denen sie die Besonderheit der Veranstaltung hervorhoben, stellten sich die sechs ukrainischen Soldaten vor. Sie meldeten sich als Zivilisten – als Arzt, Autor, Regisseur, Historiker, Museumsmitarbeiter, Student – freiwillig, um an der Front zu kämpfen. Eindrucksvoll berichteten sie von ihren Erlebnissen, Traumata und Entbehrungen und gaben der Realität von Krieg damit mehr als nur ein Gesicht. Sie dienen in einem Sturmregiment, der „Feuerwehr der Front“. Anhand eines Films zeigten sie, wie ein Einsatz gegen die Invasoren aussieht. Plötzlich war das Publikum nicht mehr nur abstrakt, sondern ganz konkret dabei. Klar sei, dass Drohnen das Mittel des Krieges seien, aber dieser ohne Infanterie trotzdem nicht auskomme. Im Augenblick gelänge es zwar, die Stellung gegen eine überlegene russische Armee zu halten, aber den Krieg könne man nicht in der Verteidigung gewinnen – dazu bräuchte es Offensivwaffen, die der Westen dringend liefern müsse. Einerseits hätten sie keine andere Wahl, als zu kämpfen, andererseits mache es sie auch Stolz, ihre Pflicht zu erfüllen und das Land und ihre Familien, aber auch die anderen europäischen Staaten zu verteidigen. Im zweiten Teil des Abends erweiterte die preisgekrönte polnische Dokumentarfilmregisseurin und Drehbuchautorin sowie Trägerin des Deutsch-Polnischen Preises für ihr zivilgesellschaftliches Engagement für die Ukraine sowie ihre Verdienste um den deutsch-polnischen Dialog Elwira Niewiera die Perspektive auf den Krieg mit dem Blick auf das unvorstellbare Leid der Zivilbevölkerung, insbesondere der ukrainischen Frauen: Folter, Exekutionen, Vergewaltigungen, Kinderraub als systematische Waffen. Sie beschrieb, wie Russland auch Kälte als Waffe einsetze und gezielt zivile Infrastrukturen angreife, nicht zuletzt die Energieversorgung. Sie beklagte eine verbreitete Täter-Opfer-Umkehr im Westen und den ausbleibenden politischen Druck auf den Aggressor. Im Gegenteil: auch Deutschland mache immer noch ein Milliardengeschäft mit Russland und finanziere damit Putins Krieg gegen die Ukraine. Das Verhalten der USA nannte sie einen „moralischen Untergang und strategische Korruption“. Europa wisse noch immer nicht, was es wolle – wo bleibe eine klare Strategie und Zielsetzung? Was müsse noch alles geschehen, bis man die Ukraine endlich mit präzisen Waffen ausstatte? Nur so könne der Krieg beendet und damit Menschenleben gerettet werden. Man müsse sich eingestehen: Russland wolle keinen Frieden und führe längst auch einen hybriden Krieg durch Desinformationen, Manipulation, Parteienfinanzierungen, Sabotagen etc. hier. Währenddessen töte der Krieg nicht nur an der Front, sondern auch durch Stress, Angst Traumata und Kälte, leide die Ukraine auch durch die vielen ungeborenen Kinder. 70 Prozent der Ukrainer hätten bereits jemanden aus ihrem Umfeld im Krieg verloren. Elwira Niewiera mahnte: Kriegsverbrechen gehörten sanktioniert und Russland müsse in Gänze scheitern, sonst könne „Cherson morgen Berlin sein“ – wir seien schon zu spät dran. Die Veranstaltung rundete ein Podiumsgespräch inkl. Beteiligung des Publikums ab, moderiert vom Sicherheitsexperten Jürgen Fischer. Neben den sechs Soldaten und Elwira Niewira nahm mit Oberst Thomas Blum, Standortältester und Regimentskommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36 in Fritzlar auch ein Vertreter der Bundeswehr teil. Er verwies auf die Aktivitäten der NATO und die Ausbildung ukrainischer Soldaten bei der Bundeswehr, gab aber auch zu, noch nicht kriegstauglich zu sein. Man lerne viel von der Ukraine, insbesondere eine neue Art der Kriegsführung. Die ukrainischen Soldaten bestätigten: Krieg bestehe heute aus einzelnen, kleinen, schnellen Manövern und Drohnen seien zentral für die Kampfhandlungen – aber Technologie sei nicht alles. Europa müsse aufwachen, die Friedenszeit sei vorbei, der Kontinent stehe bereits als Ganzes im Krieg.

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Felix Kraft

Felix Kraft
Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung und Leiter des Politischen Bildungsforums Hessen
felix.kraft@kas.de +49 611 – 15 75 98 13

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