Religion

Ausgabe 4 | 22. Dezember 2017

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, und die anschließenden Reaktionen von Seiten verschiedener politischer und religiöser Gruppen haben eines erneut gezeigt: die beiden Sphären – Politik und Religion – sind von jeher eng miteinander verwoben, und zwar nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam, dem Judentum und anderen Religionen. Politisches Handeln ganz ohne religiöse Dimension und Religion ohne das Politische sind auch im 21. Jahrhundert vielerorts schwer vorstellbar.

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Inhalt

Religion

  • Editorial

    Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, und die anschließenden Reaktionen von Seiten verschiedener politischer und religiöser Gruppen haben eines erneut gezeigt: die beiden Sphären – Politik und Religion – sind von jeher eng miteinander verwoben, und zwar nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam, dem Judentum und anderen Religionen. Politisches Handeln ganz ohne religiöse Dimension und Religion ohne das Politische sind auch im 21. Jahrhundert vielerorts schwer vorstellbar.

    von Gerhard Wahlers

  • Ein Modell für Europa?

    Bosnien-Herzegowina blickt auf eine bewegte Geschichte mit gesellschaftlichen Umwälzungen und kriegerischen Auseinander-setzungen zurück. Insbesondere die bosnischen Muslime waren dabei häufig die Leidtragenden. Vor diesem Hintergrund ist es eher überraschend, dass sich der bosnische Islam durch ein verhältnismäßig hohes Maß an Weltoffenheit und Liberalität auszeichnet. In dieser Hinsicht könnte er möglicher-weise sogar als Modell für einen Islam europäischer Prägung dienen.

    von Dževada Šuško

  • Hoffen auf ein Wunder

    Der Irak gehört zu jenen Ländern, die gemeinhin als Wiege der Christenheit bezeichnet werden. Seit 2003 ist die Zahl der Iraker christlichen Glaubens allerdings dramatisch zurückgegangen. Ob das Christentum im Irak überhaupt eine Zukunft hat, steht derzeit in den Sternen.

    von Otmar Oehring

  • Auf dem Weg in die Marabukratie?

    Senegal gilt als stabile Demokratie und Beispiel für religiöse Toleranz in Westafrika. 90 Prozent der Senegalesen sind Muslime und in einer der vier Bruderschaften des Landes organisiert. Diese prägen seit jeher das politische, wirtschaftliche und soziale Gefüge des Landes. Seit Jahren werden die Bruderschaften politisch einflussreicher.

    von Thomas Volk

  • Zwischen Gott und Kaiser

    Die in Lateinamerika stark wachsenden evangelikalen Kirchen streben zunehmend nach politischem Einfluss. Dabei haben sie es bisher jedoch noch nicht vermocht, eine gemeinsame Agenda zu entwickeln. Charakteristisch ist vielmehr ein hohes Maß an Zersplitterung. Angesichts des wachsenden evangelikalen Wählerpotenzials dürfte der Einfluss evangelikaler Kräfte in Zukunft trotzdem weiter zunehmen.

    von José Luis Pérez Guadalupe , Sebastian Grundberger

  • Gesetzgebung, Religion und soziale Spaltung in Asien: Zusammenhänge und Herausforderungen

    Wie wirken Religion, Gesetzgebung und politisches Kalkül in ihrer Gesamtheit zusammen, um die Religionspolitik und den Religionsdiskurs in Asien zu definieren? Dies zu beschreiben ist Ziel des vorliegenden Artikels. Des Weiteren wird gezeigt, wie insbesondere religiös-populistische Elemente Politik beeinflussen.

    von Dian A. H. Shah

Weitere Themen

  • Scheiternder Staat

    Dass es den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes nicht gelungen ist, in Libyen für stabile Verhältnisse zu sorgen, hat Ex-US-Präsident Barack Obama einmal als größten Fehler seiner Amtszeit bezeichnet. Tatsächlich versinkt das Land immer weiter im Chaos. Nun soll der Aktionsplan des neuen Sondergesandten der Vereinten Nationen für Libyen, Ghassan Salamé, den Friedensprozess wiederbeleben. Gelingt dies nicht, droht die Sicherheitssituation weiter zu eskalieren – mit weitreichenden Folgen auch für die Nachbarländer und Europa.

    von Canan Atilgan , Veronika Ertl , Simon Engelkes

  • So nah und doch so fern

    Die mit dem sogenannten Brexit-Referendum ausgelöste Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, hat Europa erschüttert. Wie konnte es dazu kommen? Welche internen Brüche und Widersprüche liegen dem Abstimmungsergebnis zugrunde? Welche Erwartungen, Sorgen und teilweise auch Ängste sind mit der nun anstehenden Trennung verbunden? Und welche Perspektiven kann es für eine zukünftige Beziehung geben?

    von Hans-Hartwig Blomeier

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen.

Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Sebastian Enskat M.A.

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