Reportajes internacionales

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

2019

Peru nach dem Selbstmord von Ex-Präsident Alan García

de Sebastian Grundberger

Wie neue Odebrecht-Enthüllungen die Konstruktion eines Heldenmythos beflecken
Ein ehemaliger peruanischer Präsident, der sich durch einen Kopfschuss dem Zugriff der Justiz entzieht - selbst in der an viel Drama gewohnten politischen Kultur Lateinamerikas nimmt dieses Ereignis eine Sonderstellung ein. Während die Anhänger Alan Garcías im Kampf um die Deutungshoheit schnell einen Heldenmythos zu konstruieren suchten, geraten sie durch neue Geständnisse aus dem Umfeld des Verstorbenen in die Defensive. Jenseits aller Verschwörungstheorien holt der Schatten der Korruption den polarisierenden Staatsmann in den beiden Wochen nach seinem Tod ein. Unabhängig davon, wie direkt dieser Schatten letztlich auf ihn fallen wird, dürfte es noch einige Zeit brauchen, bis Peru zumindest in Ansätzen wieder zur politischen Normalität zurückfinden kann.
KAS

2019

Klarer Verstand, starke Arme, brennendes Herz

de Sebastian Grundberger, Lara Manderla

Zum 100. Geburtstag von Luis Bedoya, dem großen Christdemokraten Perus
Der 100. Geburtstag des Luis Bedoya am 20. Februar 2019 war das erste große politische Ereignis des Jahres 2019 in Peru. Dabei gelang dem ehemaligen Bürgermeister von Lima und Gründer der Christlichen Volkspartei Perus das große Kunststück, das politisch zerstrittene Land für wenige Tage zu einen. Wie kaum eine Persönlichkeit sonst wird Bedoya in allen politischen Lagern des Landes als ein Vorbild an demokratischer Gesinnung, Ehrlichkeit, und Dialogbereitschaft bewundert. Dabei bleibt der „junge Hundertjährige“ auch in seinem reifen Alter eine der stärksten Stimmen der peruanischen Demokratie.

2018

Klares Mandat für Präsident Vizcarra

de Sebastian Grundberger, Andrés Hildebrandt

Deutlicher Sieg im Verfassungsreferendum öffnet die Tür für Refor¬magenda
Bei einem Verfassungsreferendum nahm eine überwältigende Mehrheit der Stimmberechtigten mehrere von Präsident Martín Vizcarra vorgeschlagene Reformen an. Während die inhaltliche Reichweite derselben eher begrenzt ist, ist die beeindruckende Zustimmung für die Vorschläge des Präsidenten vor allem eine Legitimationsquelle für den nicht direkt ins Amt gewählten Vizcarra. Er ist jetzt gefordert, das klare Mandat des Wählers mutig zur Lösung eines Reformstaus zu nutzen, welcher das Land während der letzten Jahre gehemmt hat. Dafür wird er mit einigen neugewählten Gouverneuren in Regionen arbeiten müssen, die mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
© Gianna Benalcázar

2018

Ecuadors Chance

de Sebastian Grundberger, Carla Bonilla

Nach 18 Monaten unter Präsident Lenín Moreno erinnert immer weniger an einen „bolivarischen“ Staat
In nur 18 Monaten Amtszeit hat Präsident Lenín Moreno das Land in einem Tempo umgestaltet, wie dies kaum ein Beobachter für möglich gehalten hätte. Nicht nur riskierte er den völligen Bruch mit seinem linksautoritären Amtsvorgänger Rafael Correa und stellte wichtige Freiheitsrechte wieder her, sondern führte das Land auch aus allen „bolivarischen“ Gremien und zurück in die internationale Gemeinschaft. Parteien und Zivilgesellschaft sind nun gefordert, diesen wiedererlangten Spielraum zur Entwicklung von überzeugenden Zukunftsvisionen zu nutzen, um möglichen erneuten populistischen Versuchungen entgegenzutreten.

Peru: Urnengang in bewegten Zeiten

de Sebastian Grundberger, Jasmin Wölbl

Regional- und Kommunalwahlen werden von Debatten der nationalen Politik überlagert
Die Regional- und Kommunalwahlen in Peru brachten widersprüchliche Ergebnisse. Während in Lima die politische Mitte einen unerwarteten Erfolg feierte, gewannen in manchen Regionen populistische Bewegungen mit Anti-Bergbau-Diskurs und Personen mit zweifelhafter Vergangenheit. Überlagert wurden die Wahlen von der Ankündigung eines Referendums zur Verfassungsreform sowie durch die Rückgängigmachung der Begnadigung des ehemaligen autoritären Machthabers Alberto Fujimori.

¿Podrá el Presidente Vizcarra traer estabilidad al Perú?

de Sebastian Grundberger

El 23 de marzo Martín Vizcarra juramentó como presidente del Perú. Una de las prioridades en su agenda es el crecimiento económico. Para poder impulsar las reformas estructurales que el Perú necesita, su gobierno, compuesto por diversos actores políticos, deberá, en primer lugar, apaciguar la situación política en el país. A pesar de que Vizcarra ha apostado por el consenso, es incierto si tendrá éxito.

Mission: Ungewiss

de Sebastian Grundberger, Andrés Hildebrandt

Nach dem Kuczynski-Rücktritt sucht Peru nach einem Ende der Polit-Blockade
Mit dem Rücktritt Präsident Kuczynskis hat die politische Krise in Peru einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach einem Skandal um heimlich gefilmte Videos und angeblichen Stimmenkauf kam der Staatschef mit diesem Schritt einer Absetzung durch das Parlament zuvor. Sein Nachfolger, Martín Vizcarra, steht nun vor der schwierigen Herausforderung, das zerstrittene Land zu einen und Glaubwürdigkeit für die politische Klasse zurückzugewinnen.

¿ESTÁ LA CORTE INTERAMERICANA DE DERECHOS HUMANOS A PUNTO DE CONVERTIRSE EN ACTOR POLÍTICO?

de Marie-Christine Fuchs, Sophie Nölcke

DESDE EL MATRIMONIO ENTRE PERSONAS DEL MISMO SEXO HASTA EL INDULTO A FUJIMORI
El gobierno de los jueces”: Este fue el título que el jurista francés Édouard Lambert eligió en el año 1921 para describir un fenómeno que desde entonces ha sido el objeto de muchos debates: la creación y el desarrollo de derecho por los jueces que algunos perciben como actos de “caza furtiva” en el territorio del legislador. Y si, además, quienes parecen “gobernar” son jueces regionales y no magistrados de Tribunales o Cortes Constitucionales nacionales, se comienzan a escuchar voces que pronostican el fin de la soberanía de los Estados.
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