Am 26. März 2026 begrüßte Lina Berends, Referentin der Konrad‑Adenauer‑Stiftung e. V. die Teilnehmenden zur sicherheitspolitischen Abendveranstaltung mit dem Botschafter a.D. Christoph Eichhorn.
In seinem Vortrag „Putins Kriege – Trumps Alleingänge“ analysierte Eichhorn die aktuellen geopolitischen Verschiebungen und ordnete die internationale Lage als möglichen Epochenbruch ein. Er stellte dar, dass sicherheitspolitische Grundannahmen seit 1945 an Stabilität verlieren, und diskutierte die Frage, ob die Pax Americana nach acht Jahrzehnten an ihr Ende gelangt sein könnte.
Mit Blick auf Russland erläuterte Eichhorn die Militärdoktrin, hybride Angriffe und die zunehmende Bedeutung von Desinformation. Er verwies auf verschärfte Rhetorik, darunter nukleare Drohgebärden.
Christoph Eichhorn ging auch auf die sicherheitspolitische Relevanz des Baltikums ein. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung der geplanten Litauen-Brigade und zitierte Bundeskanzler Friedrich Merz: „Der Schutz von Vilnius ist der Schutz von Berlin.“ Ergänzend ging Eichhorn auf die innenpolitischen Entwicklungen in den USA sowie die wachsende Systemkonkurrenz mit China ein.
Der Fokus seiner Darstellungen war die Frage zu beantworten, welche Haltung Deutschland und die Europäer in diesen Zeiten einnehmen müssen. Er betonte, dass wir uns klar werden sollten, wie viel uns Freiheit wert sei.
In der anschließenden Diskussion standen Fragen zur Zukunft der NATO, zur europäischen Verteidigungsfähigkeit und zum Umgang mit hybriden Bedrohungen im Mittelpunkt.
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