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Angela Merkels Nominierung

od Bernhard Lamers
Nach der ausführlichen Berichterstattung über die CDU-Krise in den vergangenen Wochen widmen nur einige britische Tageszeitungen der Nominierung von Angela Merkel für den Parteivorsitz längere Beiträge. So erwähnen "The Times" und "The Independent" die Nominierung nur als Kurzmitteilung, während "The Daily Telegraph" und die "Financial Times" näher auf das Ereignis eingehen.

Toby Helm schreibt im "The Daily Telegraph", daß die CDU traditionell von Männern und Katholiken aus dem Westen dominiert gewesen und die Wahl von Frau Merkel Ausdruck der Bereitschaft für einen Neuanfang der Partei sei. Die zukünftige Parteivorsitzende sei eine überzeugte Anhängerin der Europäischen Integration. Es würden von ihr weitreichende Reformen erwartet und eine Orientierung der Partei hin zu mehr Liberalität, sozialer Sensibilität und zu einer stärkeren Betonung der Familienpolitik.

Auch die "Financial Times" erinnert daran, daß die CDU eine von Männern dominierte Partei ist und die Nominierung von Frau Merkel einer erstaunlichen Umwälzung gleichkommt. Haig Simonian geht auf die Pressekonferenz ein, in der nur weniges über zukünftige Prioritäten deutlich geworden sei und vermutet, daß über die zukünftige Orientierung der Partei offene Auseinandersetzungen zu erwarten seien. Aufschluß geben werde sicherlich die Benennung des Generalsekretärs. Auch Simonian ist zurückhaltend mit einer eigenen Beurteilung und übernimmt weitgehend Kommentierungen aus deutschen Medien, so auch, wenn er schreibt, daß Frau Merkel nach einem stillschweigenden Abkommen dann, wenn die Kanzlerkandidatsfrage anstehe, Edmund Stoiber den Vortritt lassen werde.

Nach der Wahl von Frau Merkel zur Parteivorsitzenden werden wieder ausführlichere Berichte und Kommentierungen zu erwarten sein. Zur Zeit ist es auch in den britischen Medien erfreulicherweise ruhiger um die CDU geworden.

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