Am 11. November hat das renommierte chilenische Forschungsinstitut Centro de Estudios Públicos (CEP) seine letzte Meinungsumfrage vor den anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen veröffentlicht. Laut den aktuellen Ergebnissen würde am 13. Dezember der Kandidat der Mitte-Rechts-Opposition, Sebastián Piñera, etwa 36 Prozent der Stimmen der registrierten Wähler erhalten, während der Anwärter des regierenden Mitte-Links-Bündnisses, Eduardo Frei Ruiz-Tagle, auf 26 Prozent kommen würde. Es folgen die beiden Unabhängigen Kandidaten Marco Enríquez-Ominami und Jorge Arrate mit 19 bzw. 5 Prozent. Demnach deutet vieles darauf hin, dass im ersten Wahlgang keiner der vier Anwärter auf das höchste politische Amt im Lande eine absolute Mehrheit erreichen wird, und es somit am 17. Januar 2010 zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Hoffnungsträgern kommen wird. Hier dürfte sich Piñera gute Chancen ausrechen, die seit zwanzig Jahren regierende Concertación von der Macht zu verdrängen. Den Prognosen zufolge würde er in einem direkten Duell gegen Frei die Nase vorn haben: 43 gegenüber 37 Prozent. Weitaus ungewisser würde dagegen ein Aufeinandertreffen gegen den erst 36-jährigen Enríquez-Ominami ausfallen, da Piñeras Vorsprung in diesem Fall lediglich 3 Prozent entspricht.
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