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DOKULIVE-Format „Konrad Adenauer: Staatsmann. Demokrat. Europäer“

150. Geburtstag Konrad Adenauer

Anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer veranstaltete das Politische Bildungsforum Bremen der Konrad-Adenauer-Stiftung am 10. Februar im Gymnasium Vegesack und am 11. Februar für Schülerinnen und Schüler des Ökumenischen Gymnasiums zu Bremen, des Kippenberg-Gymnasiums sowie der St.-Johannis-Schule im CITY 46 die Veranstaltungsreihe DOKULIVE unter dem Titel „Konrad Adenauer: Staatsmann. Demokrat. Europäer.“

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Die Veranstaltungen richteten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse. Ziel war es, die historische Bedeutung Konrad Adenauers als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln und sein politisches Wirken sowie sein Vermächtnis für Deutschland und Europa anschaulich dazustellen. Durch die multimediale Präsentationsform wurde Geschichte lebendig und greifbar gemacht.

 

Die Tagungsleitung übernahm Jan Middelberg. Als Referent war der Politologe und Entwickler des DOKULIVE Formats, Ingo Espenschied, eingeladen Er präsentierte die 90-minütige Live-Dokumentation auf einer Kinoleinwand und kommentierte die historischen Quellen live. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler einen fundierten Einblick in das Leben Adenauers – von seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister von Köln 1917, über seine Verfolgung während der NS-Zeit bis hin zu seiner zentralen Rolle beim Wiederaufbau nach 1945.

 

Im Mittelpunkt stand zunächst die Frage, wer Konrad Adenauer war und welche historischen Weichen er für die heutige Bundesrepublik Deutschland gestellt hat. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass Adenauer 1906 der Zentrumspartei beitrat und 1917 im Alter von 41 Jahren zum Oberbürgermeister von Köln gewählt wurde. Während der Weimarer Republik setzte er seine politische Karriere erfolgreich fort, wurde unter deren Ende jedoch von den Nationalsozialisten aus dem Amt entfernt.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland in vier Besatzungszonen geteilt. Im Juli 1948 begannen die entscheidenden Beratungen zur Gründung eines westdeutschen Staates. Adenauer wurde im Alter von 72 Jahren Präsident des Parlamentarischen Rates und spielte eine zentrale Rolle bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes.

 

Dank seines politischen Geschicks knüpfte er enge Kontakte zu den Alliierten, die ihm später als Bundeskanzler zugutekamen. 1949 wurde Adenauer zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. In einer Koalition unter anderem mit der FDP prägte er maßgeblich die politische Ausrichtung des jungen Staates. Ein zentrales Ziel war die Westbindung Deutschlands sowie die Förderung der europäischen Einigung. Am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman die Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vor. Ein bedeutender Schritt hin zur heutigen Europäischen Union, den Konrad Adenauer entscheidend unterstützte.

 

1952 unterzeichnete die Bundesrepublik das Luxemburger Abkommen zur Wiedergutmachung gegenüber Israel und übernahm damit historische Verantwortung.

1955 erreichte Adenauer außerdem die Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangen aus der Sowjetunion. Die Heimkehr von rund 10.000 Kriegsgefangenen prägte das kollektive Gedächtnis der Deutschen maßgeblich. Auch der wirtschaftliche Wiederaufbau spielte eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit seinem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard setzte Adenauer auf die soziale Marktwirtschaft, die wirtschaftliche Freiheit mit sozialer Absicherung verband. Dieses Modell bildet bis heute die Grundlage der deutschen Wirtschaftsordnung. In den 1950er Jahren verbesserten sich die Lebensbedingungen deutlich, und das sogenannte Wirtschaftswunder führte zu wachsendem Wohlstand.

 

Ein weiterer Meilenstein war die deutsch-französiche Aussöhnung. Der 1963 unterzeichnete Elysée Vertrag legte den Grundstein für die enge die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich und stärkte die europäische Integration nachhaltig.

 

Konrad Adenauer trat 1963 im Alter von 87 vom Amt des Bundeskanzlers zurück. Er starb 1967.  Die große internationale Anteilnahme von zahlreichen Radiohören und Fernsehzuschauern an seinen Tod unterstrich seine weltpolitische Bedeutung.

Abschließend wurde gemeinsam reflektiert, was man von Konrad Adenauer heute lernen kann. Besonders hervorgehoben wurden die Bedeutung der Demokratie, die Übernahme historischer Verantwortung sowie der Einsatz für Frieden und europäische Zusammenarbeit.

 

Die Veranstaltung endete mit einer offenen Diskussionsrunde zwischen dem Referenten und den Schülerinnen und Schülern. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Gedanken zur politischen Bedeutung Konrad Adenauers zu äußern. Insgesamt bot die Veranstaltung einen lebendigen, informativen und nachhaltigen Einblick in das Leben und Wirken Konrad Adenauers und verdeutliche seine zentrale Rolle für die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und Europas.

 

Autorin: Astan Keita 

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Kontakt Dr. Ralf Altenhof
Dr. Ralf Altenhof
Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Bremen
ralf.altenhof@kas.de +49 421 163009-0

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