Hemingway, Orwell und der Kampf der totalitären Ideologien: Der spanische Bürgerkrieg 1936–1939
Podigee, 23. Juli 2026
Paul Ingendaay war Korrespondent der F.A.Z. in Spanien und veröffentlichte im Frühjahr 2026 sein Buch „Entscheidung in Spanien. Der große Kampf der Literatur 1936-1939.“ Er erzählt im Gespräch mit den beiden Hosts von F.A.Z. und Adenauer-Stiftung, warum der Bürgerkrieg bis heute in Spaniens Familien, Dörfern und Städten nachwirkt und weshalb er mehr war als ein innerer Konflikt. Denn NS-Deutschland und das faschistische Italien unterstützten Francisco Franco mit massiver Militärhilfe. Die Bombardierung Guernicas durch die Legion Condor, verewigt in Pablo Picassos Gemälde, hat sich in das historische Gedächtnis eingebrannt.
Doch auch die republikanische Seite war belastet: Die Sowjetunion lieferte Waffen und Berater, Stalin und die Kommunistische Internationale gewannen maßgeblichen Einfluss und innerhalb der Linken kam es zu Verfolgung, Denunziation, Folter und Morden an Gegnern und Abweichlern in den eigenen Reihen. Intellektuelle wie Simone Weil oder George Orwell erlebten, wie der antifaschistische Idealismus in Desillusionierung umschlug, weil auch die eigenen Reihen totalitäre Züge entwickelten.
Hosts
Angelika Fey (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Stefan Stahlberg (Konrad-Adenauer-Stiftung)
Gast
Paul Ingendaay, Literaturwissenschaftler und langjähriger Spanien-Korrespondent der F.A.Z.
Produktion
Redaktion: Angelika Fey, Stefan Stahlberg
Produktion: F.A.Z. Audio
Soundlogo: David Brucklacher
Themen
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