Download In der Debatte (PDF) Ausgabe März 2026
Auf einen Blick:
- Angesichts blockierter UN-Strukturen und unklarer Bedrohungslagen wird die Legitimität der amerikanisch‑israelischen Angriffe auf den Iran mit Blick auf das Völkerrecht unterschiedlich eingeschätzt. Die EU wirkt gespalten, handlungsunfähig und abhängig von den USA, während wirtschaftliche und geopolitische Risiken des Konflikts unmittelbar auf Europa zurückfallen. Ein Eingreifen in den Konflikt wird unterschiedlich bewertet. Europa aber muss handlungsfähiger und eigenständiger werden, um in einer instabilen Welt Ordnung und eigene Interessen wirksam zu schützen. Diskutiert wird dabei auch eine verstärkte deutsch-französische Kooperation sowie eine britische Annäherung an die EU.
- Demokratien brechen nicht zusammen, sondern erodieren langsam. Populismus, wachsende Ohnmachtsgefühle in der Gesellschaft, zunehmende Angst vor Krisen, fehlende Zukunftsvisionen, schwache politische Führung und eine fehlende politische Mitte sind dabei Risikofaktoren.
- Die Wissenschaft leidet zunehmend unter den politischen und gesellschaftlichen Erwartungen und wird in ihrer Autonomie bedroht. Universitäten aber bleiben zentrale Pfeiler demokratischer Gesellschaften, weil sie kritisches Denken, Erkenntnisgewinn und offene Debatten ermöglichen.
- Nachrufe würdigen Jürgen Habermas als einen der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart.
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