Download In der Debatte (PDF) Ausgabe Februar 2026
Auf einen Blick
- Die Erinnerungskultur in Deutschland und anderen Teilen der Welt ist zunehmend umkämpft. Neuen Formen des Gedenkens müssen angesichts des Verschwindens der Zeitzeugen sowie des wieder anwachsenden Antisemitismus gefunden werden. Bildung, historische Reflexion und gesellschaftliche Verantwortung bleiben entscheidend, um antisemitischen Tendenzen und geschichtsvergessenen Entwicklungen wirksam zu entgegenzutreten. Bloßes Gedenken muss in aktives Engagement umgewandelt werden.
- Eine Weltordnung im Umbruch, wachsende internationale Unsicherheit, die Erosion bislang geltender Regeln und die Unberechenbarkeit der USA unter Trump stellen Europa weiterhin vor große Herausforderungen. Die Debatte über eine atomare Bewaffnung Deutschlands beginnt erneut. Europa kann nur dann global bestehen, wenn es seine internen Blockaden überwindet, die technologische und ökonomische Modernisierung vorantreibt sowie eine gemeinsame und glaubwürdige Sicherheitsarchitektur entwickelt.
- Die Debatte um Meinungsfreiheit zeigt, dass nicht die Freiheit selbst erodiert, sondern ihr gemeinsames Verständnis durch eine Verzerrung des Diskurses unter Druck gerät.