Migration aus Venezuela

 

Peru liegt, mit der zweithöchsten Anzahl von Migranten venezolanischer Herkunft und der höchsten Anzahl von Asylbewerbern dieser Nationalität, an der Spitze in der Region. Die Flüchtlingskrise wurde durch den humanitären Notstand in Venezuela ausgelöst, der von der internationalen Gemeinschaft und den wichtigsten Hilfsorganisationen der Welt, darunter UNHCR und IOM, anerkannt wurde.

Laut einem Bericht der Nationalen Migrationsbehörde sind zwischen Januar 2016 und Mai 2021 1.553.449 Menschen aus Venezuela über Migrationskontrollpunkte eingereist und 788.295 von ihnen blieben in Peru.1 Die inoffizielle Zahl wird jedoch auf etwa 1,2 Millionen geschätzt.2

Die Arbeit der KAS Peru konzentriert sich auf die Stärkung der Kapazitäten des peruanischen Staates zur Integration der Migrationsbevölkerung und die Förderung der Integration der venezolanischen Gemeinschaft in die peruanische Wirtschaft.

 

[1]https://datastudio.google.com/u/0/reporting/b47403a5-b5fb-4a7a-8ed1-e0dd3e57274f/page/7QmaB (Stand Mai 2021)

[2]https://www.bancomundial.org/es/news/infographic/2020/07/22/infografia-migrantes-y-refugiados-venezolanos-en-el-peru-el-impacto-de-la-crisis-de-la-covid-19-coronavirus (Stand Juli 2020)

 

Veröffentlichungen

 

Der venezolanische Exodus: zwischen Exil und Emigration (2018)

Internationale Spezialisten haben an einer gemeinsamen Studie über venezolanische Migration in verschiedene Länder Lateinamerikas und Spaniens geforscht. Die Studie hat zum Ziel, zu einem besseren Verständnis des venezolanischen Migrationsphänomens beizutragen und bei der Gestaltung einer gemeinsamen Migrationspolitik unter den Ländern zu unterstützen. Hier lesen.

Integration venezolanische Migranten in den Arbeitsmarkt in Lateinamerika (2021)

Die Studie zielt darauf ab, auf die schwierige Situation der Suche nach menschenwürdiger Arbeit, der venezolanische Migranten häufig ausgesetzt sind, zu reagieren und richtet sich an ein breites Publikum, insbesondere aber an politische Entscheidungsträger, Beamte, Forscher, Fachleute, Nichtregierungsorganisationen, internationale Institutionen, Universitätsstudenten und andere. Hier lesen.

Studie über den Beitrag der venezolanischen Bevölkerung zur peruanischen Wirtschaft (2021)

Die, sich noch in der Entwicklung befindliche, Studie versucht, die verschiedenen Sektoren und die besten Strategien zu identifizieren, damit Migranten zur Steigerung der ökonomischen Produktivität, der Formalität und der Diversifizierung der peruanischen Wirtschaft beitragen können. Damit wird es ermöglicht, bessere Strategien vorzuschlagen, um das enorme Potenzial der Migrantengemeinschaft zur Stärkung der nationalen Wirtschaft erfolgreich zu nutzen. Mehr Informationen.

 

Kurse und Schulungen

 

Kurs: Menschliche Mobilität, Migration und Zuflucht.

Vorgesetzte, Spezialisten und technisches Personal der Nationalen Migrationsbehörde aus Lima und den Provinzen nahmen an einem von der Universität Antonio Ruiz de Montoya angebotenen Kurs zur Reflexion und Schulung über zeitgenössische Theorien über Migrationsströme, soziale Mechanismen der Integration von Migranten in den Aufnahmeländern und die Unterschiede im peruanischen und internationalen Rechtssystem, das den rechtlichen Status der zugewanderten Bevölkerung regelt, teil. Mehr Informationen.

Schulung: Organisationen der venezolanischen Zivilgesellschaft in Peru.

Mit dem Ziel, Ressourcen effizienter zu verwalten und die venezolanische Gemeinschaft in Peru noch besser zu erreichen, wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Schulung für die Mitarbeiter des Call Centers für venezolanische Migranten entwickelt. Ein Projekt der Organisation Veneactiva, das Migranten telefonisch über ihren Einwanderungsstatus und die notwendigen Verfahren zur Erleichterung ihres Arbeitseinsatzes in Peru berät. Mehr Informationen.

Pre-Inkubationsprogramm: Peru und Venezuela vereint im Entrepreneurship

Mit dieser Initiative sollen die gemeinsamen Herausforderungen überwunden werden, mit denen Unternehmer aus Venezuela und Peru auf dem heimischen Markt konfrontiert sind. Sie werden dabei unterstützt ihre Produkte durch ein Pre-Inkubationsprogramm für die Entwicklung eines Businessplans und die Unterstützung von Spezialisten in rechtlichen und technologischen Aspekten zu positionieren. Nach sechs Monaten erreichen sie den Prototyp ihrer Geschäftsidee und den Anschluss an ein unternehmerisches Ökosystem, das zum Wachstum des Landes und zum Wohl der Gesellschaft beiträgt.

 

Die 24 Teams, bestehend aus zwei bis vier Personen beider Nationalitäten, repräsentieren Unternehmen in einer Vielzahl von Dienstleistungen und Produkten, wie z.B. nachhaltige digitale Archive, Arbeitsplatzsicherung, Bildungsplattformen, Kinderbücher und Lebensmittel aus dem jeweiligen Land, umsetzen. Die Teams arbeiten einmal pro Woche in virtuellen Sitzungen an ihren Ideen. Mehr Informationen.

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