Einzeltitel

70 Jahre nach Stalingrad

Russen und Deutsche in der Epoche der Katastrophen

Der englische Historiker Eric Hobsbawn bezeichnete das vergangene Jahrhundert einst als eine „Epoche der Extreme“ und bezog sich dabei auf die Jahre 1914 bis 1991. In diese Zeit fielen zwei Weltkriege, wie sie die Menschheit nie zuvor erlebt hat, totalitäre Regime und deren Scheitern, Verführung und Untergang, Stacheldraht, Leiden und Hoffnungen von Millionen Menschen - „einfacher Menschen“, wie die Historiker und Publizisten sie zu Unrecht nennen.

Russen und Deutsche fanden sich in den Stürmen des vergangenen Jahrhunderts fast immer auf verschiedenen Seiten der Barrikaden wieder, und nicht selten betrachteten sie einander durch das Fadenkreuz ihrer Zielfernrohre. Das Buch „Russen und Deutsche in der Epoche der Katastrophen“, das 70 Jahre nach der Schlacht von Stalingrad erscheint, basiert auf einer Historikertagung, die im ehemaligen Stalingrad, dem heutigen Wolgograd stattfand. Die Publikation geht insbesondere der Frage nach, wie wir mit dem tragischen Erbe von Stalingrad umgehen können, insbesondere dann, wenn es immer weniger Zeitzeugen gibt, die den nachfolgenden Generationen über ihre persönlichen Kriegserfahrungen berichten können.

Die deutsch-russische Tagung, auf der das Buch aufbaut, war die erste Tagung deutscher und russischer Geschichtswissenschaftler, die zu diesem Thema im ehemaligen Stalingrad stattfand. Das Buch und die Veranstaltung leisten somit einen bedeutenden Beitrag für die gemeinsame deutsch-russische Geschichtsschreibung.

Die Publikation kann über das Moskauer Büro der Konrad Adenauer Stiftung bezogen werden (Lars.Schmidt@kas.de).

Russen und Deutsche in der Epoche der Katastrophen

Kriegsgedächtnis und Vergangenheitsbewältigung

Jochen Hellbeck, Alexander Vatlin, Lars Peter Schmidt (Hrsg.)

Konrad-Adenauer-Stiftung

Rosspen Verlag

Moskau 2012

ISBN 978-5-8234-1701-5

Ansprechpartner

Claudia Crawford

Claudia Crawford bild

Leiterin des Büros Multilateraler Dialog KAS in Wien

claudia.crawford@kas.de +43 1 890 14650 +43 1 890 146 516
Deutsche und Russen Eigene Bilder