Veranstaltungsberichte

EURASISCHE UNION: EIN NEUER POL IN EINER MULTIPOLAREN WELT? AMBITIONEN UND REALITÄTEN

von Claudia Crawford, Ekaterina Romanova

Expertentagung in Cadenabbia

Vom 26. bis 29. Mai 2015 diskutierten Experten aus Deutschland, Russland und Zentralasien im Rahmen eines Expertengesprächs mögliche Entwicklungsperspektiven der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU).

Am 1. Januar 2015 trat der Gründungsvertrag der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) in Kraft. Neben Russland, Weißrussland und Kasachstan, die früher die Zollunion bildeten, gehört inzwischen auch Armenien der EAWU an. Am 8. Mai 2015 unterzeichneten zudem die Präsidenten Russlands, Weißrusslands, Kasachstans und Armeniens Dokumente, die einen EAWU-Beitritt Kirgisiens ermöglichen. Die EAWU setzt einen gemeinsamen Binnenmarkt voraus und schließt die 2010 gegründete Zollunion mit ein. Es ist vorgesehen, dass Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital auf dem Binnenmarkt Freizügigkeit genießen sollen.

Im Laufe der dreitägigen Veranstaltung erfolgte durch die Experten eine Einschätzung der wirtschaftliche und politische Komponenten des Integrationsprojekts, dessen strukturelle Besonderheiten und die Entwicklung von Handelskontakten der EAWU-Mitglieder untereinander und zu Drittländern. Zu den Schlüsselfragen der Diskussionen gehörten die Zukunft der eurasischen Integration, Interessen und politische Motive der Teilnehmerstaaten, Kontakte und Zusammenarbeit mit China und der EU sowie der Einfluss der Ukraine-Krise auf die Entwicklung der EAWU. Die Expertenmeinungen über die Zukunft der EAWU reichten dabei von großer Skepsis bis zu vorsichtigem Optimismus.

Ansprechpartner

Claudia Crawford

Claudia Crawford bild

Leiterin des Büros Multilateraler Dialog KAS in Wien

claudia.crawford@kas.de +43 1 890 14650 +43 1 890 146 516