Asset-Herausgeber

Publikationen zum Thema „Demokratie braucht Mitwirkung“

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IMAGO / ZUMA Press Wire

Thailand vor den Wahlen

Richtungswechsel oder Status Quo?

Am 8. Februar 2026 wird in Thailand eine neue Regierung gewählt, weniger als drei Jahre seit dem letzten regulären Urnengang. Notwendig wurden die vorgezogenen Neuwahlen durch die Amtsenthebung von Premierministerin Paetongtarn Shinawatra im August 2025, in deren Folge eine Minderheitsregierung unter Anutin Charnvirakul, dem dritten Premierminister seit 2023, geschäftsführend und befristet die Geschicke übernahm. Diese Zeit geht nun zu Ende – am 12. Dezember 2025 wurde das Parlament aufgelöst, im Januar der Wahltermin bekannt gegeben. Zudem findet am selben Tag ein Referendum zum Für und Wider einer Verfassungsreform statt, die über die grundsätzliche politische Architektur des Landes langfristig entscheidet. Was steht auf dem Spiel, welche Szenarien zeichnen sich ab und was bedeutet das für die Zukunft des Landes? Ein Überblick.

IMAGO / Zoonar

Mexiko-Ausblick 2026

Mexiko im Stresstest: US-Interventionsdruck, Demokratieabbau und fragile Sicherheit

Seit der US-amerikanischen Militärintervention in Venezuela gelten mögliche Operationen der USA in Mexiko nicht länger als bloße Drohkulisse. Entsprechende Ankündigungen aus Washington werden inzwischen auch in Mexiko als reales politisches Risikoszenario wahrgenommen und stellen Präsidentin Sheinbaum vor eine außen- wie innenpolitische Bewährungsprobe. Gleichzeitig befindet sich das Land in einer Phase tiefgreifender institutioneller Umbrüche. Nach der weitreichenden Schwächung rechtsstaatlicher Strukturen im Jahr 2025 könnte 2026 mit der angekündigten Wahlrechtsreform auch die Legislative faktisch unter die Kontrolle der Regierungspartei geraten. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, würde die ohnehin fragile demokratische Balance weiter substanziell beschädigt. Parallel dazu zeigt sich in der Sicherheitslage ein uneinheitliches Bild. Während die Zahl der registrierten Tötungsdelikte zurückgeht, steigt die Zahl der Verschwundenen weiter an. Zugleich bleibt das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung hoch.

IMAGO / ZUMA Press Wire

Kommunalwahlen in Frankreich 2026

Ein Gradmesser für die Präsidentschaftswahlen

Im März 2026, sechs Jahre nach der letzten Wahl, werden in Frankreich die Kommunalvertretungen neu gewählt. Als letzte landesweite Direktwahlen vor der Präsidentschaftswahl 2027 messen die Parteien diesem Urnengang eine besondere Bedeutung bei, obwohl kommunale Ergebnisse traditionell nur begrenzt nationale Stimmungen abbilden. Angesichts der instabilen nationalen politischen Lage, in der die Kommunalwahlen in diesem Jahr stattfinden werden, könnte sich diese Tendenz jedoch ändern. Seit der Auflösung der Nationalversammlung im Jahr 2024 ist die politische Steuerungsfähigkeit auf staatlicher Ebene geschwächt, parlamentarische Mehrheiten bleiben instabil und das Vertrauen in nationale Institutionen steht unter großem Druck. Es scheint, als könnte die politische Bedeutung der Kommunalwahlen daher diesmal stärker auf nationaler Ebene durchschlagen, beziehungsweise von dieser beeinflusst werden. Entsprechend verschiebt sich der Blick auf die Kommunen: 2026 werden sie zu zentralen Prüfsteinen politischer Glaubwürdigkeit, Handlungsfähigkeit und Organisation.

IMAGO / Avalon.red

US-Meinungen nach dem ersten Jahr in Trumps zweiter Amtszeit

“Move Fast and Break Things”

Stärke zeigen, Traditionen in Frage stellen, die Interessen Amerikas – und die eigenen – in den Mittelpunkt stellen: Das erste Jahr der zweiten Amtszeit von Präsident Trump war ein Wirbelwind an nationalen und internationalen Veränderungen. Besonders außenpolitisch hat er die Rolle der USA tiefgreifend verändert – und die bestehende Ordnung in Frage gestellt.

MAGO / snowfieldphotography

Plakat, Online, Haustür – Wer wurde im Bundestagswahlkampf wie erreicht?

Repräsentative Umfrage zur Wahlkampfkommunikation 2025: Zur Wahrnehmung von Plakaten, Flyern, Social Media-Werbung, Straßenständen, Haustürwahlkampf und anderer Wahlwerbung

Mit großem Aufwand präsentieren sich die Parteien im Wahlkampf mit ihren Themen und Köpfen. Dabei nutzen sie alle denkbaren Wege: Plakate, Flugblätter und Informationsbroschüren, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Werbung in Sozialen Medien, Stände auf der Straße und auch die persönliche Ansprache – zum Beispiel an der Haustür. Doch was erreicht die Wahlberechtigten? Welcher Weg der Wahlwerbung war erfolgreich? Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist dieser Frage in einer repräsentativen Umfrage nachgegangen. Das Ergebnis: Wahlwerbung kommt an.

IMAGO / Xinhua

EU-Jordanien-Gipfeltreffen

Symbolischer Schritt für eine strategische Partnerschaft

Mit dem ersten bilateralen Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union (EU) und Jordanien setzten beide Akteure ein Signal für die Vertiefung ihrer Partnerschaft in Zeiten regionaler Instabilität im Nahen Osten. Mit ihrer Unterstützung für Jordanien möchte die EU das Partnerland in seiner wichtigen stabilisierenden Rolle in der Region stärken und entsprechend zur internen Stabilität des Landes beitragen, insbesondere durch die Ankurbelung der Wirtschaft. Für die EU bietet die vertiefte Partnerschaft außerdem eine Gelegenheit, sich im Kontext der zunehmend unberechenbaren US-Außenpolitik als verlässlicher Partner und Akteur im Nahen Osten zu profilieren. 

KI-generiert mit ChatGPT, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Raus aus der Polarisierungsfalle!

Klar in der Sache, fair im Ton: Wahlkampfstrategien zwischen demokratischer Polarisierung und populistischen Versuchungen

Der Autor analysiert die zunehmende Fragmentierung und Polarisierung im deutschen Parteiensystem und zeigt Wege auf, wie Parteien Profil gewinnen können, ohne den demokratischen Grundkonsens zu gefährden. Er unterscheidet dabei zwischen produktiver demokratischer Polarisierung und destruktiver affektiver Polarisierung. Als Wahlkampfstrategie werden klare Kernbotschaften, ein respektvoller Umgang mit Mitbewerbern, die Abgrenzung von extremistischen Parteien sowie eine positive, authentische Kandidatenprofilierung empfohlen.

smarterpix / AndreyPopov

Der Staat liefert: Was Regieren wirksam macht – und was nicht

Wirkungsorientierung statt Vorhabenplanung – zentrale Umsetzungseinheiten als Schlüssel für bessere Ergebnisse

Politik muss liefern – doch nicht Gesetze und Haushalte zählen, sondern Ergebnisse für Bürgerinnen und Bürger. Der Monitor zeigt: Wirkungsorientierte Steuerung, klare Ziele und Kennzahlen sowie kleine, schlagkräftige Umsetzungseinheiten im Zentrum der Regierung sind entscheidend. Sie bündeln Prioritäten, überwachen Fortschritte und beseitigen Hindernisse – für mehr Transparenz, Koordination und messbare Wirkung. So wird aus Anspruch Realität: Politik, die liefert.

Summary of OpenGov for Citizen

In collaboration with the Office of the Public Sector Development Commission (OPDC) since 2023

This ebook compiles proposals and results from all four “OpenGov for Citizen” events, covering a variety of policy schemes, including the development of policies to support the cost of living, welfare and quality of life for the elderly, the restoration and conservation of green spaces, the reduction of carbon emissions from industrial sectors and marine waste management.

IMAGO / Anadolu Agency

Marokkos Jugend vor der Wahl 2026

Zwischen mangelnder politischer Teilhabe und neuen Formen der Partizipation

Im September 2026 wird in Marokko gewählt. Der politische Betrieb richtet sich allmählich auf die Wahlen aus. Proteste junger Erwachsener ein Jahr vor den Wahlen haben die Nervosität der etablierten Parteien noch einmal gesteigert. Frustration und mangelnde Entwicklungschancen werden immer wieder genannt, obwohl das Land sich einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung gegenübersieht. Doch die Erfolge scheinen nur unzureichend bei der jungen Bevölkerung anzukommen. Das Resultat scheint Frustration und Misstrauen bezüglich der parlamentarischen Strukturen zu sein. Bis zum 31. Dezember 2025 müssen sich Erstwähler in die Wählerverzeichnisse eingetragen haben, um an den Wahlen teilzunehmen. Die vier Mio. Erstwähler machen immerhin ca. 15 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung aus und könnten somit zu einem wichtigen Faktor werden.