Publicador de contenidos

Deutsches Historisches Museum

Título individual

23. August - ein wichtiger Gedenktag

Vor 84 Jahren: ein folgenreicher Pakt

Der Hitler-Stalin-Pakt und seine Folgen

Publicador de contenidos

Vor 84 Jahren unterschrieben die Außenminister von Deutschland und der Sowjetunion in Moskau einen Nichtangriffspakt mit einem geheimen Zusatzprotokoll im Beisein von Stalin. Beschlossen wurde darin der Krieg beider Länder gegen Polen und dessen Aufteilung, was mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen am 1. September 1939 und der Roten Armee am 17. September 1939 vollzogen wurde. So begann der Zweite Weltkrieg. Zudem wurden die baltischen Staaten, Bessarabien (die heutige Republik Moldau) und Finnland dem sowjetischen Machtbereich zugeschlagen. Nur Finnland konnte im Winterkrieg 1939/40 seine Unabhängigkeit verteidigen, verlor aber erhebliche Gebiete an die Sowjetunion.

Der Vertrag ist als "Ribbentrop-Molotow-Pakt" nach dem Namen der Außenminister oder "Hitler-Stalin-Pakt" in die Geschichte eingegangen und hatte eine fatale Langzeitwirkung für die Staaten, die die beiden totalitären Herrscher unter sich aufteilten.

Zudem wurde die Teilungslinie in Polen 1945 grosso modo die neue Ostgrenze Polens, da die ostpolnischen Gebiete bereits 1939 in die Belarussische und Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert worden waren. Zum Ausgleich bekam Polen im Potsdamer Abkommen die deutschen Ostgebiete östlich der Oder-Neiße-Linie zunächst zur Verwaltung: das südliche Ostpreußen, Hinterpommern und Stettin, Schlesien, das Lebuser Land und die Neumark, insgesamt ein Viertel des deutschen Staatsgebiets. Viele Menschen in Deutschland kennen diese geschichtsträchtigen Gebiete gar nicht mehr.

Ein in diesem Ausmaß bisher unbekannter Bevölkerungsaustausch fand mit der fast vollständigen Vertreibung/Zwangsumsiedlung der Deutschen aus den deutschen Ostgebieten und der Polen aus den polnischen Ostgebieten statt.

Heute möchte der russische Diktator Putin nach eigen Worten wieder an die für ihn "glorreiche" Zeit der Sowjetunion als totalitäre Herrschaft auch über die Nachbarstaaten anknüpfen. Es ist bemerkenswert, dass dieser so folgenreiche Gedenktag in Deutschland kaum noch Erwähnung findet und vielen nicht bekannt ist.

Compartir

Publicador de contenidos

Personas de contacto

Stephan Georg Raabe

Stephan Georg Raabe bild

Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Brandenburg

Stephan.Raabe@kas.de +49 331 748876-0 +49 331 748876-15

comment-portlet

Publicador de contenidos