Riikide raportid

Gemeinsame israelisch-palästinensische Meinungsumfrage, Juni 2009

Beide Seiten teilen Pessimismus bezüglich der Chancen für die Gründung eines palästinensischen Staates innerhalb der nächsten fünf Jahre

Sowohl die Mehrheit der Israelis (62%) als auch der Palästinenser (67%) halten eine Vereinbarung über einen Endstatus in absehbarer Zeit für nicht möglich. Nur 35% respektive 30% stehen einer raschen Lösung optimistisch gegenüber.

Demzufolge glauben 69% der Palästinenser sowie 61% der Israelis, dass die Chancen für die Gründung eines palästinensischen Staates innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht existent, bzw. sehr niedrig sind. Lediglich ca. ein Drittel, 28 % und 32%, schätzen die Chancen für eine baldige Gründung mittel bis hoch ein.

Nichtsdestotrotz, jeweils die Mehrheit auf beiden Seiten, 59% der Israelis und 61% der Palästinenser, spricht sich für die Gründung eines palästinensischen Staates aus. 36% bzw. 23% widersprechen dieser Lösung. Die Zahl der israelischen Befürworter einer Zwei-Staaten-Lösung stieg nach Obamas Rede in Kairo leicht von 59% auf 63%. Jedoch hatte die Rede mehr Einfluss auf die Erwartungen der Israelis bezüglich von Endstatusverhandlungen sowie einen palästinensischen Staat zu gründen. Einschätzungen, dass die Chancen für einen palästinensischen Staat mittel bis hoch sind, stiegen nach der Rede um 10% - Erwartungen, dass eine Endstatusvereinbarung möglich ist um 6%.

Des Weiteren ergab die Umfrage, dass 43% der befragten Palästinenser bei einer Nuklearisierung des Irans positive Folgen für die arabische Welt erwarten, 33% dagegen erwarten dies nicht.

52% der Israelis unterstützen einen Luftschlag gegen den Iran, sollte internationale Bemühungen scheitern, Iran am Ausbau seines Atomwaffenprogramms zu hindern.

Weiterhin wurde deutlich, das die Hälfte beider Seiten, Israelis (52 %) und Palästinenser (50%), eine gegenseitige Anerkennung unterstützt; Israel als Staat des jüdischen Volkes, sowie (nach erfolgreicher Gründung) einen palästinensischen Staat für das palästinensische Volk. Zwar unterstützt die Mehrheit der Bevölkerung immer noch diese gegenseitige Anerkennung, verglichen mit vorherigen Umfragen ist jedoch eine leichte Abwärtstendenz festzustellen.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit Harry S. Truman Research Institute for Advancement of Peace an der Hebräischen Universität in Jerusalem und dem Palestinian Center for Policy and Survey Research in Ramallah, welche vom vom 21. Mai bis 03. Juni 2009 unter 606 Israelis (Fehlerquote 4,5%) und 1270 Palästinensern (Fehlerquote 3%) im Westjordanland, Ost-Jerusalem und im Gazastreifen durchgeführt wurde. Im Anschluss an die Rede Barack Obamas am 04. Juni 2009 in Kairo, wurde in der Zeit vom 08. Juni – 09. Juni 2009 unter einem repräsentativen Teil der israelischen Bevölkerung erneut eine Erhebung durchgeführt, um potenzielle Stimmungsveränderungen der öffentlichen Meinung festzustellen.

Dr. Lars Hänsel, Thomas Birringer, Jerusalem und Ramallah, Juni 2009

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Sankt Augustin Deutschland