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Ettelugemised

Widerworte - Poesie und Politik

Lesung und Austausch mit dem politischen Lyriker Lutz Rathenow

Was macht einen lyrischen Text zu einem politischen? Wie stehen politische Umstände und literarisches Kunstwerk zueinander in Beziehung?

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Detailid

Lutz Rathenow Verlag Ralf Liebe
Lutz Rathenow

Was ist es, das einen lyrischen Text politisch macht? Welche Debatten entzünden sich in Bezug auf die Wirksamkeit solcher Texte?  Ist politische Lyrik immer Klagelyrik? Revolutionsaufruf? Agitationsgesang?

Diese und andere Fragen, mit denen sich die Dozentin Petra von der Lohe und Studierende der Hochschule in einem Seminar beschäftigen,  diskutieren wir an diesem Abend mit dem Lyriker Lutz Rathenow, der sich als politischer Autor sieht. Der DDR-Bürgerrechtler und spätere Sächsische Landesbeauftragt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird eine Auswahl seiner erfahrungsgesättigten Gedichte vortragen und über den Zusammenhang von Leben, Poesie und Politik in der Zeit vor und nach der Wende 1989/1990 mit dem Publikum in einen Austausch treten.

 

Lutz Rathenow wurde 1952 in Jena geboren, wo er Geschichte und Germanistik studierte. Er leitete ab 1972 den „Arbeitskreis Literatur und Lyrik“ bis zu dessen Verbot 1975. Nach der Biermann-Ausbürgerung 1977 wurde er in einem Disziplinarverfahren vom Studium an allen Hoch- und Fachschulen der DDR ausgeschlossen. Er arbeitete als Transporthilfsarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena und siedelte nach Ostberlin über. Sein erstes in der Bundesrepublik publizierte Buch „Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet“ (1980) führte zu einem dreimonatigen Ermittlungsverfahren. Er galt fortan als politischer und literarischer Netzwerker zwischen DDR-Opposition, literarischen Szenen und West-Journalisten. In "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten" (2022) veröffentlichte er Texte aus diesen Zeiten. Seine Gedichtbände „Früher ist morgen“ (2025)  und „Zangengeburt“ 1982/ 2026 setzen die biografische Vergewisserungsarbeit fort.

 

Den Nahtstellen zwischen Leben, Poesie und Gesellschaft widmet sich auch der von Studierenden der Alanus Hochschule gegründete Verein Flechtwerk e.V. Er versteht sich als Forum für Philosophie, Kunst und Gesellschaft und konzentriert sich auf die Förderung von Literatur, Kunst und gesellschaftlichem Austausch. Zwei Alumni der Hochschule stellen das Vorlaut-Magazin des Vereins vor.

Programm

18.30 Uhr

Begrüßung

Philip Seehausen, Bonn

Gastgeber und Inhaber der Buchhandlung am Paulusplatz

 

Einführung: Poesie und Politik

Petra von der Lohe, Alfter

Dozentin im Bereich Literatur und kreatives Schreiben

 

Lesung

Lutz Rathenow, Berlin

Autor

 

Diskussion mit dem Publikum

moderiert von:

Julian Raab, Alfter

Student des Studienfachs Perform Art

 

Danach:

Premierenvorstellung desVorlaut-Magazins der Alanus-Alumnis durch

Alessandra Albrecht und Fabienne Koch, Alfter

Verein Flechtwerk e.V.

 

Schlusswort

Prof. Dr. Martin Reuber, Bornheim

ehemaliger Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

20.30 Uhr

Ende der Veranstaltung

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Toimumiskoht

Buchhandlung am Paulusplatz Paulusplatz 2, 53119 Bonn Deutschland
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Kontakt Prof. Dr. Martin Reuber
Portrait von Prof. Dr. Martin Reuber
Referent Europapolitik
Martin.Reuber@kas.de +49 2241 246 4218 +49 2241 246 54218

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