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denkt@g-Jugendwettbewerb 2026 eröffnet

Ein JugendpolitikTag im Zeichen der Erinnerungskultur

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar startet der „denk@g“ Jugendwettbewerb 2026 unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert Lammert.

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Der aktuelle „denkt@g“-Wettbewerb wurde unter dem Motto „Ihre Geschichte (er)zählt – Frauen im Holocaust“ eröffnet. Im Rahmen der Wettbewerbseröffnung fand ein JugendpolitikTag statt, bei dem Schülerinnen und Schüler über zwei Tage hinweg eingeladen waren, sich in verschiedenen Workshops mithilfe unterschiedlicher kreativer Ausdrucksformen mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus und die Shoa auseinanderzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der historischen Rolle und der Verfolgung von Frauen im Holocaust sowie auf der Bedeutung dieser Erinnerungsarbeit für die heutige Gesellschaft.

 

Den Auftakt des JugendpolitikTags bildete die Begrüßung der Jugendlichen durch Dr. Sandra Busch-Janser, stellvertretende Leiterin der Politischen Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung, im Forum der Akademie. Mit der offiziellen Eröffnung leitete sie in das Programm ein. Daraufhin folgte ein Vortrag von Jakob Guhl, Director of Policy and Research beim ISD Germany, zum Thema „Gedenken im digitalen Zeitalter – Zwischen TikTok, Insta und historischer Verantwortung“, der den ersten inhaltlichen Impuls der Veranstaltung setzte.

 

In seinem Ausführungen beleuchtete Jakob Guhl zentrale Erscheinungsformen von Antisemitismus im digitalen Raum. Im Fokus standen dabei antisemitische Verschwörungsmythen, codierte Sprache in sozialen Medien sowie die Frage, worauf insbesondere Jugendliche bei der Nutzung digitaler Inhalte achten sollten.

An den Vortrag schloss sich eine moderierte Diskussion an, an der neben Jakob Guhl auch Tanya Yael Raab, jüdische Influencerin, Aktivistin und Autorin, teilnahm. Moderiert von Daniel Spliethoff brachte Raab eine praxisnahe Perspektive ein und berichtete über Herausforderungen und Gefahren ihres Engagements im digitalen Raum. Gemeinsam mit den Jugendlichen diskutierten die Teilnehmer unter anderem über den Umgang mit KI-generierten Inhalten zum Holocaust, die Verbreitung von Falschinformationen und antisemitischen Narrativen im Netz sowie über Risiken und Chancen digitaler Medien für die Erinnerungskultur. Darüber hinaus wurde thematisiert, wie sich Erinnerung angesichts schwindender Zeitzeugenschaft weiterentwickeln kann und welche Verantwortung jede und jeder Einzelne trägt, Erinnerung gemeinsam zu bewahren.

 

Im Anschluss an die Diskussion arbeiteten die Jugendlichen zwei Tage in Workshops, in denen sie sich intensiv mit dem diesjährigen Motto „Ihre Geschichte (er)zählt – Frauen im Holocaust“ beschäftigten. Kreativ brachten sie die Themen auf vielfältige Weise zum Ausdruck – in Poetry Slams, Theaterstücken, Comics, Texten, Graffitis oder in einem Rechercheworkshop „Spurensuche“. Eine Gruppe nutzte die Zeit zudem für einen Besuch im Jüdischen Museum, während die übrigen Gruppen ihre Projekte direkt vor Ort weiterentwickelten. Die Bandbreite der Ergebnisse zeigte eindrucksvoll, wie wichtig solche Veranstaltungen sind, um die Erinnerungskultur lebendig zu halten, Jugendliche für historische Verantwortung zu sensibilisieren und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus auch in der heutigen Gesellschaft zu stärken.

 

Nach der Präsentation der Workshop-Ergebnisse erfolgte die offizielle Eröffnung des „denkt@g“-Wettbewerbs durch Prof. Dr. Norbert Lammert, Schirmherr der Veranstaltung. Der Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Bundestagspräsident richtete in diesem Rahmen ein Grußwort an die Teilnehmenden und erklärte:

„Wer sich mit der deutschen Geschichte und der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocausts auseinandersetzt, stellt fest, dass Freiheit und Demokratie, Toleranz und Humanität keine selbstverständlichen Gewissheiten sind, sondern historische Errungenschaften, die das fortdauernde Engagement jedes Einzelnen von uns voraussetzen.  Haben wir die Lektionen der Geschichte gelernt? Ganz offensichtlich nicht so gründlich, wie wir gerne geglaubt und voreilig verkündet haben. Deshalb ist der denkt@g-Jugendwettbewerb so wichtig und so aktuell. Die Auseinandersetzung junger Menschen mit dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte ist notwendiger denn je. Und die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind Jahr für Jahr hervorragend.“

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb, der junge Leute im Alter zwischen 16 und 22 Jahren dazu aufruft, sich mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus und den Holocaust, aber auch mit aktuellen Fragen zu Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen, unter www.denktag.de.

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Kontakt Dr. Sandra Busch-Janser
Dr. Sandra Busch-Janser
Stellvertretende Leiterin Politische Bildung und Leiterin Politische Bildungsforen
sandra.busch-janser@kas.de +49 30 26996-3492 +49 30 26996-53492
Kontakt Felix Bäuml
Felix Bäuml
Referent Leitung Politische Bildungsforen
felix.baeuml@kas.de +49 (0)30 26996-3514 +49 (0)30 26996-3551
Kontakt

Susanne Duhm

Susanne Duhm (2020)
Sekretärin / Sachbearbeiterin
susanne.duhm@kas.de +49 (0)30 26996-3973

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