Vom 23. bis 27. April 2026 war der frühere Präsident des Europäischen Parlaments und ehemalige Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, zu Gast in Rom. Als besonderer Höhepunkt seines Dialogprogramms wurde der Präsident a.D. von Papst Leo XIV. in einer Privataudienz empfangen, in welcher er sich „beeindruckt von der Persönlichkeit des Papstes und seinen inhaltlichen Positionen“ zeigte. Auch nach dieser persönlichen Begegnung nahm Pöttering an der Audienz für die anwesende Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) teil und würdigte insbesondere das Engagement des Papstes für die europäische Einigung. Papst Leo XIV. erinnerte an die Gründerväter der Europäischen Union, Robert Schuman, Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer. Diese hätten, so der Papst, in einer schwierigen Zeit den Weg der Einigung Europas begonnen. Für die heutige und zukünftige Generationen sei dies zugleich Vorbild und Ermutigung.
Hans-Gert Pöttering, welcher von 1979 bis 2014 dem Europäischen Parlament angehörte, leitete von 1999 bis 2007 die EVP-Fraktion und war von 2007 bis 2009 Präsident des Parlaments. Des Weiteren war er von 2010 bis Ende 2017 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Während seines Aufenthalts sprach er auf einer Konferenz mit der Jugend von Forza Italia (EVP), an welcher der italienische Außenminister und Vorsitzende der Forza Italia, Antonio Tajani, und der Präsident der italienischen Alcide De Gasperi Stiftung, Angelino Alfano, anwesend waren. In seiner Rede würdigte Pöttering insbesondere die Persönlichkeit und Politik von Konrad Adenauer, welcher großes Glück gehabt habe, dass er in De Gasperi und Schuman Gleichgesinnte fand - verbunden vor allem durch ihren gemeinsamen christlichen Glauben.
Einen weiteren Vortrag hielt er im Rahmen des zugleich stattfindenden Workshops der EVP mit ihrem Vorsitzenden Manfred Weber. Anlässlich des diesjährigen 150. Geburtstag von Konrad Adenauer betonte Hans-Gert Pöttering auch hier die Rolle der Gründerväter und ihrer gemeinsamen christdemokratischen Wertegrundlage in der Einigung Europas. Ebenfalls erinnerte er daran, dass die europäische Einigung ein „Projekt des Friedens und der Freiheit“ sei und dass dieses in der Vergangenheit von den amerikanischen Regierungen stets unterstützt wurde. Die „törichte Ansicht" des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump, die Europäische Union sei als Konkurrent zu den USA geschaffen worden, „offenbare historische und politische Unkenntnis“. Gleichwohl, so der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, sollten die Europäer bemüht bleiben, mit den USA „gute partnerschaftliche Beziehungen aufrechtzuerhalten“.
Die Appelle zu der deutsch-italienischen Kooperation im europäischen Rahmen und zu Dialog und Frieden wurden sowohl von den Abgeordneten der EVP-Fraktion wie auch den Jugendlichen der Forza Italia positiv aufgenommen. „Se avessi una seconda vita, vorrei vivere in Italia." ("Hätte ich ein zweites Leben, dann würde ich in Italien leben wollen."), erklärte Pöttering den Letzteren erfreut – woraufhin Prof. Massimiliano Valente antwortete: „Und wenn ich ein zweites Leben hätte, dann auf jeden Fall in Deutschland.“
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