Strong Cities 2030

Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung durch internationale Zusammenarbeit und Wissensaustausch

Strong-Cities-2030 / Stadtpanorama imran shahabuddin / flickr / CC BY 2.0
Strong Cities 2030 ist eine Initiative der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Ziel, eine Stadtentwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit, Resilienz und Inklusion zu fördern.

Die Urbanisierung ist ein bestimmendes Phänomen des 21. Jahrhunderts. 2050 werden weltweit zwei Drittel der Menschheit in Städten leben. In Afrika wird sich die städtische Bevölkerung verdreifacht haben. Der Großteil dieses Wachstums wird in Städten mit niedrigen und mittleren Einkommensschichten stattfinden. Die Anteile Europas, Nordamerikas und Ozeaniens am weltweiten Bevölkerungswachstum werden bis 2050 aller Voraussicht nach kontinuierlich sinken. Beim Zuwachs der städtischen Bevölkerung ist Afrikas Wachstumsrate mit jährlich nahezu vier Prozent weltweit die höchste.

Der Prozess der Urbanisierung wird aber nicht nur von neuen Chancen und Möglichkeiten, sondern auch von enormen wirtschaftlichen, umwelt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen begleitet. Momentan steht die Frage der nachhaltigen Stadtentwicklung ganz oben auf globalen Agenden wie beispielsweise den VN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs), der Agenda 2063 der Afrikanischen Union oder der African Urban Agenda von UN-Habitat. Vor allem das neu aufgestellte SDG Nr. 11 („Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten“) zeigt, dass die Stadtentwicklung als ein eigenständiges Thema und nicht länger nur als Querschnittsthematik gesehen wird. Diese Veränderung verspricht einen neuen Anstoß für zukünftige städtische Investitionen und Maßnahmen.

Mit der neuen globalen Initiative „Strong Cities 2030“ (SC2030), die im September 2018 im Rahmen einer Konferenz in Essen erfolgreich gestartet wurde, reagiert die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) auf die Notwendigkeit, Kapazitäten aufzubauen, Know-how und Best Practices auszutauschen sowie die internationale Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung unter jungen Kommunalpolitikern und Experten zu fördern.

Das Ziel

Durch den globalen Austausch von Wissen, Konzepten und Praktiken in länderübergreifender Zusammenarbeit sind jüngere Lokalpolitiker dazu befähigt, politisch wettbewerbsfähige Pläne für ihre Städte zu entwickeln, die den sich wandelnden Anforderungen im Zuge zunehmender Urbanisierung gerecht werden und hohe Lebensqualität für die Einwohner bieten. Dies ist gegeben, wenn Nachhaltigkeit (ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung), Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur und Erholung so im Einklang miteinander entwickelt werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen.

 

Das Konzept

Den Kern bilden ausgewählte Politiker aus dem globalen KAS-Netzwerk. Sie stammen aus Städten bzw. Ländern, die geostrategisch als Partner für Deutschland bzw. Europa von Bedeutung sind.Durch ihre Förderung bzw. die Stärkung ihrer Städte im globalen Wettbewerb wird der Einfluss der freiheitlich-demokratischen Ordnung in der Welt unterstützt. Die Mitglieder definieren selbst Themen und Vorgehensweisen der Zusammenarbeit. Die intensive Vernetzung der Politiker mit Experten aus verschiedenen Themenbereichen der Stadtentwicklung (aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Bürgerschaft, NGOs) aus den beteiligten Städten ist die Basis für wechselseitiges globales Lernen sowie die gemeinsame Entwicklung und lokale Umsetzung integraler Lösungen.