Wochenlang gingen Tausende von Menschen in Sofia, aber auch in anderen Städten, jeden Abend auf die Straße und forderten den Rücktritt der Regierung. Diese ignoriert bis heute die Proteste fast vollständig und macht weiter mit fragwürdigen Personalentscheidungen, der Rehabilitierung von ehemaligen Staatssicherheitsmitarbeitern (DS), politisch motivierten Entlassungen in den Ministerien und Behörden sowie mit verbalen Angriffen gegen die friedlich Protestierenden. Jedoch wäre es falsch zu sagen, dass die Proteste sich nur gegen die jetzige Regierung richten. Diese Proteste, wie auch teilweise die letzte Protestwelle im Februar, richten sich gegen die gesamte politische Klasse und gegen die systemischen Missstände, insbesondere gegen die Oligarchie.
Umfragen
Umfragen zeigen, dass für 72 % der Bulgaren die Situation im Lande unerträglich ist. Das ist der höchste Wert seit sechs Jahren, er liegt um 15 Prozentpunkte höher als im Frühjahr letzen Jahres. 44 % der Befragten unterstützen die Proteste. 37,5% spre-chen sich für Neuwahlen aus. Allerdings sind ebenso viele gegen einen Rücktritt der Regierung. Sollten die Wahlen heute stattfinden, so kämen nur drei Parteien ins Parlament – GERB, die Sozialisten (BSP) und die Partei der ethnischen Türken (DPS). Der sogenannte Reformatorische Block, in dem sich die kleinen Parteien der bürgerlichen Opposition versammeln, erhält immerhin 19 % Zustimmung.
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