Für manche ist Donald Trump ein Held, der gekommen ist, um die Welt zu retten; für andere ist er derjenige, der ihren Untergang herbeiführen wird. Was man auch von ihm hält, eines ist bei Donald Trump sicher: Er lässt niemanden gleichgültig. Wenn es eine Lektion gibt, die man von Donald Trump lernen kann, dann ist es, dass er immer überrascht: Man versuchte, ihn zu ermorden, und er trat stärker hervor, skandierend „Fight, Fight, Fight“ zu den Rufen seiner Anhänger. Man hatte ihm eine gewisse Inhaftierung versprochen, und dennoch erreichte er das, was niemand zuvor geschafft hatte: Er wurde erneut Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, nachdem er die Wiederwahl verloren hatte. Natürlich wurden alle Momente der ersten 100 Tage seiner Amtszeit von der ganzen Welt genauestens unter die Lupe genommen – zwischen denen, die große Veränderungen von ihm erwarteten, und denen, die den Atem anhielten, in welche Richtung seine Präsidentschaft führen würde. Um es milde auszudrücken: Diese ersten 100 Tage waren extrem intensiv, geprägt von einer langen Reihe von Präsidialdekreten zu einer breiten Palette von Themen. Die Doktrin, die nun seine Regierung strukturiert, ist klar: „America First“ – und dies gilt für alle Themen.
Trump hat deutlich gemacht, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr systematisch die Führung bei der Lösung internationaler Krisen übernehmen werden. Der Abbau von USAID spiegelt eine schrittweise Abkehr seines Landes von mehreren globalen Problemen wider. Für Marokko könnte diese zweite Amtszeit von Präsident Trump erhebliche Konsequenzen haben – positive oder negative. Daher ist es relevant, die ersten 100 Tage seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus durch eine marokkanische Brille zu betrachten und jene Maßnahmen zu untersuchen, die das Königreich direkt oder indirekt betreffen. So wurde die Ernennung von Marco Rubio zum Außenminister mit Optimismus aufgenommen. Rubio, der als Freund des Königreichs gilt, nannte Marokko sogar ein Beispiel für eine erfolgreiche Partnerschaft.
Unter Trumps erster Amtszeit erlebte die Sahara-Frage einen bedeutenden Durchbruch. Im Jahr 2020 wurde die Vereinigten Staaten das erste Land, das offiziell und schriftlich die marokkanische Souveränität über die Sahara anerkannt hat. Diese Anerkennung ermöglichte es Marokko, seine Position gegenüber anderen Partnern wie Spanien, Frankreich oder Deutschland zu konsolidieren und festere Zusagen von ihnen zu verlangen. Nichts garantiert jedoch, dass eine zweite Amtszeit von Trump denselben Verlauf nehmen wird. Schlüsselfiguren in der Annäherung zwischen Rabat und Washington, wie Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und Architekt der Abraham-Vereinbarungen, sind in der Verwaltung nicht mehr so stark involviert. Trumps Unvorhersehbarkeit, gepaart mit seiner „America First“-Doktrin, erfordert strategische Vorsicht: Er ist in der Lage, alles infrage zu stellen, wenn eine Situation ihm keine greifbaren Vorteile bietet.
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