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Kampf um Rohstoffe

Welchen Einfluss haben Kriege und Konflikte um Rohstoffe auf die wirtschaftliche Stärke der Europäischen Union und den Wirtschaftsstandort Deutschland?

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Detalii

Kriege und Konflikte weltweit bestimmen seit Jahrzehnten die internationalen Debatten – nicht erst seit dem russischen Überfall auf die Ukraine und der Rückkehr von Krieg auf den europäischen Kontinent. Die voranschreitende Globalisierung galt vielen Menschen einst als Verheißung einer friedlicheren Zukunft, da Kriege in einer Welt enger ökonomischer Verflechtungen für alle Seiten nur Verlierer bringen würden.

 

Nunmehr zeichnet sich jedoch verstärkt ab, dass die Globalisierung und der Übergang in eine multipolare Ordnung zu Krisen- und Kriegstreibern werden. Konflikte um Rohstoffe etwa gewinnen stetig an Bedeutung, der Hunger nach knappen Ressourcen steigt.

Beispiele für solche Konflikte finden sich in allen Teilen der Erde:

• Russland besetzt seit seinem Überfall Gebiete mit beträchtlichen Vorkommen von ukrainischen Ressourcen wie Lithium, Kobalt, Titan und Seltenen Erden.

• Die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen haben mit der Übernahme der kongolesischen Regionen Nord- und Süd-Kivu Zugriff auf Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten und weitere weltweit nachgefragte Ressourcen.

• In Angola, Indonesien, Kolumbien, Nigeria, Sierra Leone oder dem Sudan toben interne wie externe Konflikte um die Nutzung und Ausbeutung von Rohstoffen.

 

Für Europa ergeben sich aus diesen Entwicklungen zentrale Zukunftsfragen. Als globaler Akteur, dessen Wirkmacht besonders auf seiner wirtschaftlichen Stärke gründet, ist es auf stabile Lieferketten und einen funktionierenden Welthandel angewiesen. Kriege um Rohstoffe belasten das machtpolitische Fundament Europas damit unmittelbar.

 

Wir laden Sie recht herzlich ein, mit uns aktuelle Rohstoffkonflikte zu analysieren und Fragen zu erörtern, inwieweit Europa und Deutschland aktiver ihre wirtschaftspolitischen Interessen verfolgen können.

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        Lukas Laible
        Kommissarischer Landesbeauftragter und Leiter des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg
        lukas.laible@kas.de +49 711 870309-40

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