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Wie kann moderner Küstenschutz aussehen?

Küstenschutz im Agenda 2030 Prozess

Veranstaltungsbericht

Um über „Modernen Küstenschutz im Agenda 2030 Prozess“ zu informieren und zu diskutieren, hat das Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung am 19.01.2022 zu einer Abendveranstaltung über die Plattform Zoom eingeladen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Rieke Bruns, FSJlerin des Bildungsforums Weser-Ems, das Publikum und leitete in die Thematik ein. Sie verwies auf den kontinuierlich steigenden Meeresspiegel und, dass daraus resultierende überschwemmen von flachen Küstengebieten. Zudem würde nicht genügend getan werden, um die 17 Ziele der Agenda 2030 in naher Zukunft zu erreichen.

Um über Maßnahmen zusprechen, die uns dem Ziel dennoch näherbringen könnten, wurde die Referentin Dr. Leena Karrasch vorgestellt. Sie ist Expertin für inter- und transdisziplinäre partizipative Planungsprozesse für nachhaltiges Land- und Wassermanagement an der Nordseeküste.

Ihren Vortrag begann Sie mit einer kurzen Darstellung, über welchen Raum überhaupt gesprochen werde. Zur Veranschaulichung zeigte Sie diverse Impressionen von der Nordsee, dem Deichvorland und Salzwiesen. Sie verwies darauf, dass es sich selbstverständlich um einen natürlichen Raum handeln würde und dennoch eine menschengemachte Landschaft sei. In diesem Kontext nannte Sie das Zitat: „Wer nicht will deichen, der muss weichen“.

Herausforderungen der Küstenregion seien vor allem der Anstieg des Meeresspiegels, wenn dazu dann noch starker Wind oder Niederschlag treffen, können kritische Situationen entstehen. Daher sei ein gut funktionierendes Wassermanagement unerlässlich. Zudem spreche sie sich dafür aus, dass eine Verbindung unterschiedlicher Maßnahmen erfolgen sollte. Zurzeit würden nämlich primär Schutzmaßnahmen ergriffen, dennoch sollten Vermeidungs-, Vorsorge- und Wiederherstellungsmaßnahmen mit einbezogen werden.

Auch die Resilienz spiele hier eine wichtige Rolle. Der Grundgedanke sei nämlich nicht, den vorherigen Zustand wiederherzustellen, sondern aus den Erfahrungen zu lernen und einen weniger vulnerablen Zustand des Küstenschutzsystems zu erreichen. So ähnlich werden die Ziele auch in der Agenda 2030 definiert, dennoch finde man diese nur in Nebensätzen wieder, bemängelte Dr. Leena Karrasch.

Auf Nachfrage aus dem Publikum, was politisch getan werden müsse, um den Küstenschutz besser unterstützen zu können, äußerte sich Dr. Leena Karrasch dahingehend, dass der Austausch gefördert werden müsse, indem Experten zusammengebracht werden. Natürlich spiele auch der finanzielle Aspekt eine Rolle und mehr Förderungen von Projekten wäre wünschenswert.

Ein Beispiel könnten wir uns auch an den Niederlanden nehmen, welche oftmals mutiger und experimentierfreudiger sind, was man beispielsweise auch gut an Konzepten wie schwimmenden Häusern sehen kann.

Des Weiteren meldete sich die Stellv. Ortsbürgermeisterin von Sahlenburg zu Wort. Sie berichtete, dass es keinen Deich in ihrer Kommune gäbe und dieser nun nach 70 Jahren gebaut werde. In diesem Kontext erläuterte Dr. Leena Karrasch, dass Deiche essenziell für den Küstenschutz sind, doch auch diese an ihre Grenzen kommen können. Höher gebaute Deiche bedeutet auch mehr Gewicht, was zu einem Deichbruch führen könnte. Unterstützung liefern daher sogenannte Spundwände, sie dienen zur Sicherung der Deiche.

Zusammengefasst sei der Hochwasserwasserschutz immer noch technisch ausgelegt, doch durch Ergänzungen wie ökosystembasierte Maßnahmen könne die Resilienz gestärkt werden.

Nach wie vor sei Klimaanpassung und Küstenschutz eine Gemeinschaftsaufgabe, beendete Dr. Leena Karrasch ihren Vortrag.

 

 

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