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ASEAN hält Einbeziehung Indiens für verfrüht

ของ Gert W. Kück
Die zehn Mitglieder der Association of South-East Asian Nations (ASEAN) haben verlauten lassen, daß sie ein separates Gipfeltreffen mit Indien oder die Erweiterung des "ASEAN+3"-Gipfels - der China, Japan und Südkorea einbezieht - in einen Plus-4-Gipfel unter Teilnahme Indiens derzeit für nicht opportun halten.

Dies gab der Premierminister Singapurs, Goh Chok Tong, am 24. November 2000 im Ergebnis des vierten Gipfeltreffens der Staats- bzw. Regierungschefs der ASEAN-Mitgliedsstaaten in Singapur gegenüber Pressevertretern bekannt. Der Premier, der Anfang November dem indischen Staatspräsidenten auf dessen Ersuchen zugesagt hatte, sich für die Einladung Indiens zum Gipfel einzusetzen, verlautbarte nach dessen Abschluss die in der Diskussion der führenden ASEAN-Vertreter entstandene Meinung, dass "ASEAN plus 3" ein Forum zur Einbeziehung ostasiatischer Staaten sei.

Außerdem sei es relativ neu und müsse Gelegenheit bekommen, sich zunächst erst einmal selbst zusammenzufinden. Es sei zur Zeit schwierig, sich einem "ASEAN-plus 4"-Arrangement zu nähern. Die ASEAN könne sich gegenwärtig nur die Schaffung eines separaten Forums dieses regionalen Zusammenschlusses für die Diskussion mit Indien vorstellen. Dies sei auch diskutiert, jedoch als verfrüht betrachtet worden.

Einen Tag später kommentierte der stellvertretende chinesische Außenminister Wang Yi diese Entscheidung ebenfalls damit, dass die Einbeziehung Chinas, Japans und Südkoreas und die Negierung des indischen Wunsches "geographisch" bestimmt und auf engere regionale Kooperation zwischen Ost- und Südostasien gerichtet sei. Indien hätte enge Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit diesen drei Staaten und den ASEAN-Mitgliedern, die vertieft werden könnten.

In Indien hat dies beträchtliche Verwunderung, wenn nicht Verärgerung ausgelöst. In der Presse wurden Meinungen laut, dass Indien nach dem höflichen "Nein" der ASEAN-Führer sich nun einem intensiven Trend des Zusammenspiels von China, Japan und Südkorea mit den ASEAN-Mitgliedsstaaten gegenübersehe, aus dem der südasiatische Gigant als zunehmend an Gewicht erlangender Teil Asiens ausgeschlossen sei. Angesichts dessen und da Indien den Gedanken "ASEAN plus 4" in voller Kooperationsbereitschaft und Ernsthaftigkeit an den Gipfel herangetragen habe, sei dessen Zurückweisung für New Delhi eine besorgniserregende Angelegenheit. Brunei, die Philippinen und Thailand werden als die Staaten bezeichnet, die sich dem indischen Wunsch verschlossen gezeigt hätten.

Demgegenüber verwiesen andere indische Stimmen darauf, dass Indien als Dialogpartner der ASEAN und Mitglied des Asian Regional Forum bereits im Gespräch mit diesen Regionalorganisationen bzw. deren Mitgliedern sei und den bereits begonnenen Dialog auf dieser Basis fortsetzen und intensivieren sollte. Dies böte vielfältige Gelegenheiten für Kontakte. Außerdem sollte registriert werden, dass die inneren Probleme der ASEAN-Staaten groß und ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung ungleichmäßig sei, so dass zumindest aus dieser Sicht ein gewisses Verständnis für die derzeitige Haltung der ASEAN aufgebracht werden müsste.

Dennoch wird die Entscheidung des jüngsten ASEAN-Gipfels, Indien nicht in den ASEAN-Plus-Prozess einzubeziehen oder ein Forum dieser Organisation für den Dialog mit Indien zu schaffen, von den meisten politischen Beobachtern in New Delhi mit unverhüllter Verbitterung registriert, wobei in einigen Fällen auch nationalistische Töne mitschwingen. Es sei schließlich Indien gewesen, dass - abgesehen von seiner Bedeutung als eines der beiden größten Länder Asiens schlechthin - die Brücke von diesem Kontinent nach Europa geschlagen und besonders über den Buddhismus, aber auch über hinduistische Kulturleistungen enormen kulturellen Einfluss auf China, Japan, Indonesien oder Myanmar (Burma) genommen habe.

Außerdem sei es einerseits verwirrend, dass Indien als die "größte Demokratie der Welt" eine Brüskierung durch autoritäre und totalitäre Regime - wie China, Südkorea oder Burma - hinnehmen müsse; andererseits sei es aber verständlich, dass diese Staaten sich gegen "demokratische Einflüsse" aus Indien abschirmen wollten.

Weiterhin werden Parallelen zur Nichteinbeziehung Indiens in die jährlichen ASEM-Treffen gezogen, was seit Jahren ein Stein des Anstoßes für das offizielle New Delhi ist. Auch hier werde deutlich, dass die Bedeutung Indiens

  • als Regionalmacht,

  • als Kandidat für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen,

  • als aufstrebende Größe auf dem zunehmend wichtiger werdenden Gebiet der Informationstechnologie sowie

  • als Land mit einem stabilen Wirtschaftswachstum - welches im Gegensatz zu dem Auf und Ab in Südostasien stehe ("Asienkrise") -

noch nicht voll erkannt werde.

Wie vielfach in den Medien oder in offiziellen Stellungnahmen betont, sollte Indiens guter Wille zur Zusammenarbeit mit allen Ländern Südost- und Ostasiens und seine Politik des "Blicks nach Osten" nicht in Zweifel gezogen werden. Zur Bestätigung dessen wird auch auf eine Reihe anderer Initiativen verwiesen, so z.B. auf das jüngste, Anfang November aus der Taufe gehobene Mekong Ganga Cooperation Forum (MGC), das neben Indien Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam einbezieht, oder die in der Zielsetzung ähnlich gelagerte, bereits seit geraumer Zeit existierende "Bangladesh, Indien, Myanmar, Sri Lanka, Thailand Economic Co-operation" (BIMSTEC).

Ein Blick auf die Landkarte macht deutlich, dass für Indien hier neben soliden wirtschaftlichen Interessen (nicht nur Warenexport, sondern Trainingsangebote für Informationsverarbeitung, Englischkurse für Militärpersonal und andere, Technikerausbildung etc.), in starkem Maße sicherheitspolitische Erwägungen initiativ gewesen sein dürften, insbesondere die aus indischer Sicht zunehmende chinesische Infiltration Myanmars (einschließlich der chinesischen Intentionen zur Errichtung von Marinebasen) und deren Ausstrahlung in die unruhigen, von separatistischen Bewegungen und terroristischen Kräften geschüttelten indischen Unionsstaaten im Nordosten.

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