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KOREU – KORUS:

Die Exportnation Südkorea lernt den Freihandel

Nachdem die Freihandelsabkommen Südkoreas mit der EU und den USA im Juli 2011 beziehungsweise März 2012 in Kraft traten, zeigt der Schritt Richtung Freihandel bislang eine gemischte Bilanz. Obwohl Südkorea vom Abkommen mit den USA profitieren konnte und das Exportvolumen wuchs, sank die Nachfrage nach südkoreanischen Produkten in der EU. Gleichzeitig stiegen Exporte aus großen EU-Staaten nach Südkorea.

Vor allem Deutschland konnte aufgrund steigender Nachfrage nach Automobilen und Metallerzeugnissen hohe Ausfuhren nach Südkorea erzielen. Südkoreanische Konsumenten profitieren bis jetzt offenbar nur in geringem Maße von den Abkommen.

In den vergangenen Jahren wagte Südkorea sich auf den Weg vom Protektionismus zum Freihandel und leitete eine wirtschaftliche Öffnung zur Außenwelt ein. Die zwei umfassendsten Freihandelsabkommen (Free Trade Agreement/FTA), die bisher abgeschlossen wurden, waren die mit den Handelspartnern EU und USA. KOREU – umgangssprachlich für das FTA zwischen Südkorea und der EU – wurde im Vorfeld von koreanischer Seite überwiegend positiv eingeschätzt. Obwohl verschiedene EU-Mitgliedstaaten Kritik am FTA äußerten, trat dieses am 1. Juli 2011 in Kraft. Das Ziel von KOREU ist, innerhalb von fünf Jahren 98,7% aller Zölle im bilateralen Handel für industrielle und landwirtschaftliche Produkte abzubauen. Somit sollen nach dieser Übergangsphase fast alle Produkte – ausgenommen sind einzelne landwirtschaftliche Produkte wie zum Beispiel Knoblauch oder Reis – zollfrei gehandelt werden können.

Das FTA zwischen Südkorea und den USA – kurz KORUS genannt – wurde am 12. Okto-ber 2011 vom US-Kongress und, nach ausgiebigen Protesten, am 22. November 2011 von der südkoreanischen Nationalversammlung ratifiziert. Am 15. März 2012 trat das FTA schließlich in Kraft.

Grundsätzlich scheinen sich die Erwartungen an beide FTA bis jetzt nur teilweise zu erfüllen. KOREU, welches vor Inkrafttreten in Südkorea überwiegend positive Reaktionen hervorief, entwickelt sich zurzeit in vielen Produktsektoren eher zum Nachteil Südkoreas. Der Handel unter KORUS hingegen verläuft aus südkoreanischer Sicht unerwartet positiv. Exporte in die USA wuchsen während der ersten sechs Monate des FTA stetig.

Proteste und angekündigte Neuverhandlungen

KORUS trat im März 2012 nach langen Verhandlungen und Protesten zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen Südkoreas in Kraft. Vor allem der Agrarsektor protestierte dagegen, da hohe Handelsdefizite nach Inkrafttreten von KORUS prophezeit wurden. In Südkorea drohte die linke parlamentarische Opposition stets mit Neuverhandlungen des Abkommens, sollte sie die Präsidentschaftswahlen im Dezember 2012 gewinnen. Diese Pläne wurden allgemein jedoch als unrealistisch und wahltaktisch motiviert abgetan. Auch die gewählte Präsidentin Park Geun-hye von der konservativen Saenuri-Partei sprach sich gegen Neuverhandlungen aus.

Im Herzen des FTA steht die Automobilindustrie. Der Automobilhandel zwischen Südkorea und den USA ist sehr unausgeglichen. Den USA gelang es bis jetzt nur, kleine Stückzahlen nach Südkorea zu exportieren, während südkoreanische Autohersteller schon seit Jahren große Mengen in die USA liefern und dort auch Produktionsstätten betreiben. Vor dem FTA hinderten vor allem südkoreanische Sicherheitsstandards die amerikanischen Hersteller daran, den Markt besser zu erschließen. Verschiedene Komponenten des FTA beziehen sich daher speziell auf solche Reglungen, um den Handel zu beleben.

Zehn Monate KORUS

Die Entwicklungen in den ersten Monaten des FTA zeigen, dass Südkorea in vielen Branchen vom Abbau der Handelsbarrieren profitiert. Die Exporte in die USA stiegen innerhalb der ersten sechs Monate um 2,9% im Vergleich zum Vorjahr, während gleichzeitig Exporte in andere Regionen wie die EU und China sanken. Auch amerikanische Exporte nach Südkorea schrumpften im selben Zeitraum um 7%, sodass der südkoreanische Handelsüberschuss mit den USA wuchs. Besonders die Ausfuhr von Automobilen, Autoteilen, Maschinen und Textilien zog an: Innerhalb der ersten sechs Monate stiegen die Exporte von Automobilen und Autoteilen um 20,1%, Maschinen um 10,6% und Petroleumprodukten um 25%.

Auch die südkoreanischen Landwirte und Fischer, welche sich zunächst vehement gegen das Abkommen wehrten, dürften jetzt zufrieden sein. Laut der Korean International Trade Association (KITA) stiegen die Exporte von Agrarprodukten seit Inkrafttreten von KORUS kontinuierlich an. Das Exportvolumen von Elektrowaren hingegen verringerte sich, da die Industrie schon vor dem Abkommen durch relativ niedrige Zölle begünstigt wurde.

Insgesamt kann Südkorea mit dem Anlaufen von KORUS zufrieden sein. Neben dem wachsenden Exportvolumen darf man die Vorteile für südkoreanische Konsumenten nicht vergessen. Kirschen zum Beispiel sind dank des FTA billiger zu erstehen, da der bisherige Zoll von 24% abgeschafft wurde. Nichtsdestototz bleibt vor allem die Auswahl an Obst und Gemüse im Einzelhandel oft auf in Südkorea erzeugte Produkte beschränkt. Für verschiedene Früchte, darunter Äpfel und Birnen, sind in den nächsten Jahren keine Tarifkürzungen vorgesehen, sodass der südkoreanische Markt hier von heimischen Waren dominiert bleiben wird.

Interessanterweise rudern nun auch anfängliche Gegner des FTA zurück und behaupten, dass sie nicht grundsätzlich gegen das Abkommen gewesen seien. Sohn Hak-kyu, ein prominenter Vertreter der oppositionellen Demokraten, ließ verlauten, dass er und seine Partei nur die „ungeschickte“ Art und Weise wie das Abkommen den Südkoreanern „verkauft“ wurde, kritisiert hätten. Es ist in Südkorea ruhiger um KORUS geworden. Einerseits ist dies wohl mit dem Sieg von Park Geun-hye bei den Präsidentschaftswahlen zu erklären. Andererseits belegt das Wachstum südkoreanischer Exporte in vielen Sektoren, dass Handel mit den USA nicht zwangsläufig zum eigenen Nachteil führt.

US-Automobilindustrie enttäuscht

In den USA hingegen wird wegen des steigenden Handelsdefizites mit Südkorea Kritik am KORUS lauter. Von März bis September 2012 schrumpfte das US-amerikanische Exportvolumen nach Südkorea um 7%. Vornehmlich amerikanische Automobilhersteller beurteilen das FTA negativ, da die neuen Regelungen bis jetzt noch nicht den gewünschten Effekt zeigten. Ein Vergleich verdeutlicht, wie unausgeglichen der Automobilhandel zwischen den Partnern ist. In den vergangenen fünf Jahren exportierte Südkorea durchschnittlich 54 Mal mehr Autos in die USA als die USA nach Südkorea. Amerikanische Hersteller befürchten auf Grund aktueller Entwicklungen, dass sich dieses Verhältnis weiter zu Gunsten der Südkoreaner entwickeln wird.

KOREU: Durchwachsen

Das Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und der EU wurde unter umgekehrten Umständen eingeführt. Die südkoreanischen Meinungen bezüglich KOREU waren weitestgehend positiv. Im Vorfeld wurde erwartet, dass insbesondere Südkorea von diesem FTA profitieren würde, da schon vor Inkrafttreten jährlich ein Überschuss im Warenhandel mit der EU erwirtschaftet wurde. Die Erwartungen Südkoreas wurden jedoch nur teilweise erfüllt. Bis jetzt haben sich nur wenige der positiven Vorhersagen bewahrheitet, und somit sind südkoreanische Hersteller und Händler zunehmend pessimistisch eingestellt gegenüber dem Abkommen mit dem weltweit größten Wirtschaftsblock.

Südkoreanische Exporte in die EU schrumpften im ersten Jahr der Anwendung des FTA um 11,5% im Vergleich zum Vorjahr. Südkorea exportiert zwar immer noch mehr Waren in die EU als es von dort importiert, jedoch schrumpfte das Handelsvolumen. Südkoreanische Gewinner des Freihandels mit der EU sind die Automobilhersteller. Seit Inkrafttreten von KOREU steigen die Exporte der Hyundai-Kia Gruppe. Nach Deutschland lieferten die Hersteller 2012 155.673 Modelle – ein Anstieg von 20% im Vergleich zum Vorjahr. Damit belegt Hyundai-Kia Platz eins der ausländischen Autolieferanten nach Deutschland. Neben dem erfolgreichen Automobilsektor ziehen auch die Exporte von Maschinen in die EU an.

Insgesamt verzeichnet Südkorea nach wie vor eine positive Handelsbilanz mit der EU, wobei das Handelsvolumen seit Inkrafttreten des FTA jedoch geschrumpft ist. Handelsdefizite mit großen EU-Mitgliedstaaten – darunter Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich – werden durch positive Bilanzen mit kleineren und mitteleuropäischen EU-Staaten ausgeglichen. In südkoreanischen Medien wird vor allem die Schuldenkrise in der Eurozone für die unerfüllten Erwartungen verantwortlich ge-macht. Experten sind aber auch der Meinung, dass ohne KOREU die europäische Währungs- und Schuldenkrise für Südkorea wesentlich spürbarer gewesen wäre.

Südkorea zieht vorerst ein gemischtes Fazit des FTA mit der EU. Jedoch besteht die Hoffnung, dass mit einem wirtschaftlichen Aufschwung in Europa auch die Nachfrage nach südkoreanischen Produkten wieder ansteigt.

EU positiv gestimmt

Von der Europäischen Union kommt bis jetzt durchgängig positive Resonanz. So lobt zum Beispiel Handelskommissar Karel de Gucht die Anfangsphase des FTA mit Südkorea. Das Abkommen bringe unwahrscheinlich große Möglichkeiten für beide Seiten mit sich. Die Zahlen bestätigen diese Euphorie von europäischer Seite. Die Exporte der EU nach Südkorea sind seit Juli 2011 kontinuierlich angestiegen, im ersten Jahr des FTA um 14,8%. Vor allem Luxusgegenstände europäischer Markenhersteller wie Uhren, Handtaschen und Schuhe erfreuen sich großer Beliebtheit in Südkorea. Außerdem profitieren Hersteller von Wein und Spirituosen, Maschinen, Chemikalien und Medizintechnik vom Abbau der Handelsbarrieren. Jedoch konnten die südkoreanischen Verbraucher noch nicht in vollem Umfang vom Wegfall der Zölle profitieren. Die Preise von Luxusgütern und Wein wurden nicht spürbar reduziert, woraufhin die südkoreanische Regierung die entsprechenden Importeure bereits abmahnte.

Streitthema Automobile

Schon im Vorhinein unzufrieden mit KOREU waren besonders die italienischen und französichen Automobilhersteller. Letztere fürchteten, dass südkoreanische Marken eine zu große Konkurrenz für heimische Fahrzeuge darstellen würden, sobald die Zölle für Automobile abgebaut wären. Bereits in den Jahren zuvor waren europäischen Kleinwagenherstellern die Modelle von Hyundai und Kia ein Dorn im Auge. Die deutsche Abwrackprämie 2009 zeigte schon vor dem FTA, dass Kleinwagen aus Südkorea auf Grund niedrigerer Preise oft den einheimisch hergestellten, vergleichbaren Modellen vorgezogen wurden. Obwohl die EU nach 18 Monaten FTA spürbar von zollfreien Exporten nach Südkorea profitiert hat, haben einzelne Mitgliedstaaten immer noch Vorbehalte gegen das Abkommen.

So zum Beispiel Frankreich. Gut ein Jahr nach Inkrafttreten des FTA erhielt die Europäische Kommission im August 2012 eine Anfrage Frankreichs zur strengeren Überwachung und Kontrolle der südkoreanischen Autoimporte in die EU. Solch eine Überwachung kann von Mitgliedstaaten bei der Kommission beantragt werden, falls steigende Importe aus dem Ausland drohen, eine europäische Industrie ernsthaft zu schädigen. Diese Anfrage wurde jedoch von der Kommission abgelehnt. Statistiken von Eurostat zeigen, dass die Importe südkoreanischer Autos nach Frankreich im ersten Jahr des FTA (von Juli 2011 bis Juni 2012) um 24,5% anstiegen. Bei französichen Verbrauchern besonders beliebt sind südkoreanische Kleinwagen, sodass in dieser Kategorie 2012 sogar eine Importsteigerung von 86,9% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde. Auf EU27-Ebene stiegen die Importe in dieser Kategorie um 23,7%.

Neben Frankreich drohte auch Italien im Vorfeld damit, das FTA abzulehnen. Grund war auch hier die Befürchtung der italienischen Automobilhersteller, dass südkoreanische (Klein)Wagen den Markt nach Aufhebung der Zölle innerhalb von drei bis fünf Jahren überfluten würden. Diese Befürchtung hat sich 2012 jedoch noch nicht bewahrheitet. Während der italienische Import von südkoreanischen Kleinwagen lediglich um 0,56% anstieg, fiel der Gesamtimport von Automobilen um 11,3%.

Umgekehrt stellen vor allem Weinexporte eine Gewinnchance für Italien da. Laut der südkoreanischen Supermarktkette Lotte sind in den letzten Jahren die Weinimporte stetig gestiegen. Im Dezember 2012 wurde zum ersten Mal 4,2% mehr Wein als Soju (eine traditionelle südkoreanische Spirituose) verkauft. Italien ist schon seit Jahren internationaler Spitzenreiter im Weißweinexport nach Südkorea. Mit einem Marktanteil von mehr als 35% liegt es weit vor dem Zweitplatzierten Frankreich mit etwa 15%. Die Beliebtheit ausländischer Weine nimmt in Südkorea stetig zu.

Beliebtheit deutscher Autos

Deutschland kann bis jetzt mit den Handelszahlen zufrieden sein. Vor allem Maschinen, chemische Erzeugnisse und Autos führten zu einem Anstieg im Exportvolumen nach Südkorea. Da deutsche Autos von Audi, BMW und Mercedes-Benz auch in Südkorea sehr geschätzt sind, legten die Exporte der Edelmarken zu. Obwohl der südkoreanische Automarkt von heimischen Herstellern dominiert wird – und nur etwa 10% der verkauften Modelle aus dem Ausland stammen – stieg der Anteil importierter Autos in 2012 von 105.037 auf 130.858 Einheiten – ein Plus von 24,6%. Spitzenreiter ist BMW mit 28.152 verkauften Einheiten. Auf Platz zwei liegt Mercedes-Benz mit 20.389 verkauften Autos, gefolgt von Volkswagen mit 18.395. Audi exportierte 15.126 Fahrzeuge und belegt somit Platz vier. Die Aussichten für deutsche Hersteller sind gut, da die Zollsät-ze auf Personenkraftwagen noch bis 2014 schrittweise abgebaut werden. Die Exporte könnten folglich in den nächsten Jahren weiter wachsen. Doch auch in anderen Bereichen kann Deutschland durchaus zufrieden mit dem Abkommen sein. So profitierten zum Beispiel deutsche Schweinefleischlieferanten von dem FTA, denn dadurch ist es wieder erlaubt, Schweinefleisch nach Südkorea zu exportieren.

Bis jetzt ergibt sich für Deutschland also eine positive Handelsbilanz mit Südkorea. Dies ist nicht nur auf die gestiegenen Exporte zurückzuführen, sondern auch auf sinkende Nachfrage in Deutschland nach südkoreanischen Produkten. Vor allem der Import von Schiffen und Elektrogeräten sank. Hinter Deutschland, welches Rang eins der größten europäischen Lieferländer Südkoreas belegt, folgt das Vereinigte Königreich. Es profitiert in großem Umfang von dem FTA. Der Erfolg ist insbesondere durch den hohen Zuwachs im Kauf von britischem Erdöl bedingt. Allgemein kann festgehalten werden, dass die größeren Mitgliedstaaten der EU den größten Gewinn aus dem FTA ziehen.

Fazit

Die anfänglichen Einschätzungen beider FTA werden in den aktuellen Trends nur teilweise widergespiegelt. KOREU hat bis jetzt zu einem Rückgang südkoreanischer Exporte in die EU geführt, wohingegen KORUS Südkorea unerwartet positive Handelsbilanzen beschert. Vollends zufrieden sein dürften die südkoreanischen Autohersteller, welche durch abgebaute Zölle ihre Ausfuhren in die EU und die USA steigern konnten.

Für südkoreanische Konsumenten ist der Wegfall von Zöllen bis jetzt nur in mäßigem Umfang zu genießen, da in vielen Bereichen Preise künstlich hochgehalten werden. Auch die Produktvielfalt in südkoreanischen Supermärkten hat nur geringfügig zugenommen, und vor allem im Obst- und Gemüseregal sind weiterhin überwiegend heimische Produkte zu finden.

Nichtsdestotrotz kann Südkorea mit dem Anlaufen beider Abkommen zufrieden sein. Einerseits signalisieren die abgeschlossenen FTA Südkoreas Wille zur wirtschaflichen Öffnung, sodass neben den bereits existierenden Abkommen zurzeit Verhandlungen mit Handelspartnern wie Kanada und Australien stattfinden. Andererseits wurden Direktinvestoren zum Beispiel aus den USA und Japan angelockt.

Trotz überwiegend positiven Reaktionen von europäischer Seite, bleiben nach wie vor nichttarifäre Handelshemmnisse bestehen, welche es den europäischen und auch amerikanischen Firmen weiterhin erschweren, den südkoreanischen Markt zu erschließen. So gibt es zum Beispiel eine Vorschrift welche besagt, dass südkoreanische Busse 5 cm schmaler sein müssen als europäische. Infolgedessen sieht man auf Südkoreas Straßen keine europäischen Busse. In Zukunft gilt es also, diese Vorschriften abzuschaffen, um den Handel weiter zu liberalisieren.

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Stefan Samse

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