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Die Chancen der Globalisierung nutzen!

Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht Diskussionspapier zur Globalisierung und formuliert Handlungsbedarf für die deutsche Politik

Genua, Gleneagles, Heiligendamm – die Veranstaltungsorte der letzten G8-Gipfel wecken Erinnerungen an teils massive Gegendemonstrationen. Auch der diesjährige G8-Gipfel, der vom 7. bis 9. Juli auf der japanischen Halbinsel Hokkaido stattfindet, wird erwartungsgemäß wieder Proteste und Kritiker mobilisieren.

Die Skepsis der Globalisierungsgegner lässt inzwischen auch die deutsche Bevölkerung nicht mehr ganz unberührt. So sehen beinahe die Hälfte der Deutschen in der Globalisierung mehr Risiken als Chancen. Globalisierung schürt zweifellos Ängste. Doch gerade für ein Land wie Deutschland, das von der Einbindung in die Weltwirtschaft immens profitiert, steht die wachsende Skepsis in einem Missverhältnis zu den Chancen, die die Globalisierung für mehr Wachstum und Wohlstand bietet.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte mit der Publikation „Deutschland in der Globalisierung: Auswirkungen und Handlungsansätze für eine bessere Balance zwischen Gewinnern und Verlierern“ zu mehr Ausgewogenheit in der Globalisierungsdebatte beitragen und ferner Impulse für eine - für alle - gewinnbringende Gestaltung der Globalisierung geben.

Die Autoren, Jürgen Matthes, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Christina Langhorst und Bodo Herzog, beide Team Wirtschaftspolitik, Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung, setzen sich mit dem Prozess und den Auswirkungen der Globalisierung auf Deutschland auseinander. Sie greifen zentrale Punkte auf, die in der öffentlichen Debatte kontrovers diskutiert werden und reflektieren sie im Lichte des ökonomischen Forschungsstands. Im Vordergrund stehen Aspekte, die oftmals emotional diskutiert werden: Vernichtet die Globalisierung Arbeitsplätze in Deutschland? Sind die gering qualifizierten Arbeitnehmer die Verlierer der Globalisierung? Verliert der Staat in der globalisierten Welt an Handlungsfähigkeit? Wo liegen die Vorteile der Globalisierung für Deutschland?

Die Analyse zeigt unter anderem auf, dass die Arbeitsplatzbilanz, getragen durch den deutschen Exporterfolg und Investitionen ausländischer Unternehmen, deutlich besser ist als oft vermutet. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer ist weder der alleinige noch der dominierende Grund für die lange Zeit herrschende hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die steigende globalisierungsbedingte Konkurrenz trifft zwar gering qualifizierte Arbeitnehmer am stärksten. Doch die hohe Arbeitslosigkeit in dieser Bevölkerungsgruppe ist auch auf gesteigerte Rationalisierungen im Zuge des technischen Fortschritts und auf lange Zeit nicht hinreichend konsequente wirtschaftspolitische Reformen, vor allem am Arbeitsmarkt, zurückzuführen.

Die Globalisierung fordert uns heraus – doch wir können viel tun, um ihre Chancen besser und nachhaltiger zu nutzen. Die Publikation zeigt auf, wie wir dem Ziel, Arbeit und Teilhabe für alle zu schaffen, durch eine zukunftsgerichtete Politik näher kommen können: Notwendig ist ein Dreiklang aus umfassender Bildungsförderung, Aufwertung von niedrigen Einkommen durch Kombilöhne und Abgabenentlastungen bei den unteren und mittleren Einkommen.

Das Diskussionspapier finden Sie unter: http://www.kas.de/wf/de/33.14039

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Zukunftsforum Politik
2 กรกฎาคม 2008
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