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Risiken und Chancen der EU-Erweiterung aus der Sicht des deutschen Mittelstandes

Berliner Mittelstandsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung setzt Diskussionsrunde fort

Auf dem jüngsten Mittelstandsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin diskutierten Erich G. Fritz MdB, Vorsitzender des Unterausschusses Globalisierung und Außenwirtschaft des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Bernhard Friedmann, Präsident des Studienzentrums Weikersheim und Präsident des Europäischen Rechnungshofes a.D. und Dr. Ulrich Wlecke, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Alix Partners GmbH, über Risiken und Chancen der EU-Erweiterung.

Erich G. Fritz betonte dabei, dass die EU-Osterweiterung für alle eine Bereicherung darstellt, sowohl kulturell als auch politisch und ökonomisch. Neben den Risiken würde sie in erster Linie für Deutschland auch viele Chancen bieten. So erschließen sich z.B. mit der Erweiterung der Wachstumsmärkte nicht nur den großen, sondern auch kleinen und mittleren Unternehmen aus Deutschland neue profitable Märkte. Voraussetzung für die Bewältigung der neuen Herausforderungen und zur Realisierung der potentiellen Einkommens- und Wohlfahrtsgewinne, so Erich G. Fritz, sei eine Anpassung und erhöhte Flexibilität bei der Lohnfindung und bei den sozialen Sicherungssystemen auf dem Arbeitsmarkt.

Dr. Ulrich Wlecke bestätigte die Argumentation von Erich G. Fritz und bezeichnete die EU-Osterweiterung als eine „kleine Globalisierung“, die Bestandteil eines unaufhaltsamen säkularen Trends ist, die erhebliche Auswirkungen auf Deutschland hat. Die aktuellen ökonomischen Probleme führt er nicht auf die Erweiterung zurück, sondern erklärt sie als „hausgemacht“. Als eines der größten Probleme sieht er dabei den Faktor der Arbeitskosten. Deutschland hat diesbezüglich die höchsten aller Industrieländer und kann diese nicht (mehr) durch eine hohe Produktivität ausgleichen. Den hohen Arbeitskosten stehen sinkende Transaktionskosten gegenüber, die ebenso wie die niedrigen Steuersätze – insbesondere in Osteuropa – eine internationale Arbeitsteilung begünstigen.

Laut Dr. Ulrich Wlecke wird es nun stark von der deutschen Wirtschaftspolitik und von klugen unternehmerischen Entscheidungen abhängen, ob die EU-Osterweiterung für Deutschland nur zu einer Bedrohung wird oder auch zu einer Chance.

Das seit vier Jahren existierende Mittelstandsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung ist ein Kreis von mittelständischen Unternehmern aus Berlin/Brandenburg und Entscheidungsträgern der Politik. Es wird von Marie-Luise Dött MdB, Mitglied des Bundesvorstandes der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, moderiert.

Ansprechpartner:

Paul B. Wink

Bevollmächtigter des Generalsekretärs

der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin

Tel.: 030-26996-280, Fax: 030-26996-275, eMail: paul.wink@kas.de

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