Jahresberichte

Jahresbericht 2007

Einblicke 2008

In gewohnter Weise berichtet der Jahresbericht 2007 über die Aktivitäten der Konrad-Adenauer-Stiftung im In- und Ausland. Das Kapitel Höhepunkte und ein umfangreicher Anhang mit Bilanzen, Namen und Fakten sowie den Neuerscheinungen informieren umfassend über Wissenswertes und Interessantes aus der Stiftung. Der Jahresbericht wird ergänzt durch die Kapitel „Einblicke 2007/2008“ mit Beiträgen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung, die das inhaltliche, wissenschaftliche und politische Kompetenzprofil der KAS deutlich machen.

Editorial

2007 war für die Konrad-Adenauer-Stiftung ein erfolgreiches Jahr. Inhaltliche und organisatorische Herausforderungen hat sie angenommen und, wie wir meinen, gemeistert. Die seit einigen Jahren eingeschlagene Strategie, Themen stiftungsübergreifend zu behandeln, dabei verschiedene Hauptabteilungen einzubinden und die dazugehörigen Projekte auch längerfristig auszurichten, hat sich im Berichtsjahr weiterentwickelt. Sie hat sich insbesondere bei der Begleitung der Grundsatzprogrammdiskussion in der cDU und den vielfältigen Aktivitäten im Zusammenhang mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bewährt.

Diese Erfahrungen werden vor allem im Blick auf die bevorstehenden Jubiläumsdaten sechzig Jahre Bundesrepublik Deutschland und zwanzig Jahre Wiedervereinigung nützlich sein. seit Herbst 2007 ist eine stiftungsübergreifende Arbeitsgruppe mit der Planung und Koordination der Aktivitäten befasst, welche die Konrad-Adenauer-Stiftung in den Jahren 2008 bis 2010 entfalten möchte.

Die inhaltlichen Grundlagen dafür sind bereits in der Arbeitsplanung für 2008 gelegt. Leitlinie ist, die Gedenkdaten in aktuelle Zusammenhänge zu betten und unter dem Titel „Weichenstellungen”deutlich zu machen, dass die wesentlichen Entscheidungen der vergangenen sechzig Jahre in Deutschland maßgeblich von der Christlichen Demokratie herbeigeführt worden sind. Damit soll nicht nur Tendenzen zu einem Geschichtsrelativismus oder gar -revisionismus entgegengewirkt werden, sondern auch in der Breite der politischen Bildung das Vertrauen in die freiheitlich-demokratische Grundordnung und ihre Institutionen neu gestärkt werden.

Die bereits seit einigen Jahren zu beobachtende Erosion des demokratischen Grundkonsens in Deutschland begründet einen klaren Auftrag an die politischen Stiftungen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in die Gegenoffensive zu gehen. Genaue Analysen von Ursachen und Wirkungen, von schwindenden Wahlbeteiligungen über Erfolge extremistischer Parteien bis zum Versagen von Führungseliten, gehören ebenso dazu wie konzeptionelle Vorschläge für Gegenmaßnahmen und deren konkrete Umsetzung in der politischen Bildung und die inhaltliche Ausrichtung in der Begabtenförderung.

Auch die internationalen Entwicklungen und ihre Rückwirkungen auf Deutschland, von der Globalisierung über den Klimawandel bis zum internationalen Terrorismus, gehören in diesen Zusammenhang. Keines dieser Themen lässt sich allein national oder international behandeln. Deshalb ist die enge inhaltliche Vernetzung der verschiedenen Arbeitsbereiche der Stiftung erforderlich. Diese Wechselwirkungen wurden 2007 in einer Reihe von Veranstaltungen und Publikationen deutlich.

Der Jahresbericht 2007 geht auf eine Vielzahl einzelner Aktivitäten ein, ohne die vollständige Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung wiedergeben zu können. Auch diesmal muss wieder der Teil für das Ganze stehen. Herauszuheben ist der erstmals 2007 veranstaltete „Tag der Konrad-Adenauer-Stiftung”, der unter dem Titel „Auftrag: Demokratie!” einem breiten Publikum in Berlin die Vielfalt der Stiftungsarbeit unter der oben skizzierten Problemstellung nahebrachte. Er wird 2008 seine Fortsetzung finden und diesmal das Thema Menschenrechte in den Mittelpunkt stellen. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser stelle auch das zehnjährige Jubiläum unseres Bildungszentrums Schloss Wendgräben. Es hat in der Zeit seines Bestehens nicht nur einen festen Platz in der politischen Bildungslandschaft der neuen Länder errungen, sondern hat vor allem auch einen wichtigen Auftrag für die Zukunft zu erfüllen.

Der repräsentative Querschnitt von Höhepunkten des Stiftungsjahres und die Zusammenfassungen aus den Hauptabteilungen werden nach dem Jahresbericht 2006 zum zweiten Mal ergänzt durch das Kapitel „Einblicke”, das unabhängig vom Berichtsjahr 2007 Themen aufgreift, die in der Breite die Kompetenz und Expertise der Konrad-Adenauer-Stiftung und ihrer Mitarbeiter dokumentieren und der Arbeit der Stiftung ihr besonderes Profil verleihen. Dort hat auch ein Beitrag zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels seinen Platz, der im Mai 2008 begangen wird und Anlass für die Konrad-Adenauer-Stiftung ist, die herausragende Verpflichtung Deutschlands im Allgemeinen und der stiftung im Besonderen gegenüber der jüdischen Welt und dem Staat Israel zu würdigen und zu bekräftigen.

Ohne den Fleiß und die Kompetenz der Mitarbeiter könnte die Konrad-Adenauer-Stiftung keine gute Arbeit leisten, und ohne die notwendige Kommunikation hätte sie keine durchschlagende Wirkung. Das diesem Ziel dienende immer wichtiger werdende Instrument, die Präsentation der Stiftung im Internet, ist 2007 komplett erneuert und auf eine moderne nutzerfreundliche Basis gestellt worden. 7,5 Millionen Mal wurde auf die KAS-Seiten zugegriffen, 840.000 Dokumente haben sich die Besucher heruntergeladen. Diese Entwicklung mit einer Steigerung von über 30 Prozent gegenüber 2006 erfüllt uns mit Stolz. Es wird unser Ehrgeiz bleiben, das Angebot der Stiftung weltweit als attraktive Quelle der Information und der inhaltlichen Kommunikation weiter auszubauen.

Dieses Angebot setzt aber voraus, dass die Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung im In- und Ausland dafür die Inhalte liefern. Ihnen gilt deshalb der besondere Dank und ein großes Lob. Ihren Einsatz, ihren Ideenreichtum und ihre Leistungsbereitschaft auch unter Bedingungen, die oft nicht einfach, manchmal sogar gefährlich sind, kann man mit diesen Zeilen nur unzureichend würdigen. Alles, was die Konrad-Adenauer-Stiftung ausmacht, verdankt sie ihren Mitarbeitern.

Ein besonderer Dank gilt Christoph Kannengießer, der sein Amt als stellvertretender Generalsekretär zum 1. September 2007 aufgegeben hat und als Hauptgeschäftsführer zum Markenverband gewechselt ist. seine Aufgabe hat Gerhard Wahlers übernommen, der zugleich die Hauptabteilung Internationale Zusammenarbeit weiterführt. Zu danken ist auch dem langjährigen Leiter der Hauptabteilung Politische Bildung, Stephan Eisel, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag nachgerückt ist. Melanie Piepenschneider hat zum 15. Januar 2008 die Leitung in Schloss Eichholz angetreten.

Den vielen Freunden, Förderern und Partnern der Konrad-Adenauer-Stiftung, die auch 2007 wieder unsere arbeit ideell und materiell unterstützt haben, sei ebenfalls ein herzliches Dankeschön gesagt. es ist nicht nur gut und erfreulich, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung so viel Anerkennung und Unterstützung findet, es macht uns vor allem froh und stolz zugleich, dass der Kreis der Freunde und Förderer beständig wächst. Der Jahresbericht 2007 ist erneut ein Nachweis dafür, dass dieses Engagement einem fruchtbaren Boden gilt.

 

Den gesamten Bericht können Sie als pdf herunterladen.

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