Grundsätzlich - Prämissen für die Politik


Am 9. November 1989 war die Zukunft offen. Die Welt rückte zunächst zusammen; längst ist aber von Renationalisierung und De-Globalisierung die Rede. Damals schien der Triumph der Demokratie besiegelt; heute ist der innere und äußere Zusammenhalt demokratischer Staaten gefährdet, autoritäre Mächte trumpfen wirtschaftlich, technologisch und militärisch auf. Analysten warnen, dass neue Technologien eher diesen Regimen als den offenen Gesellschaften in die Hände spielen könnten. Das postideologische Zeitalter, das mit dem Mauerfall begann, heizt ideologisch auf, weil Daten inzwischen selbst als neue Weltformel gelten. Statt sie aber zu verabsolutieren oder als Fake News zu diskreditieren, muss es darum gehen, sie in ihrer Uferlosigkeit auch geistig verarbeitbar zu machen. Erst auf der Basis von Referenzen und Grundsätzen – Prämissen – lassen sich die Informationsmassen bewerten. In dieser Situation hat die CDU eine umfassende Suchanfrage an sich selbst gerichtet und den Prozess zu einem neuen Grundsatzprogramm ausgelöst. Erneut bekennt sie sich dazu, das Neue im Geiste kritischer Reflexion fördern zu wollen und dafür ein Konzept vorzulegen, das breit und partizipativ angelegt ist. Ein Themenheft zu verschiedenen #Perspektiven, die die Grundsätze der christdemokratische Politik tragen.

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Inhalt

Leseprobe - Annegret Kramp-Karrenbauer: Die große Übersetzung. Die CDU auf dem Weg zu einem neuen Grundsatzprogramm

Leseprobe - Eva Welskop-Deffaa: Transglobal und national. Soziale Ordnungspolitik in der digitalen Transformation

Leseprobe - Matthias Oppermann: Freiheit und Ordnung. Die Tradition des Liberalismus in der CDU

Leseprobe - Kristina Schröder: Rechte Positionen in der CDU? Vorschläge zur Abgrenzung des politisch Legitimen

Leseprobe - Manfred Wilke: Der Mauerfall. Freiheit für die DDR und Einheit für die Deutschen

  • Der Mauerfall

    Freiheit für die DDR und Einheit für die Deutschen

    von Manfred Wilke

Leseprobe - "Grade klare Menschen / wär'n ein schönes Ziel". Die Liedermacherin Bettina Wegner im Gespräch mit Axel Reitel

  • "Grade klare Menschen / wär'n ein schönes Ziel"

    Bettina Wegner, geboren 1947 in Berlin, landete mit ihrem Lied „Kinder“ („Sind so kleine Hände“) ein unter anderem von Joan Baez bis heute gesungenes „Weltlied“, dessen Vorgeschichte von der jugendlichen Erfahrung mit kommunistischer Gewaltanwendung beherrscht wird. Als sie 1979 mit dem von der CBS verlegten Platten-Debüt Goldstatus erreicht, darf sie im Westen auf Tournee gehen. Dabei trifft Wegner auch den Nerv vieler West-Jugendlicher. Für den kritischen Teil der Ost-Generation 1960/61 war sie „die Sängerin der DDR“, die von dem sang, was wirklich war. Aufgrund zunehmender Konflikte mit dem SED-Staat wird sie, die nicht weggehen will, 1983 zur Ausreise gezwungen. Mit diesem Interview startet eine Serie, in der der einstige DDR-Oppositionelle Axel Reitel seine Gesprächspartner – wie er ebenfalls politische Häftlinge – zu ihren Hafterfahrungen und den daraus erwachsenden Konsequenzen befragt. Reitel, geboren 1961 in Plauen (Vogtland), wurde 1982 von der Bundesrepublik Deutschland „freigekauft“. Heute arbeitet er als Journalist und Schriftsteller. Die Liedermacherin Bettina Wegner im Gespräch mit Axel Reitel

    von Bettina Wegner, Axel Reitel

  • KINDER (Sind so kleine Hände)

    (c) Bettina Wegner, 1976

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.​​​​​​​

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Norbert Lammert, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446

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Dr

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Konstantin Otto

Konstantin Otto bild

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