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Seltene Erden sind zentrale Rohstoffe für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts – von Windkraftanlagen über Elektromobilität bis hin zu moderner Rüstungstechnologie. Doch ihre Förderung und Verarbeitung ist global stark konzentriert: Die Volksrepublik China dominiert in vielen Bereichen den Markt und kontrolliert einen Großteil der globalen Lieferketten. Dies stellt insbesondere Deutschland und Europa vor erhebliche Herausforderungen, denn die strategische Abhängigkeit birgt Risiken für die eigene wirtschaftliche und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit. Die Blockade der Straße von Hormus macht zudem deutlich, wie stark selbst indirekte Störungen zentraler Handelsrouten die Versorgungssicherheit kritischer Rohstoffe durch höhere Energiepreise, Logistikrisiken und globale Marktverwerfungen beeinträchtigen.
Vor diesem Hintergrund organisiert die Konrad-Adenauer-Stiftung ein rohstoffpolitisches Fachgespräch mit Dr. Jakob Kullik. Dr. Kullik beleuchtet in seinem Buch „Seltene Erden: Der globale Kampf um die Rohstoffe der Zukunft“ (Juni 2026, Quadriga Verlag) erstmals in allgemeinverständlicher Form die Tragweite des chinesischen Monopols und zeigt auf, warum Seltene Erden zu den entscheidenden Zukunftsrohstoffen zählen. Dr. Kullik diskutiert die politischen Versäumnisse der Vergangenheit und skizziert mögliche Strategien für eine stärkere Unabhängigkeit Europas. Im Rahmen dieses Fachgesprächs diskutieren der Autor sowie eingeladene Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die aktuellen Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze im Ringen um den Zugang zu Seltenen Erden.
Programm
ab 13.30 Uhr Registrierung und Kaffee
14:00 Begrüßung und Einführung
14.10 Uhr Impuls und Diskussion
Der globale Kampf um die Rohstoffe der Zukunft
Dr. Jakob Kullik, Politikwissenschaftler, Technische Universität Chemnitz
Anschließend Diskussion moderiert von Simon Engelkes, Referent Energie und Rohstoffe, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.