Veranstaltungsberichte

Programm zur Zukunft des Multilateralismus - Studienbesuch in New York

Junge Berufstätige aus Frankreich und Deutschland absolvieren vom 28. Juni bis 1. Juli einen Studienbesuch in New York

Drittes Seminar im Rahmen des deutsch-französischen Programms zur Zukunft des Multilateralismus, das in Partnerschaft mit dem Ifri - Institut français des relations internationales und mit freundlicher Unterstützung des Verbindungsbüros der KAS bei den Vereinten Nationen in New York ins Leben gerufen wurde.
NYC - Conferenz
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In diesem Video berichten die Leiterin der KAS Frankreich sowie der Generalsekretär des CERFA des Ifri darüber, was sie dazu bewogen hat, sich dieses Projekt auszudenken. Die Leiterin des Verbindungsbüros der KAS bei den Vereinten Nationen erläutert den Zweck dieses Seminars in New York. Vor allem sprechen die Teilnehmer 🇩🇪🇫🇷 unseres Projekts, um zu erklären, warum dieses Programm und der Multilateralismus wichtig sind.

Im Rahmen des deutsch-französischen Programms zur Zukunft des Multilateralismus, das das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Ifri durchführt, wurde ein viertägiges Seminar in New York unter der Federführung des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung bei den Vereinten Nationen organisiert. Das Austauschprogramm, das französische und deutsche Nachwuchskräfte umfasst, fokusierte auf folgende Problematiken:

Internationale Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Friedensbewahrung

Die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens und des Terrorismus diskutierte die Gruppe unter Einbeziehung des Fachwissens der Vertreter des Büros der Vereinten Nationen zur Bekämpfung d es Terrorismus (United Nations Office of Counter-Terrorism - UNOCT) und von INTERPOL.

Außerdem erörterten verschiedene Akteure aus den UN-Mitgliedstaaten und der UN-Verwaltung, die für die Koordination im UN-Sicherheitsrat zuständig sind, die Interaktion in diesem Gremium, das eines der wichtigsten in der Weltordnung ist.

Klimawandel, die Agenda 2030 und ihre nachhaltigen Entwicklungsziele und deren Umsetzung

Die Themen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung nehmen in den Diskussionen und Spannungen auf internationaler Ebene einen immer größeren Raum ein. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven zu hören und mit Vertretern von Stiftungen und den für diese Fragen zuständigen UN-Gremien wie dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen - UNDP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen – UNEP kritisch zu diskutieren. Die Austausche befassten sich auch mit der Problematik der Finanzierung dieser Initiativen, insbesondere für die Erreichung der 17 Entwicklungsziele der Agenda 2030 (United Nations Conference on Trade and Development - UNCTAD, UN Department of Economic and Social Affairs).

Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Europäischen Union

Dies ist einer der roten Fäden, die sich durch die Arbeit des Projekts zur Zukunft des Multilateralismus zieht: Welchen Platz soll die Europäische Union im Konzert der Nationen einnehmen? Alle Gesprächspartner wurden gebeten, ihre Meinung über den Mehrwert der Europäischen Union bei den Vereinten Nationen darzulegen, insbesondere die Vertreter der französischen und der deutschen Vertretung in New York. Sie gingen insbesondere auf die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris ein, die ihre aufeinanderfolgenden Präsidentschaften im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen miteinander koordiniert haben.

Strukturwandel des Multilateralismus

Auch die Frage der Schwächung des Multilateralismus und seiner Entwicklung zieht sich wie ein roter Faden durch alle Arbeiten, die im Rahmen des Projekts zur Zukunft des Multilateralismus durchgeführt wurden. In diesem Fall wurde das Thema in New York unter dem Gesichtspunkt seiner Aufwertung in der breiten Öffentlichkeit mit Fachjournalisten diskutiert. Die Gruppe hatte auch Gelegenheit, mit dem anerkannten Diplomaten und Wissenschaftler, Jean-Marie Guéhenno, zu diskutieren, der seine Erfahrungen als Botschafter a.D. und ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Peacekeeping Missions, mit der Gruppe teilte und seine Vision der Zukunft des Multilateralismus erörterte.

Das Programm umfasste auch zwei Besichtigungsbesuche von Institutionen, die eine besondere internationale Relevanz aufweisen: den Hauptsitz der Vereinten Nationen, um einen besseren Einblick in die multilateralen Strukturen und ihre Funktionsweise zu erhalten, und die Gedenkstätte des 11. Septembers, ein Ereignis, das die internationale Ordnung dauerhaft beeinflusst hat.

Kontakt

Dimitri Mauchien

Dimitri Mauchien (2021)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

dimitri.mauchien@kas.de +33 1 5669150-4