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Bildungs- und Hochschulpolitik

Bildungs- und Hochschulpolitik

Es gibt nur eins was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.

John F. Kennedy, 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Gute Bildung von Anfang an: Entscheidend sind die ersten Lebensjahre

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung eines Menschen. Sie haben einen enormen Einfluss auf die gesamte Bildungsbiographie. Qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung kann dazu beitragen die Leistungslücke zwischen Kindern mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund zu verringern, und sie kann langfristige Vorteile wie einen höheren Bildungsstand, ein höheres Einkommenspotenzial und eine geringere Abhängigkeit von Sozialleistungen mit sich bringen. Für die Ausschöpfung dieses pädagogischen Potentials sind ausreichend vorhandene Betreuungsplätze ebenso notwendig, wie eine hohe Qualität der frühen Bildungsangebote mit guter Sprachförderung. 

 

Eltern stärker miteinbeziehen: Bildungspotenziale umfassend fördern

Kindertageseinrichtungen sind nicht nur Orte für Kinder, sie sind zugleich Orte, die die ganze Familie in den Blick nehmen sollten, denn Eltern sind die primären Bezugspersonen für Kinder. Durch die Weiterentwicklung von Kitas zu familienorientierten Zentren, die unterstützende Angebote für Eltern schaffen und diese aktiv in die frühe Bildung der Kinder miteinbeziehen, können Bildungspotenziale umfassender gefördert werden - bei den Kindern und bei den Eltern.

 

Grundschulen stärken: Gute Ausstattung und Ressourcenverteilung sind Voraussetzungen für Erfolg

Der Unterricht in der Grundschule baut auf den in den ersten Lebensjahren erworbenen kognitiven, körperlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten auf. Eine intensivere Zusammenarbeit von früher Bildung und Grundschulen ist daher notwendig. In der Grundschulzeit erwerben Kinder neben Grundlagenkenntnissen in Mathematik, Sprache, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften auch wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamwork, Kommunikation und Problemlösung. Um ihrer zentralen Rolle als Weiche für den weiteren Bildungsweg gerecht werden zu können, benötigen die Grundschulen besondere Aufmerksamkeit bei der Ressourcenverteilung und Ausstattung mit gut ausgebildeten Lehrkräften und Leitungspersonal. Gute Bildung von Anfang an zahlt sich aus, denn sie beugt späterem Schulabbruch und kostspieligen Reparaturmaßnahmen vor.

 

Mehr als nur Fächer pauken: Schule als inspirierende Institution der Bildung und Persönlichkeitsentwicklung

Schulen müssen noch stärker zu Orten werden, die die Neugier und das Interesse der Schülerinnen und Schüler wecken und sie dabei unterstützen ihre individuellen Talente und Fähigkeiten, unabhängig vom Elternhaus, zu entfalten. Dies beinhaltet auch attraktive Lernumgebungen, in denen sich alle Beteiligten gerne aufhalten. In einem leistungsstarken und sozial durchlässigen Bildungssystem muss allen Schülerinnen und Schülern das Werkzeug zur Verfügung gestellt werden, das sie für ein erfolgreiches und erfüllendes Leben im 21. Jahrhundert benötigen. Dazu gehören neben exzellentem fachlichem Wissen, die Förderung von Kreativität, kritischer Denkfähigkeit, sozialer Verantwortung und nicht zuletzt mentaler Stärke. Auch der kulturellen und musisch-künstlerischen Bildung und dem Sport kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

 

Lehrkräfte machen den Unterschied: Auch im digitalen Zeitalter bleibt Lernen Beziehungsarbeit

Lernen bleibt auch im digitalen Zeitalter Beziehungsarbeit. Dabei können didaktisch sinnvoll eingesetzte digitale Werkzeuge, auch mit Hilfe von KI, es den Lehrpersonen ermöglichen, Bildung noch stärker auf die kognitive Aktivierung der einzelnen Lernenden auszurichten und gleichzeitig kooperatives und fachübergreifendes Lernen zu fördern. Unter welchen Rahmenbedingungen dies am besten gelingt, muss Forschungsfeld der Wissenschaft und Handlungsrichtlinie der Politik sein. Fest steht, dass die Lehrkräfte für einen qualitativ hochwertigen und zeitgemäßen Unterricht fachliche, didaktische und digitale Kompetenzen benötigen. Deren Vermittlung an Universitäten und in kontinuierlichen und qualitativ anspruchsvollen Fortbildungen, die Teil des alltäglichen Schulablaufs sind, ist die zentrale Voraussetzung für guten und anregenden Unterricht.

 

Wichtige Säule des Bildungssystems: Berufsschulen bleiben unverzichtbar

Die duale Berufsausbildung trägt maßgeblich zur Qualität der Facharbeit bei. Um den sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden und für junge Menschen weiterhin attraktiv zu sein, sind die Einbeziehung neuer Technologien, die Anpassung an veränderte Arbeitsbedingungen und die Schaffung von überzeugenden Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zentral. Die personelle, materielle und finanzielle Ausstattung von Berufsschulen, als unverzichtbare Säule der dualen Ausbildung, muss dabei hohe Priorität haben. 

 

Leistungsfähigkeit des Hochschulsystems ausbauen: Verbesserungen in vielen Bereichen notwendig

An deutschen Hochschulen studieren immer mehr Menschen aus dem In- und Ausland. Um gute Studienbedingungen zu bieten, die Studierenden auf einen sich wandelnden Arbeitsmarkt vorzubereiten und gleichzeitig exzellente akademische Forschung zu ermöglichen, brauchen die Hochschulen eine bessere, verlässliche Finanzierung, leistungsfördernde Rahmenbedingungen und mehr Autonomie. Die Zukunftsfähigkeit Europas hängt in hohem Maße von der Forschungs- und Technologiestärke der Universitäten ab, welche die Innovationen von morgen erzeugen und über die Absolventinnen und Absolventen systematisch in Wirtschaft und Gesellschaft tragen. Um in Lehre und Forschung wieder zu den besten Institutionen weltweit aufschließen zu können, braucht es weitere umfassende und koordinierte Anstrengung. Bildungs-, Hochschul- und Forschungspolitik muss daher eine prioritäre Aufgabe von Bund- und Ländern werden.

 

Thema Bildung fest im Blick: Die Konrad-Adenauer-Stiftung beobachtet, analysiert, fördert und vernetzt

Die Konrad-Adenauer-Stiftung verfolgt aktuelle Entwicklungen in Bildungspraxis- und evidenzbasierter Bildungsforschung aufmerksam, untersucht gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Praxis und Politik relevante gesellschaftspolitische Auswirkungen und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Politik. Wir bieten Räume der Begegnung, des Austauschs und der Weiterbildung, in denen bildungspolitische Themen in kleinen und großen Runden erörtert und diskutiert werden. Dabei setzen wir auch im Bereich Bildung auf den internationalen und europäischen Vergleich und Austausch.


Didaktik- und Stipendienangebote

Die Förderung von Stipendiatinnen und Stipendiaten gehört u. a. zu den Kernaufgaben der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im universitären Bildungsbereich unterstützen wir daher Studierende, Promovierende und Habilitierende finanziell. Darüber hinaus machen wir im Rahmen unserer DigitalAkademie Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ein breites Angebot, wenn es um den Umgang mit digitalen Medien und Extremismusprävention im Netz geht.

DigitalAkademie

DigitalAkademie Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

 

Die Konrad-Adenauer-Stiftung will mit den Angeboten Ihrer DigitalAkademie Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Die inhaltliche Palette unserer Schüler- und LehrerAkademien reichtvon digitalem Grundlagenwissen und Selbstorganisation, Extremismusprävention, Fragen zu Rechten und Pflichten im Netz, dem Erkennen und dem Umgang mit Fake News über den Einsatz von digitalen Lern- und Lehrmethoden bis hin zur digitalen Ausrichtung der ganzen Schule.

 

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„Digitale Bildung“ auf unserer Lernplattform Adenauer Campus

Adenauer Campus fotolia Urheber: sp4764

 

Das Thema „Digitale Bildung“ hat insbesondere unter dem Eindruck der COVID-19-Pandemie einen spürbaren Schub erfahren und ist dadurch in das Bewusstsein und den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Auf unserer Digitalen Lernplattform, dem Adenauer Campus, widmen wir uns diesem Thema und zeigen anhand eigener Projekte, wie digitale Bildung der Gegenwart und Zukunft aussehen kann.

 

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Stipendien für Studierende

Engagiert im Studium, ehrenamtlich aktiv und vielseitig interessiert – das verbindet alle unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten.  KAS

 

Die Konrad-Adenauer-Stiftung vergibt Stipendien für gesellschaftlich oder politisch aktive Studierende, die nicht nur rein finanzieller Art ist. Eine wichtige Komponente unser Studierendenstipendien stellt auch die ideelle Förderung dar. Sie verbindet ein vielfältiges Seminarprogramm mit individueller Betreuung und einem aktiven Hochschulgruppenleben. Stipendiatinnen und Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung sind von Anfang an Teil einer Gemeinschaft von Menschen, die voneinander lernen und sich gegenseitig fördern.

 

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Stipendien für Promovierende

Promotionsförderung Platzhalter-Bild KAS

 

Bereits seit 1969 fördert die Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihrer Promotionsförderung gesellschaftspolitisch aktive junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die akademisch mit sehr guten Leistungen überzeugen. Ziel ist es, die Promovierenden auf ihrem akademischen Weg zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, ihr wissenschaftliches Projekt zu einem zügigen und erfolgreichen Abschluss zu bringen. Im Fokus steht aber nicht nur die Promotionspublikation. Die Förderung umfasst auch die Vorbereitung der Stipendiatinnen und Stipendiaten auf die Übernahme von Verwantwortung in Führungspositionen.

 

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Stipendien für Habilitierende

Habilitationsförderung KAS

 

Seit 2013 ist es Begabtenförderwerken erlaubt, Habilitationen zu fördern. Nur zwei Jahre nach dieser vom Haftungsausschuss des Deutschen Bundestages gefällten Entscheidung hat die Konrad-Adenauer-Stiftung ihr Stipendienprogramm für Habilitierende aufgenommen, mit dem sie herausragende, gesellschaftlich engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt.

 

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Publikationsprojekte

Neben einzelnen Publikationen, die sich mit Aspekten der Bildungs- und Hochschulpolitik auseinandersetzen, erarbeiten im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerks der Konrad-Adenauer-Stiftung – einem Expertengremium – renommierte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft in unregelmäßigen Abständen Positionspapiere, die sich u. a. auch mit Fragen der Bildungs- und Hochschulpolitik auseinandersetzen.

Wissenschaftsnetzwerk der Konrad-Adenauer-Stiftung

Wissenschaftsnetzwerk Promotionen in Deutschland Qualitätssicherung Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

 

Mit dem Wissenschaftsnetzwerk hat die Konrad-Adenauer-Stiftung einen unabhängigen Arbeitskreis etabliert, der sich mit den Themen Wissenschaft, Forschung und Hochschulpolitik auseinandersetzt. Konkret diskutieren renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in unregelmäßig erscheinenden Positionspapieren z. B. welche Rahmenbedingungen Hochschulen für hochwertige Forschung, Lehre, Weiterbildung und Transfer benötigen.

 

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