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IMAGO / Xinhua
Neue Regierung in Lettland: Vier-Parteien-Bündnis unter Kulbergs
JV bleibt sicherheitspolitischer Anker
Die Saeima hat am 28. Mai 2026 die neue Regierung unter Ministerpräsident Andris Kulbergs bestätigt. Der 47-jährige Geschäftsmann, Wirtschaftswissenschaftler und gelernte Automechaniker von der zentristischen Vereinten Liste (Apvienotais saraksts, AS) übernimmt die Amtsgeschäfte von Evika Siliņa (Jaunā Vienotība, JV), deren Kabinett am 14. Mai an einem Streit über die Neubesetzung des Verteidigungsressorts nach mehreren Drohnenvorfällen, darunter der Einschlag in ein Öllager Mitte Mai, zerbrochen war. Staatspräsident Edgars Rinkēvičs hatte Kulbergs daraufhin mit der Regierungsbildung beauftragt. Der neue Premier verspricht eine „effektive, professionelle und rechenschaftspflichtige Regierung" und bezeichnet sich selbst als „Realisten". Kulbergs führt eine vier-Parteien-Koalition an.
Oliver Morwinsky
29. Mai 2026
Länderberichte
AI and the Future of Digital Governance: Advancing Public Service Transformation in 2025
The proceedings on key discussions, policy insights, and challenges surrounding the transition toward digital government in the age of AI
The proceedings consolidate the key findings and discussions from the academic seminar entitled “AI and the Future of Digital Government: Advancing Public Service Standards 2025,” organised by the Institute of Democratization Studies on 24 November 2025, with support from KAS Thailand. They explored the role of artificial intelligence (AI) and digital platforms in strengthening state capacity, enhancing public-service delivery, and advancing digital governance in Thailand. Bringing together perspectives from policymakers, local authorities, and public-governance experts, the seminar particularly highlighted the cases of Bangkok Metropolitan Administration (BMA) and Nakhon Sawan Municipality, reflecting both the innovative potential and the structural limitations of Thailand’s ongoing digital transformation.
21. Mai 2026
Einzeltitel
KALUZA+SCHMID
Stille Triebkraft wirtschaftlichen Erfolgs
Wettbewerbspolitik mit Rückgrat und Reformgeist
Funktionierender Wettbewerb ist eine entscheidende Voraussetzung für die wirtschaftliche Erneuerung Europas. Denn sie fördert Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft. Die Studie entwickelt ein wettbewerbspolitisches Handlungskonzept in drei Teilen: Der erste Teil betont Wettbewerbspolitik in seiner Rolle der Demokratieförderung, der Sicherung einer offenen Marktordnung und der Gewährleistung des EU-Binnenmarkts. Der zweite Teil analysiert die Rolle von Wettbewerbspolitik in Zeiten globaler Umbrüche und industriepolitischer Herausforderungen. Der dritte Teil formuliert Empfehlungen zur Anwendung und Weiterentwicklung des Wettbewerbsrechts.
Jens-Uwe Franck, Martin Peitz
18. Mai 2026
Einzeltitel
IMAGO/alterphotos
„Ein Volk, das sich für die Freiheit entschieden hat, ist nicht aufzuhalten“
Ein Interview mit María Corina Machado
Anfang 2026 griffen die USA militärisch in Venezuela ein und brachten den Machthaber Nicolás Maduro außer Landes. Doch das autoritäre Regime in Caracas blieb im Sattel, nun unter der Führung von Delcy Rodríguez. Oppositionsführerin María Corina Machado war von Maduro 2024 von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen worden. Der bis dahin weitgehend unbekannte Edmundo González, der an ihrer Stelle antrat, gewann die Wahl dennoch klar. Das Regime fälschte das Ergebnis und blieb de facto an der Macht. Der zuletzt im eigenen Land versteckt lebenden Machado gelang es Ende 2025, heimlich Venezuela zu verlassen, um zur Übergabe des ihr verliehenen Friedensnobelpreises zu reisen. Sie lebt seither im Exil. Mit den Auslandsinformationen sprach sie am 8. Mai über die Situation in ihrem Land, wie es weitergehen soll und warum uns das auch in Deutschland und Europa etwas angeht.
Dr. Sören Soika
11. Mai 2026
Auslandsinformationen
KAS
Ukraine, nukleare Abschreckung und die neue Dynamik der Verbreitung von Kernwaffen
Studie
Diese Publikation zeigt, warum die globale Ordnung der nuklearen Nichtverbreitung unter Druck gerät. Wenn Normen und Sicherheitsgarantien an Glaubwürdigkeit verlieren, wachsen weltweit Debatten über nukleare Optionen.
Am Beispiel der Ukraine, Südkoreas und anderer Staaten analysiert die Studie die Triebkräfte dieser Entwicklung und ihre globalen Folgen. Sie macht deutlich, warum die Stärkung internationaler Normen und eine glaubwürdige regelbasierte Ordnung heute entscheidend sind, um eine neue Welle nuklearer Verbreitung zu verhindern.
Joshua R. Kroeker
6. Mai 2026
Blickpunkt Ukraine
NATO, 15.6.2021 / flickr.com
Monitor Luftkrieg Ukraine, Vol XVI
Analysen zum Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur
Der monatlich erscheinende Newsletter „Monitor Luftkrieg Ukraine“ bietet fundierte Analysen zu aktuellen Angriffswellen und langfristigen Entwicklungen im russischen Luftkrieg gegen die Ukraine. Er basiert auf einer umfassenden Datenbank, die seit Herbst 2022 jeden dokumentierten Luftangriff auf zivile Ziele erfasst. Ziel ist es, datenbasierte Empfehlungen zur kurz- und mittelfristigen Unterstützung der Ukraine zu formulieren. Die Inhalte richten sich an politische Entscheidungsträger, Experten im sicherheits- und militärpolitischen Bereich sowie an Fachjournalisten. Herausgegeben wird der Monitor von den „Kyjiwer Gesprächen“ in Zusammenarbeit mit dem OSINT- und Datenanalysten Marcus Welsch und der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Marcus Welsch
6. Mai 2026
Blickpunkt Ukraine
IMAGO / Xinhua
Präsidentschaftswahl in Benin im Kontext demokratischen Rückschritts in Westafrika
Regierungskandidat und bisheriger Finanzminister Romuald Wadagni gewinnt die Präsidentschaftswahl
Am 12. April 2026 wählten die Bürgerinnen und Bürger Benins einen neuen Präsidenten. Der bisherige Finanzminister und Kandidat des Regierungsbündnisses, Romuald Wadagni, ging mit 94,05 % der Stimmen als eindeutiger Sieger aus dem Urnengang hervor. Sein einziger Gegenkandidat, Paul Hounkpè, Vorsitzender der Oppositionspartei Forces Cauris pour un Bénin Émergent, blieb mit knapp sechs Prozent deutlich zurück. Angesichts des Ausschlusses der wichtigsten Oppositionspartei Les Démocrates galt der Wahlausgang bereits im Vorfeld als weitgehend sicher. Vor diesem Hintergrund rückte weniger der Wahlausgang als vielmehr die Wahlbeteiligung in den Mittelpunkt der Beobachtung.
Louisa Mendoza, O. Kevin Anvo
30. April 2026
Länderberichte
IMAGO / Kyodo News
Präsidentschaftswahlen in Peru
Keiko Fujimori zum vierten Mal in Stichwahl
Am 12. April fanden in Peru Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Die laufende Stimmenauszählung deutet auf einen Wahlsieg von Keiko Fujimori von der konservativen Partei Fuerza Popular mit 17 Prozent der Stimmen hin. Angesichts dieses Ergebnisses wird ein zweiter Wahlgang am 7. Juni nötig. Offen ist noch, wer als zweitplatzierter Kandidat in diese Runde einziehen wird: Der linksgerichtete Roberto Sánchez und der konservative Rafael López Aliaga liefern sich mit jeweils um 12 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es gilt, die komplette Auszählung der Stimmen abzuwarten.
Der Wahltag war geprägt von Turbulenzen wegen der verspäteten Auslieferung von Wahlmaterial in der Stadt Lima. Die Öffnung von 13 Wahllokalen musste auf den Folgetag verlegt werden. In den Regionen verliefen die Wahlen nach ersten Einschätzungen geordnet und ohne größere Zwischenfälle. Die Außenpolitik Perus folgt traditionell langfristigen Linien, und dies wird sich voraussichtlich unter einer neuen Regierung jeglicher Couleur fortsetzen. Deutschland und die EU sollten diese außenpolitische Offenheit weiterhin konstruktiv nutzen.
Annette Schwarzbauer, Dr. Andrés Hildebrandt
16. April 2026
Länderberichte
Monitor Luftkrieg Ukraine, Vol XV
Analysen zum Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur
Der monatlich erscheinende Newsletter „Monitor Luftkrieg Ukraine“ bietet fundierte Analysen zu aktuellen Angriffswellen und langfristigen Entwicklungen im russischen Luftkrieg gegen die Ukraine. Er basiert auf einer umfassenden Datenbank, die seit Herbst 2022 jeden dokumentierten Luftangriff auf zivile Ziele erfasst. Ziel ist es, datenbasierte Empfehlungen zur kurz- und mittelfristigen Unterstützung der Ukraine zu formulieren. Die Inhalte richten sich an politische Entscheidungsträger, Experten im sicherheits- und militärpolitischen Bereich sowie an Fachjournalisten. Herausgegeben wird der Monitor von den „Kyjiwer Gesprächen“ in Zusammenarbeit mit dem OSINT- und Datenanalysten Marcus Welsch und der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Маркус Вельш
10. April 2026
Blickpunkt Ukraine
Anadolu Agency, Imago
Wie können sich Mitte-rechts-Parteien in Afrika behaupten?
Ein Blick auf die Democracy Union of Africa
Inmitten des Rückzugs westlicher Partner, des wachsenden Einflusses autoritärer Mächte und der Dominanz linker Parteien suchen Afrikas Mitte-rechts-Parteien nach neuer Orientierung. Trotz Repression und Wahlmanipulationen fordern Bürgerinnen und Bürger – allen voran die Generation Z – unermüdlich Freiheit, Transparenz und politische Teilhabe. Für die bürgerlich-konservativen Kräfte stellt sich damit die drängende Frage nach glaubwürdigen Antworten. Welche Rolle spielt dabei die Democracy Union of Africa – und hat sie das Potenzial, das konservative Lager politisch neu zu beleben?