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CIS
Blickpunkt Ukraine

Russlands Strategie in Zentral- und Südosteuropa: Auswirkungen auf die Ukraine

von Kateryna Shymkevych, Natalia Malynovska

Stärkung analytischer Kapazitäten für außenpolitische Entscheidungsprozesse

Diese Publikation wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts erstellt, das vom Zentrum für Internationale Sicherheit (Centre for International Security, CIS) mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Ukraine, durchgeführt wird. Das Projekt zielt darauf ab, analytische Studien zu zentralen Fragen der ukrainischen Außenpolitik zu erarbeiten, die als Grundlage für politische Entscheidungsprozesse auf Regierungsebene dienen können.

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Autorinnen

Kateryna Shymkevych, Ph.D. in Geschichte, Leiterin des Analysezentrums für Balkanstudien (Analytical Center for Balkan Studies)

Natalia Malynovska, Journalistin und Mitgründerin des Analysezentrums für Balkanstudien (Analytical Center for Balkan Studies)

 

Englischsprachige Audioversion

 

Zusammenfassung

Für Russland bleiben die Staaten Zentral- und Südosteuropas von strategischer Bedeutung. Sie dienen Moskau sowohl als Schauplatz für destabilisierende Aktivitäten gegen die EU und die NATO als auch als Zielregion, um diese Länder durch eine stärkere Abhängigkeit von russischem Gas und Erdöl sowie durch die Förderung russlandfreundlicher Einstellungen wieder stärker in den außenpolitischen Einflussbereich Russlands einzubinden.

Moskau zeigt dabei ein hohes Maß an Flexibilität in seinen Vorgehensweisen und Taktiken. Wo erforderlich, tritt die traditionelle Rhetorik einer gemeinsamen christlich-orthodoxen Spiritualität, gemeinsamer Werte sowie historischer und kultureller Verbundenheit in den Hintergrund. Stattdessen werden die jeweiligen Einflussinstrumente und Interventionsmechanismen gezielt an die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes sowie an das außenpolitische Umfeld angepasst. Als „trojanische Pferde“ Russlands gelten weiterhin Serbien, die Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina), die Slowakei, Bulgarien und Ungarn, wenngleich das Verhältnis Moskaus zu Sofia und Budapest derzeit von Unsicherheiten geprägt ist.

Über die russische staatliche Agentur Rossotrudnitschestwo sowie zahlreiche russische Organisationen in den Ländern der Region finanziert Russland Medien und soziale Netzwerke, politische Eliten, Journalistinnen und Journalisten sowie Meinungsführerinnen und Meinungsführer. Dies verdeutlicht, dass Soft Power sowie die öffentliche und kulturelle Diplomatie weiterhin zu den wichtigsten Instrumenten russischer Einflussnahme gehören. Auf diese Weise versucht Moskau, die Attraktivität der Ideologie der Russkiy Mir („Russische Welt“) langfristig wiederherzustellen und russlandfreundliche Einstellungen gezielt zu fördern.

Diese analytische Studie beleuchtet zudem die hybriden Einflussinstrumente Russlands sowie die Rolle der Russischen Orthodoxen Kirche und der Serbisch-Orthodoxen Kirche als Träger der Ideologie der Russkiy Mir und als Instrumente zur Durchsetzung russischer Interessen mit dem Ziel, Destabilisierungsprozesse in der Region zu vertiefen und auszuweiten.

 

Der vollständige Text der Publikation kann in englischer Sprache als PDF über die rechte Seitenleiste heruntergeladen werden.

 

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