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Country Reports

Russische Interessen in Afghanistan. Der Feind meines Feindes.

by Dr. Thomas Kunze, Leonardo Salvador

Die US-Armee und ihre Verbündeten haben sich aus Afghanistan zurückgezogen. Der Präsident ist geflohen. Nach einem jahrzehntelangen Krieg haben die Taliban gesiegt – vorerst.

Russland, aber auch China, scheinen die Machtübernahme der Taliban hinzunehmen. Doch nach wie vor ist das Thema Afghanistan in Russland emotional belastet. Der sowjetische Afghanistankrieg und 1,5 Millionen Kriegsveteranen haben Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Welche Politik verfolgt die Russische Föderation heute in Afghanistan?

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Rückblick – Russlands Afghanistanpolitik von 1989 bis 2015

Spätestens seit dem sowjetischen Afghanistankrieg (1979–1989) gilt für Russland die Devise, eine Ausbreitung dschihadistischer Bewegungen in die muslimisch geprägten Regionen der einstigen Sowjetunion zu verhindern. Moskaus Beteiligung an den Geschehnissen am Hindukusch endete nach dem Abzug der eigenen Truppen im Jahr 1989 keinesfalls. Bis 1992 stützte man die Regierung von Präsident Mohammed Nadschibullah. Im afghanischen Bürgerkrieg (1989–2001) begann spätestens ab 1996 eine Zusammenarbeit mit dem afghanischen Tadschikenführer Ahmad Schah Massoud. Obgleich Massoud noch als Mudschahed eine zentrale Rolle bei der Niederlage der Sowjetarmee gespielt hatte, dachte Russland pragmatisch: zum engen Schulterschluss mit Massoud kam es, nachdem dieser ein Angebot der Taliban ablehnte, gemeinsam tschetschenische Islamisten gegen Russland zu unterstützen.[1] Während dieser Zeit bildete die Nordallianz, die Massoud repräsentierte, für Russland die letzte Barriere zwischen den mittelasiatischen Republiken und den vorrückenden Taliban. Im Mai 2001 empfahl der Sicherheitsrat der Russischen Föderation Luftschläge gegen die Taliban. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stürzten schließlich die USA und ihre Verbündeten das Terrorregime der Taliban. Sie erfuhren dabei die Unterstützung der Russischen Föderation. Russland gehörte der ISAF-Mission nicht an, unterstützte sie aber logistisch. Der Kreml stellte wichtige Nachschubrouten durch den GUS-Raum sowie Überflugrechte zur Verfügung. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wertere Russlands Beteiligung 2010 als Indiz für „die Reife der Partnerschaft mit Russland“. Noch im Jahr 2011 fand der russische Präsident Medwedjew lobende Worte für den NATO-Einsatz in Afghanistan.[2] Russland war zu dieser Zeit zur weitgehenden Unterstützung der ISAF-Mission mit einer Ausnahme bereit. Andrej Awetisjan, ehemaliger russischer Botschafter in Kabul (2009–2014), sagte am 25. Januar 2011, dass kein russischer Soldat jemals wieder Afghanistan betreten werde.[3]

Doch nach dem Ende der ISAF-Mission im Jahr 2014 kamen in Moskau Zweifel am Erfolg der westlichen Nachfolgemission Resolute Support auf. Zeitgleich entfremdeten sich Russland und der Westen infolge der Ukrainekrise. An einer dauerhaften US-amerikanischen Präsenz in Afghanistan und Zentralasien hatte der Kreml kein Interesse. Russland betrachtete die Taliban im Vergleich zu den damaligen afghanischen Regierungstruppen zudem militärisch als durchsetzungsfähiger. Russland suchte seit 2015 Gesprächskanäle zu den Taliban, welche in den Folgejahren ausgebaut wurden. US-amerikanische und afghanische Stellen warfen Russland die Unterstützung der Taliban mit Waffen und Ausrüstung vor, auch Geldzahlungen sollen erfolgt sein. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

Der Erfolg der neuen russischen Afghanistanpolitik zeigte sich spätestens bei der Machtübernahme der Taliban 2021. Während die Botschaften der westlichen Länder Afghanistan schlossen und deren Personal fluchtartig das Land verließen, blieben Russlands Diplomaten demonstrativ in Kabul. Laut dem amtierenden russischen Botschafter in Afghanistan Dmitrij Schirnow versprachen die Taliban eine friedliche Machtübernahme. Zudem haben sie nach seinen Worten bestätigt, dass „den russischen Diplomaten kein Haar gekrümmt wird“.[4]

 

Russische Sicherheitsinteressen

 

Stabiles Zentralasien

Russland betrachtet die Gebiete nördlich Afghanistans nicht nur als seine geopolitische Einflusszone. Aufgrund ihrer Geografie und Bevölkerungszusammensetzung sind die ehemaligen mittelasiatischen Sowjetrepubliken bzw. heutigen Staaten Zentralasiens für Moskau eine Region von herausragender sicherheitspolitischer Bedeutung. Das Entstehen von Rückzugsorten für Dschihadisten und eine Destabilisierung der zentralasiatischen Republiken könnte sonst die Russische Föderation selbst erreichen, in der ungefähr 20 Millionen Muslime leben. Die Völker zahlreicher Teilrepubliken vom Nordkaukasus bis an die mittlere Wolga und den Ural sind islamisch geprägt. Das Bedrohungspotential, welches von dschihadistischen Bewegungen aus Afghanistan und Zentralasien ausgeht, ist groß. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu grausamen Terroranschlägen, eine Sorge, die sich in den Aussagen Wladimir Putins widerspiegelt, als er am 22. August 2021 die Idee des Westens kritisierte, afghanische Flüchtlinge in zentralasiatischen Staaten unterzubringen, bevor sie Visa in europäischen Ländern beantragen:[5]

„Es ist wichtig für unsere Sicherheit, es betrifft unsere Bürger direkt. […] Wir wollen nicht, dass wieder Kämpfer unter dem Deckmantel von Flüchtlingen bei uns auftauchen. […] wir wollen nicht, dass sich die Zustände der 90er und der Mitte der 2000er Jahre irgendwie wiederholen. […] die Schrecken, die wir jetzt auf dem Territorium Afghanistans sehen, diese Schrecken hatten wir bei uns. All das ist noch nicht lange her.“[6]

 

Internationalisierung des Dschihadismus verhindern

Dass Moskau derzeit mit den Taliban einen Modus der Verständigung gefunden haben scheint, bedeutet nicht, dass man den neuen Machthabern in Kabul restlos vertraut. Der russische Zentralasienexperte Iwan Sawrantschuk verglich den Wandlungsprozess der Taliban zwischen den 1990er Jahren und heute mit dem Wandlungsprozess der Bolschewiki zwischen 1918 und den 1930er Jahren: „Die frühen Bolschewiki unter Lenin und Trotzki waren brutale Bilderstürmer mit dem Ziel einer weltweiten Revolution. Der Bolschewismus unter Stalin hatte an Brutalität nichts eingebüßt, Stalin war ideologisch ebenso überzeugt und sogar noch grausamer als seine Vorgänger. Doch international hielt er sich verstärkt an Spielregeln.“ Ähnlich, so Sawrantschuk, verhalte es sich mit den Taliban.[7] Für Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens geht von „internationalistischen“ Dschihadisten wie dem IS oder der IBU eine weitaus größere Gefahr aus als von den mittlerweile „nationalen“ Taliban. In Afghanistan haben sich seit 2014 IS-nahe Gruppierungen gebildet. 2015 folgte die Ausrufung des „Wilayat Chorasan“. Damit entstand ein neuer Ableger der Terrororganisation, der Islamische Staat in der Provinz Chorasan (ISKP). Gleichzeitig näherte sich die in Afghanistan ansässige terroristische Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) dem „IS“ an. Im Sommer 2015 folgte deren Treuschwur gegenüber dem selbsternannten „Kalifen“.[8] Beim IBU handelt es sich um eine dschihadistische Bewegung, die in der Anfangsphase die Schaffung eines Gottesstaates im usbekisch-kirgisischen Ferganatal anstrebte, bevor sie sich später zunehmenden globalen dschihadistischen Zielen zuwandte. Durch den 2021 erfolgten Truppenabzug der NATO wird in russischen Sicherheitskreisen mit einer weiteren Expansion transnationaler Islamistenbanden gerechnet. Wladimir Putin erklärt: „Es besteht die Gefahr, dass Terroristen und verschiedene Gruppen, die in Afghanistan Zuflucht gefunden haben, das von unseren westlichen Partnern hinterlassene Chaos nutzen und versuchen werden, eine Eskalation in den Nachbarländern zu beginnen.[9] Sein Sicherheitsberater Nikolai Patruschjew geht von einer „Zunahme der terroristischen Aktivitäten des IS“ aus.[10]

Die neuen Machthaber in Kabul betrachten Russland als das kleinere Übel. Die sich vor allem aus Paschtunen zusammensetzenden Taliban, die der hanafitischen Rechtsschule des Islam folgen und dem Deobandismus anhängen, stehen der multiethnisch und salafistisch geprägten Bewegung des „Islamischen Staates“ feindlich gegenüber und bekämpften sie bislang unerbittlich. Die Annäherungspolitik Russlands gegenüber den Taliban folgt der Logik „der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Samir Kabulow, russischer Sonderbeauftragte für Afghanistan, sagt: „Ich habe in der Praxis gesehen wie dieselben Taliban, im Gegensatz zu den Amerikanern und der NATO insgesamt, einschließlich der afghanischen Regierung […] diejenigen waren, die [den IS] bekämpften, gnadenlos bekämpften. Und mir wurde von Vertretern der Taliban-Spitze gesagt, dass sie eines mit dem IS gemeinsam haben: Gefangene werden keine gemacht“.[11]

 

Das Rauschgiftproblem

Afghanistan ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt des weltweiten Opium- und Heroinexports. Rund 4.500 russische Bürger sterben jährlich am Drogenkonsum. Dieser Wert ist 2020 angesichts der Pandemie um fast 60% gestiegen und beläuft sich jetzt auf 7.300 Menschen,[12] und obwohl in den vergangenen Jahren künstliche Drogen wie Mephidron auch in Russland auf dem Vormarsch sind, spielt Heroin aus Afghanistan nach wie vor eine überragende Rolle. Dieses gelangt über die nördliche Drogentransitroute nach Russland. Lange Zeit gelangte nur ein geringer Teil der afghanischen Drogenproduktion von dort weiter in den Westen. Expertenschätzungen kalkulieren, dass von den 70–80 Tonnen Heroin, die zwischen 2000 und 2008 jährlich nach Russland gelangten, etwa vier Tonnen weiter in EU-Staaten, die Ukraine und Weißrussland gelangten. [13] In letzter Zeit ist jedoch im Heroinhandel auf der Nordroute eine Veränderung zu beobachten: während die Zahlen für den Absatzmarkt Russland zurückgehen, steigt die Menge, die auf ihrem Weg nach Europa sichergestellt wird.[14]

 

Russland kritisierte die USA während deren Präsenz in Afghanistan wiederholt scharf für die Zunahme der Anbauflächen für Schlafmohn. Russland wurde nicht nur zum Drogentransit-, sondern -konsumland. Die Kritik Moskaus an der afghanischen Drogenproduktion klammert die Korruption innerhalb der zentralasiatischen und russischen Grenzbehörden in der Regel aus. Die Korruption befördert den Drogentransit, ist aber nicht dessen Ursache. Nach Angaben aus dem Jahr 2020 wurden im Land ca. 7.500 Tonnen Opium hergestellt.[15] Außerdem gilt Afghanistan aktuell als Produzent von 80% des Opiums und 83% des Heroins weltweit.[16] Russland ist unmittelbar von der afghanischen Drogenindustrie betroffen. Die neue Talibanführung hat ankündigt, gegen die Drogenproduktion vorzugehen.[17] Nach ihrer ersten Machtübernahme im Jahre 1999 reduzierten sie mit rigiden Methoden den Anbau von Schlafmohn auf ein Minimum.

Falls die Taliban ihren Worten keine Taten folgen lassen sollten, stehen Moskau Alternativen zur Verfügung. Nach wie vor bestehen Kontakte zu der usbekischen und tadschikischen Minderheit in Afghanistan. Der afghanische Usbekenführer Abdul Rashid Dostum absolvierte die sowjetische Militärakademie. Die Verbindungen nach Russland rissen auch in den Jahren nicht ab, in denen er eng mit US-Amerikanern und Türken zusammenarbeitete.[18] Auch der Anführer des gescheiterten Widerstandes gegen die Taliban im Pandschir-Tal und bisherige Vizepräsident, Amrullah Saleh, lebte längere Zeit in Moskau und Duschanbe.[19] Laut Medienberichten floh Saleh nach der Machtübernahme nach Tadschikistan.[20] Saleh, tadschikischer Volkszugehörigkeit, organisierte ab 1997 für seinen Ziehvater Achmed Schah Massoud in Duschanbe die Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten.

 

Eurasisches Übereinkommen? Peking-Moskau-Islamabad-Teheran

Moskau steht mit seiner neuen Afghanistanpolitik nicht allein. Russland, China und Pakistan trafen sich im März 2021 auf einer Afghanistan-Konferenz in Moskau mit Vertretern der Taliban. Dort zeichnete sich bereits ein diplomatisches Viereck zwischen Moskau, Peking, Teheran und Islamabad ab. Das Interesse des Irans an einer Regelung in Afghanistan ist auf eine gemeinsame Grenze, den ständigen Zustrom von afghanischen Flüchtlingen sowie das Drogenhandelsproblem zurückzuführen.[21] Vor allem in der Volksrepublik China scheint Moskau einen Partner gefunden zu haben, der in Bezug auf Afghanistan ähnliche Interessen vertritt.

China engagiert sich seit langem diskret und erfolgreich in Afghanistan. Die geopolitischen Ausgangsbedingungen sind dabei günstig: Indiens Erbfeind Pakistan ist zu einem der engsten Verbündeten Chinas geworden, und die Nachbarländer Afghanistans, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan, sind ökonomisch von China abhängig. Mit dem Iran und Russland arbeiten die Chinesen mittlerweile in vielen Bereichen eng zusammen. Doch nicht zuletzt bestehen langjährige und – allem Anschein nach – stabile Beziehungen zu den Taliban. Bezeichnend dafür war ein Treffen Ende Juli 2021 im nordchinesischen Tianjin. Eine Delegation der Taliban unter Führung von Mullah Abdul Ghani Baradar machte dem Staatsrat und Außenminister Chinas, Wang Ji, ihre Aufwartung.[22] Ji versicherte den Besuchern, die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Afghanistans zu respektieren. Im Gegenzug erwarte man einen Beitrag Afghanistans zur Sicherheit, Stabilität und Entwicklung der Region. Wie auch Russland fürchtet China als Vielvölkerstaat mit muslimisch besiedelten Regionen die Entstehung eines Rückzugsgebietes dschihadistischer Terrorbanden in der unmittelbaren Nachbarschaft. Uigurischen Islamisten soll keine Operationsbasis geboten werden. Was für Russland und die ehemaligen Sowjetrepubliken Mittelasiens die IBU darstellt, ist für China die Ostturkestanische Islamische Bewegung (ETIM), eine uigurisch-islamistische Terrororganisation, deren Ziel die Abspaltung der Provinz Xinjiang und die Schaffung eines islamischen Staates „Ostturkistan“ ist.

Die Taliban-Delegation versicherte in Tianjin, dass man „niemals zulassen werde, dass irgendeine Kraft afghanisches Hoheitsgebiet für Handlungen zum Nachteil Chinas nutzt“. Vielmehr erhoffe man sich Investitionen von Peking und würde dafür günstige Bedingungen schaffen.[23] China, so Mullah Baradar „sei stets ein verlässlicher Freund des afghanischen Volkes gewesen“.[24] Dass China prinzipiell bereit ist, für seine Interessendurchsetzung in Afghanistan skrupellos vorzugehen, beweist die Vergangenheit. Bereits während der sowjetischen Afghanistanintervention unterstütze Peking die Mudschahedin mit Waffen und Ausrüstung.[25] Heute decken sich die Interessen des Reichs der Mitte aber durchaus mit denen Russlands und weisen darüber hinaus eine wirtschaftsexpansive Stoßrichtung auf.

 

Fazit

Russland verfolgt in Afghanistan eine pragmatische und eher defensive Realpolitik im eigenen Sicherheitsinteresse. Zu dessen Umsetzung setzt Moskau auf die stärkste Gruppierung im Land, die zur Durchsetzung seiner Interessen prinzipiell bereit scheint. In Afghanistan sind dies derzeit die Taliban. Die jüngere Geschichte veranschaulicht aber, dass Moskau jederzeit zu pragmatischen Positionswechseln bereit ist. Dass Russland durch eigene Erfahrung und zahlreiche Politiker und Experten zentralasiatischer Abstammung bestens mit den lokalen Clan- und Stammesverhältnissen sowie den Beziehungen der einzelnen Völkerschaften untereinander vertraut ist, begünstigt diese Politik. Eine Aufseherrolle jenseits des Amudarja strebt Russland nicht an, selbst die Rolle einer Ordnungsmacht will man angesichts eigener Afghanistanerfahrungen nicht wirklich übernehmen. Das chinesische Engagement spielt Moskau hier durchaus in die Hände. Offen bleibt, wie sich Russland und China verhalten, sollten die Taliban, entgegen eigener Zusagen, Afghanistan wieder zu einen Rückzugsraum global agierender Dschihadistengruppen machen. Ebenso unklar bleibt die Positionierung im Falle des Aufflammens eines neuen Bürgerkrieges oder des Auseinanderfallens der Talibanbewegung. Sollte eines dieser Szenarien eintreten, wäre es durchaus denkbar, dass die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) als multilaterales Instrument zur Befriedung der Region eingesetzt werden könnte. Durch den im September 2021 erfolgten Beitritt des Irans sind nicht nur sämtliche relevanten Nachbarstaaten Afghanistans in der SOZ vereint, sondern auch alle Schutzmächte der ethnischen und religiösen Gruppierungen Afghanistans. Der Westen hingegen scheint mit dem Abzug der NATO-Truppen vorerst weitere Einflussmöglichkeit auf Zentralasien verloren zu haben. Entscheidungen über die Region dürften zukünftig in Moskau, Peking, Islamabad und Teheran getroffen werden.

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Übermacht dürfte es jedoch letztlich die Volksrepublik China sein, die im Endeffekt zur neuen Ordnungsmacht in Zentralasien und am Hindukusch avanciert.

 

[1] Vgl. https://www.kommersant.ru/doc/230030

[2] Vgl. Uwe Halbach: Afghanistan in der Politik Russlands und Zentralasiens. Berlin, November 2011, S. 8.

[3] Ebenda, S. 11.

[4] https://tass.ru/politika/12138817/amp

[5] Vgl. https://tass.ru/politika/12190405

[6] https://www.youtube.com/watch?v=n9djL9sUNGY

[7] Iwan Sawrantschuk auf einer KAS-Tagung in Tscheboksary, 14. September 2021.

[8] Zur IBU siehe auch: https://www.kas.de/de/web/extremismus/islamismus/islamische-bewegung-usbekistan-ibu 

[9] https://www.youtube.com/watch?v=ByVXodTFhMI

[10] https://ria.ru/20210624/afganistan-1738366786.html

[11] https://www.gazeta.ru/politics/news/2021/08/16/n_16390682.shtml

[12] https://www.rbc.ru/economics/18/07/2021/60f1b7cc9a79472c99206f4d

[13] UNODC Research: World Drug Report 2010, S. 48–53.

[14] UNODC Research: World Drug Report 2021, Booklet 3, S. 94.

[15] https://www.bbc.com/russian/news-58643117

[16] https://www.bbc.com/russian/news-58643117 und https://lenta.ru/articles/2021/08/28/stopnarkotik/

[17] https://www.kommersant.ru/doc/4947301#id2096901

[18] https://rus.azattyq.org/a/dustum-vizit-rossia-chechnya/27295099.html

[19] https://ria.ru/20210817/salekh-1746141615.html

[20] https://www.gazeta.ru/politics/news/2021/09/06/n_16487774.shtml

[21] Mehr dazu https://russiancouncil.ru/blogs/Ural-associationmiddleeast/iran-i-taliban-chto-dalshe/

[22] https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/wjb_663304/wjbz_663308/activities_663312/t1895950.shtml

[23] https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/wjb_663304/wjbz_663308/activities_663312/t1895950.shtml

[24] https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/wjb_663304/wjbz_663308/activities_663312/t1895950.shtml

[25] Vgl. Kissinger, Henry: China. Pantheon München 2019, S. 398–400, 419.

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