Жиналыс

Schmerzhafte Erinnerung

Aus Anlass des 75. Jahrestags der Zerstörung Dresdens

Internationaler Kongress zum Umgang mit schmerzhaften Umbrüchen in der eigenen Landesgeschichte

Details

Hiroshima Dome
Hiroshima Dome

Im Rahmen des internationalen Kongresses "Schmerzhafte Erinnerung" möchten wir die deutsche Perspektive verlassen und den Blick in die Zukunft richten. Auch Gesellschaften anderer Länder können über dunkle Kapitel ihrer Geschichte berichten und Einblick gewähren, wie sich mit offenen Wunden umgehen lässt. Entlang von fünf thematischen Blöcken, die verschiedene Aspekte der Gewalt beleuchten, sollen Antworten auf wichtige erinnerungspolitische Fragen gegeben werden: Welche Ereignisse stellen tiefe Einschnitte in die Geschichte eines Landes dar? Wie kann mit historischen Selbstbeschädigungen von Gemeinschaften umgegangen werden? Auf welchen Wegen kann eine erfolgreiche Aufarbeitung erfolgen? Was ist der "Kitt", der Gesellschaften trotz historischer Brüche zusammenhält?

 

Der Kongress findet hauptsächlich in Englisch und spanischer Sprache statt. Alle Beiträge werden simultan ins Deutsche übersetzt.

 

Hinweis zur Anmeldung:

Für die Teilnahme am Kongress wird ein Beitrag von 20€ erhoben.

Bitte melden Sie sich per E-Mail an. (Online-Anmeldung) Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung mit der Information zur Überweisung des Tagungsbeitrags.

 

Programm

Freitag, 14.02.2020 - Eröffnung in der Frauenkirche Dresden

9.00 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden und Dr. Joachim Klose, Konrad-Adenauer-Stiftung

 

"Wege zu einer Kultur des Friedens"

Podiumsgespräch mit Vertretern der Dresdner Partnerstädte

 

inkl. einer Videobotschaft des Bürgermeisters von Hiroshima, Japan: Kazumi Matsui

 

Achtung: Dieser erste Programmpunkt findet in der Frauenkirche Dresden statt. Der Rest des Programms findet im Plenarsaal des Rathauses statt.

 

Freitag, 14.02.2020 - I Prägende Gewalt. Konflikte als Weichensteller der Geschichte

11.00 Uhr

Der Bürgerkrieg und seine Folgen

Warum die Flagge der Konföderierten auch heute noch Angst bei vielen Amerikanern auslöst

Dr. Lawrence Kreiser

Historiker am Stillman College,  USA

 

Ein Land, ein Revolutionskult?

Welche Rolle spielt Che Guevara im kollektiven Gedächntnis der Kubaner?

Prof. Dr. Antoni Kapcia

Professor für Lateinamerikanische Geschichte, Universität Nottingham, Großbritannien

Freitag, 14.02.2020 - II Entgrenzung der Gewalt

13.10 Uhr

Pol Pot und die Roten Khmer

Wie lässt sich mit der erlittenen Unmenschlichkeit und dem Verlust humaner Werte umgehen?

Neth Pheaktra

Sprecher des Rote-Khmer-Tribunals, Kambodscha

 

Leitgedanken und Konzeptualisierungen von Erinnerungskulturen

Ein deutsch-chinesischer Vergleich

Prof. Dr. Meng Hong

Professorin für Deutsche Kultur, Renmin-Universität Peking, China

Freitag, 14.02.2020 - III Das Leiden Dritter. Von überindividuellen Folgen der Gewalt

14.40 Uhr

Menschenrechtsverletzungen des Pinochet-Regimes

Welche gesellschaftlichen Spuren hinterließen die Gewalttaten in Chile?

Marianna Aylwín

Ehemalige Bildungsministerin, Chile

 

Der "Leuchtende Pfad"

Welche Rolle spielt die Zeit des marxistisch-leninistischen Terrors in der peruanischen Erinnerungskultur?

Prof. Dr. Maria Solidad Perez Tello

General Secretary of the Christian People Party
(PPC) and former Minister of Justice in Peru

 

Pause

 

Bürgerkrieg, Drogenkartelle und Guerillas

Wie Gewalt die Gesellschaft spaltete und den Friedensprozess in Kolumbien ins Stocken brachte

Rodrigo Lara Restrepo

Mitglied des Senats, Kolumbien

 

Die "Madres de Plaza de Mayo"

Wie eine Organisation argentinischer Frauen zm Symbol des Widerstandes gegen die Militärdiktatur wurde

Norma Morandini

Journalistin und Politikerin, Argentinien

Samstag, 15.02.2020 - IV Der Preis politischer Ordnungen. Wie Gewalt die Stabilität eines Landes gefährdet

9.00 Uhr

Warum der "Große Terror" nicht vergessen werden kann

Wie es um die Aufarbeitung der Stalin-Diktatur steht

Robert Latypov

Leiter der Menschenrechtsorganisation MEMORIAL in Perm, Russland

 

Vertreibungen während des Bosnienkrieges

Wie positionieren sich Vertriebene und ihre Nachkommen zum Verlust der Heimat?

Amir Kamber

Journalist und Schriftsteller, Bosnien/Deutschland

 

Ein Pulverfass mitten in Europa

Welche Lehren lassen sich angesichts des Brexits aus dem Nordirlandkonflikt ziehen?

Dr. Katy Hayward

Soziologin an der Universität Belfast, Großbritannien

Samstag, 15.02.2020 - V Setzen von Schlusspunkten. Gelungene Aufarbeitung von Gewalt

10.50 Uhr

Nelson Mandela und das Ende der Apartheid

Wie konnte die Aufarbeitung der Verbrechen während dieses dunklen Kapitels realisiert werden?

Stanley Henkeman

Vorsitzender des "Institute for Justice and Reconciliation", Südafrika

 

Der lange Schatten des Völkermords

Wie gestaltet sich das Zusammenleben von Tutsi und Hutu heutzutage und wie ließen sich die Wunden heilen?

Sheila Kawamara

Journalistin, Uganda

Samstag, 15.02.2020 - VI Abschlusspanel

13.00 Uhr

Welche wichtigen Punkte konnten während des Kongresses erarbeitet werden?

 

Die Bedeutung von "Orten der Erinnerung" und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Erinnerungskultur

Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej

Historiker Universität Warschau, Polen

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Veranstaltungsort

Neues Rathaus Dresden, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden

Referenten

  • Kazumi Matsui
    • Bürgermeister der Stadt Hiroshima Japan
  • Dr. Lawrence Kreiser
    • Historiker am Stillman College USA
  • Prof. Dr. Antoni Kapcia
    • Professor für Lateinamerikanische Geschichte Universität Nottingham Großbritannien
  • Neth Pheaktra
    • Sprecher des Rote-Khmer-Tribunals Kambodscha
  • Prof. Dr. Meng Hong
    • Professorin für Deutsche Kultur Renmin-Universität Peking China
  • Marianna Aylwín
    • Ehemalige Bildungsministerin Chile
  • Prof. Dr. Maria Solidad Perez Tello
    • General Secretary of the Christian People Party (PPC) and former Minister of Justice in Peru
  • Rodrigo Lara Restrepo
    • Mitglied des Senats Kolumbien
  • Norma Morandini
    • Journalistin und Politikerin Argentinien
  • Robert Latypov
    • Leiter der Menschenrechtsorganisation MEMORIAL in Perm Russland
  • Amir Kamber
    • Journalist und Schriftsteller Bosnien/Deutschland
  • Dr. Katy Hayward
    • Soziologin an der Universität Belfast Großbritannien
  • Stanley Henkeman
    • Vorsitzender des „Institute for Justice and Reconciliation“ Südafrika
  • Sheila Kawamara
    • Journalistin Uganda
  • Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej
    • Historiker Universität Warschau Polen

Publikation

„Schmerzhafte Erinnerung“: Internationaler Kongress in Dresden
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