Die Orden waren von der Wojewodschaft Kleinpolen (Małopolska) für die Verdienste von Vogel und Althaus im Rahmen der Länderpartnerschaft des Freistaates Thüringen und der Wojewodschaft Kleinpolen beantragt worden, die ihr zehnjähriges erfolgreiches Wirken feierte.
Die Ordensverleihung nahm der Wojewode (Regierungspräsident) der Wojewodschaft Małopolska, Jerzy Miller, in einem feierlichen Rahmen vor. Die Laudationes hielten der frühere Marschall (Ministerpräsident) der Wojewodschaft und heutige Senator, Janusz Sepioł, sowie der Vizemarschall von Kleinpolen, Roman Chiepiela. Marschall Marek Nawara, der die Länderpartnerschaft mit begründet hatte, konnte gesundheitsbedingt an der Veranstaltung nicht teilnehmen, sandte aber ein herzliches Grußschreiben an die Ordensträger.

Bernhard Vogel wurde darüber hinaus für seinen jahrzehntelangen verlässlichen Einsatz für die deutsch-polnische Versöhnung ausgezeichnet, wie Senator Sepioł hervorhob. Als Ministerpräsident von Thüringen von 1992 bis 2003 rief er 1997 zunächst die Partnerschaft mit der Wojewodschaft Krakau, dann nach der Gebietsreform die Zusammenarbeit mit der größeren Wojewodschaft Małopolska ins Leben. Als ehrenamtlicher Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung seit 1989 (mit einer Unterbrechung von 1995 bis 2001) hatte er immer ein besonderes Augenmerk auf Polen, das er häufig besuchte und wo die Stiftung bereits 1989 ein eigens Büro eröffnete, das erste in Mittelosteuropa. Aber schon zuvor als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken von 1972 bis 1976 sowie als Präsident des Maximilian-Kolbe-Hilfswerkes von 1984 bis 1992, das sich für die Überlebenden der deutschen Konzentrationslager und Ghettos in Polen und Mittelosteuropa einsetzt, stand Vogel in einem regen Austausch insbesondere mit polnischen Oppositionellen und Kirchenvertretern.
„Tief bewegt“, nahm Ministerpräsident Althaus die Auszeichnung in Empfang. „Die Ehrung nehme ich besonders stellvertretend für diejenigen entgegen, die dazu beigetragen haben, dass aus Nachbarn Freunde geworden sind.“
Auch Prof. Vogel nahm den Orden im Namen der vielen Menschen entgegen, die sein Engagement in den deutsch-polnischen Beziehungen halfen, mit Leben zu füllen. Es ehre und freue einen Deutschen besonders, eine solche Auszeichnung von der Republik Polen zu erhalten, sagte Vogel. Er betonte, Europa wachse gerade über die Regionen mit ihren Eigenarten zusammen. Ein zentralisiertes Europa mit einer Einheitskultur und Einheitssprache wollten die Menschen nicht haben und hätte keinen Bestand.
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